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Drogen, Medikamente und Psychopharmaka

 Der Unterschied zwischen Gift und Heilmittel besteht lediglich in der Dosierung.

 Süchtige sind Suchende.

Mit dem Thema Drogen habe ich mich in Theorie und Praxis auseinandergesetzt. Eine Freundin erklärte mir, dass mein Weg typisch sei für einen Schamanen. Indem ich Drogen zunächst als Genußmittel, und unterbewusst zur Selbstmedikation einsetzte. Um schließlich echte spirituelle Praktiken der Bewusstseinserweiterung zu lernen. Ich bin mir für das „Typische“ an meinem Weg nicht so sicher, doch sind mir natürlich die Klischees von schamanischen Praktiken bekannt, bei denen Drogen eine wichtige Rolle für die Öffnung in spirituelle Bewusstseinszustände darstellen. Populäre Literatur von Carlos Castaneda führte zwar zu einer breiteren Bekanntheit von schamanischen Praktiken, doch stellen Castanedas Geschichten aller Wahrscheinlichkeit nach Fiktionen dar, die im autobiographischen Stil erzählt wurden.

Es ist richtig, dass Drogen im Zusammenhang mit schamanischen Ritualen Verwendung fanden und finden. Sie sind aber keine zwingende Notwendigkeit. Ich habe in meiner Initiation keine Drogen verwendet um z.B. auf Astralreisen zu gehen. Das praktiziere ich bis heute so und mit guten Gründen. Auch die Leute, die den relativ populären Weg des Core-Schamanismus nach Michael Harner gehen, lernen im Rahmen der offiziellen Lehre keine drogengestützten Praktiken. Desgleichen wird in vielen indigenen Formen des Schamanismus auf Drogen verzichtet. Ich bin kein Feldforscher, aber ich vermute, dass der Gebrauch von Drogen die Ausnahme und nicht die Regel darstellt für das Erreichen schamanischer Trance- und Extasezustände.

Soweit ich das mitbekommen habe, wurden viele Menschen durch Castaneda inspiriert, die einfach nur gerne Drogen nahmen. Aus Gründen wie sie bei mir auch vorlagen. Um zu vergessen, um locker zu werden, um leistungsfähiger zu werden, um Spannungen loszuwerden, um scheinbare Macht über das eigene Leben zu erhalten, um Schmerzen zu betäuben, um unangenehme Gefühle aufzulösen, um die Realität zu vernebeln, um Langeweile zu vertreiben, um Handlungsblockaden aufzulösen, um sexuelle Lust aufzubauen, um zu lachen und Spaß zu empfinden …

In erster Linie ging es bei mir, und geht es nach meiner Wahrnehmung bei den allermeisten Konsumenten um ein Suchtverhalten. Und weil Sucht bedeutet, dass eine süchtige Person etwas SUCHT, während eine große SehnSUCHT nach Auflösung von Konflikten und falschen Idealen sie zu extremen Verhaltensweisen antreibt, erahnt sie oder findet sie im Rausch manchmal einen Hauch von echter Bewusstseinserweiterung.

In zweiter Linie werden dann, vor allem bei den psychedelischen Drogen wie Cannabis, Pilzen, Peyote, Ayahuasca und LSD auch mystische Erfahrungsräume, in der Regel durch Zufall erschlossen. Ich habe einige Leute kennen gelernt, die sich eingeredet haben, sie würden durch den bloßen Konsum dieser Drogen automatisch ihr Bewusstsein erweitern. Tatsache ist aber, dass Rauschdrogen nicht kontrolliert werden können. Was in der Regel passiert ist eine Öffnung der Wahrnehmungsfähigkeit. Selbstverständlich verändert sich dadurch das Bewusstsein, und das geht dann mit emotionaler Beeindruckung einher. Der Konsument denkt dann „Wow, das fühlt sich ja toll an.“, und hält den Zustand für mystisch, weil er eben anders ist als die Alltagstrance, und weil er gerne glauben will, dass er sich was Gutes tut.

Echte Bewusstseinserweiterung bedeutet aber, dass konkret benannt werden kann, was jetzt wahrgenommen werden kann, was vorher nicht wahrgenommen werden konnte. Und man erkennt, welchen Zusammenhang das nunmehr wahrnehmbare Objekt mit dem eigenen Leben hat, auf eine Weise, die sowohl den Intellekt als auch die Emotionen umfasst. Nach einer echten Bewusstseinserweiterung ist man weiser als vorher, man hat eine Erweiterung erfahren, die merklich dazu führt, dass man nicht mehr der oder die Selbe ist. Das kann durchaus still und unspektakulär geschehen, und tut es im normalen Alltag auch meistens.

Ich habe einen Menschen kennen gelernt, der auf einem LSD-Trip chronisch stehen geblieben ist. Dieser Mensch war traumatisiert und verlor dadurch den Kontakt zur Realität. Er war auch nicht mehr der Selbe, aber dieser Zustand ist keine Bewusstseinserweiterung. Was hier passiert ist, war eine extreme Öffnung (des 3. Chakras), bei der das Wei Chi, also die Selbstbehauptung und der Selbstschutz so weit abgebaut wurden, dass durch irgendeine Wahrnehmung oder Erinnerung das Trauma ausgelöst wurde. Das nahm ihn so sehr mit, dass er in diesem psychotischen Zustand verharrte.

In meiner schamanischen Ausbildung wurden mir die geschichtlichen Zusammenhänge des Drogenmissbrauchs bewusst. Wir können hier durchaus von einem kollektiven Karma, also einer Art von Massenschicksal sprechen, dem sich der einzelne Mensch nur durch bewusste Entscheidungen und geeignete Strategien entziehen kann. Das heißt ganz kurz und knapp, dass wir in einer süchtigen Gesellschaft leben, in der Drogenkonsum, einschließlich Medikamentenmißbrauch, oder Verhaltenssüchte wie Co-Abhängigkeit, Spielsucht, Sexsucht, Helfersyndrom, Arbeitssucht, Fernseh- und Internetsucht etc. völlig normal sind.

Warum ist das so?

Regierbarkeit von Abhängigen: Wir leben in einer Konsumgesellschaft unter einer patriarchalischen Weltordnung, deren wichtigstes Merkmal ist, dass die zugrundeliegende Glaubenslehre nicht hinterfragbar ist. Das heißt, wir sind grundsätzlich auf Befehl und Gehorsam gegenüber Autoritäten abgerichtet. Zu diesen Autoritäten zählen nicht nur Regierungen und Kirchen, sondern auch Konzerne.

Der Umgang mit Medikamenten ist neben der Erzeugung von Abhängigkeiten eine Sache von Profit. Dass Nebenwirkungen so kritiklos in Kauf genommen werden wie das leider häufig der Fall ist, hat im Westen eine lange Tradition, die zurückgeht auf Paracelsus. Er führte mit alchemistisch aufbereitetem Quecksilber die erste Chemotherapie ein. Die damit einhergehenden Vergiftungserscheinungen wurden von den Ärzten (nachzulesen bei  Wolf-Dieter Storl „Kräuterkunde“) als „notwendige Vorbedingung“ zur Heilung interpretiert. Die sogenannte „heroische Medizin“ (= in Kauf nehmen von schweren, manchmal sogar tödlichen Nebenwirkungen) war geboren, die auch heute noch üblich ist z.B. in der Krebstherapie, und meiner Meinung nach z.B. auch bei Neurodermitis, Psoriasis u.a. Hauterkrankungen, und bei ADHS. Schau Dir einfach mal die Auslagen von Apotheken an – vor allem im Sommer – und Du wirst frei erhältliche Salben vorfinden, die Cortison enthalten! Für solchen Unfug war sicher eine mächtige Lobbyarbeit am Werk.

Ich habe bei mir und anderen drogenkonsumierenden Bekannten eine kritisch-oppositionelle Haltung festgestellt, mit der wir uns die Freiheit des illegalen Konsums nahmen. Wohl wissend, dass Rausch an sich keine gesellschaftliche Ächtung erfährt, und auch, dass es massenhaft Konsumenten von Cannabis gab und gibt, über deren „Hobby“ selbst ein Drogenberater, den ich während meiner Zivildienstzeit kennen lernte, öffentlich urteilte „über Haschisch redet man nicht, man raucht es.“ Leider endet die Kritik dann, wenn es darum geht, die Folgen für das eigene Leben klar wahrzunehmen.

Ich habe bei mir festgestellt, dass durch den Genuss von Cannabis meine ohnehin geringe Abgrenzungsfähigkeit wesentlich geschwächt wurde, und zwar chronisch. Das heißt auch, dass meine Akzeptanz von Zuständen, die mit großem Mangel und großem Leiden einhergingen vergrößert wurde. Auf der körperlichen Ebene zog ich mir dadurch viele Umweltgifte zu, und lebte lange in für mich viel zu starken elektrischen Feldern. Die schlimmste Folge war, dass ich meinen Körper dadurch noch schlechter spürte, und meine Bedürfnisse noch schlechter wahrnehmen konnte. Ich brauchte mehrere Jahre Training bis ich auf Fragen wie „Was willst Du?“, „Was brauchst Du?“, „Welches Gefühl hast Du gerade?“ in der Mehrzahl der Fälle kongruente Antworten geben konnte.

Sicher ist Drogen- und Medikamentenkonsum bei weitem nicht der einzige Grund, dass Mensch sich nicht spürt, aber alle mal ein Wichtiger. Das sollten meines Erachtens besonders diejenigen beherzigen, die eine chronische Krankheit ausleben. Wir sollten uns darüber bewusst sein, dass uns Teile der Gesellschaft, der Industrie und der Regierung jederzeit als Opfer betrachten wollen, denen mit Drogen sprich Medikamenten eine höchst lukrative rosarote Brille verpasst werden sollte. Die ganz angenehm sein kann, mit der gut verdient wird, die sich aber auch zu einem Ungeheuer wandeln kann, das außer Kontrolle gerät und dabei jede Menge Leid verursachen kann. Leider ist die Pillenmentalität der Normalfall geworden, und nicht nur bei kranken Personen! Dazu, wie z.B. Psychopharmaka anscheinend bereits auf 2-jährige angesetzt werden, setze ich im nächsten Beitrag 2 Links mit interessanten Dokus rein.

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Leaky Gut Syndrom

 

Für einige Naturheilkundler ist das „Leaky Gut Syndrom“ (LGS) eine der wichtigsten Ursachen für Allergien, Autoimmunkrankheiten u.a., und auch für die Neurodermitis. Ich bin erst vor ca. 2 Jahren auf diese Symptomatik gestoßen. Sie ist meines Wissens als solches nicht als schulmedizinische Diagnose anerkannt, wird aber von vielen Heilpraktikern behandelt.

Leaky Gut bedeutet durchlässiger Darm. Mit LGS wird also die beschädigte Darmwand beschrieben, die nur noch unzureichenden Schutz vor toxischen Stoffen bietet, die eigentlich (über den Darm) ausgeschieden werden sollen. Also z.B. Schwermetalle aus belasteten Böden und andere Umweltschadstoffe, Medikamente, Hormone, halbverdaute und toxische Abbauprodukte aus der Nahrung. Diese Stoffe gelangen nun über die durchlässige Darmwand ins Blut, und müssen von der Leber entgiftet werden. Das führt auf Dauer zur Überlastung der Leber, was u.a. zur Folge hat, dass die Toxine, oft Säuren, in den Zellen eingelagert werden, was zu Schädigungen des Körpermilieus (Zellen, Lymphe, Gewebe) führt. Und eben zu diversen Erkrankungen des Immunsystems, das auf Dauer überlastet ist.

Allergien sind ja letztlich Fehlreaktionen des Immunsystems, das auf eigentlich unschädliche Stoffe reagiert. Neurodermitis beinhaltet die Atopie, also Allergien auf ganz viele unterschiedliche Stoffe. Psychosomatisch entspricht die Allergie einer Intoleranz, also etwa der Botschaft „Ich will das nicht bei mir haben.“ Ich habe dafür das Bild einer nervösen Überreaktion, die durch eine permanente Überforderung durch giftige Umwelteinflüsse entsteht.

Wenn ein Leaky Gut Syndrom vorliegt, können Maßnahmen zur Desensibilisierung gegenüber Allergenen auf Dauer keine Wirkung haben. Da ja ständig wieder Stoffe in den Körper eindringen, die dort nicht hingehören und so wieder weitere Überreaktionen provozieren.

Das LGS tritt auf wenn das Darmmilieu, also die mit verschiedenen nützlichen Bakterien und Pilzen besiedelte Schleimschicht der Darmwand, gestört ist. Oder noch schlimmer, wenn die Darmwand entzündet und mit schädlichen Bakterien und / oder Pilzen infiziert ist. Die Therapie für das LGS besteht in einer gründlichen Darmsanierung, bei der schädliche Bewohner abgetötet, und nützliche Bewohner angesiedelt werden. Oft werden auch Darmspülungen mit der „Colon-Hydrotherapie“ empfohlen, bei der kleine verhärtete, nur halb verdaute und hoch giftige Essensreste ausgespült werden. Zusätzlich werden wichtige Darmkulturen verabreicht. Dazu braucht es einen Befund der Stuhlprobe, damit eben die richtigen, also im Darmmilieu fehlenden Kulturen aufgebaut werden.

Ein weiterer Hinweis auf LGS ist der „sekretorische IgA – Wert“ im Darm. Dieser IgA ist ein Immunglubolin, also ein Stoff, der bestimmte Gifte in Schleimhautschichten neutralisiert. Wenn dieser Wert zu klein ist im Befund, ist eine weitere wichtige Barriere der Darmwand gestört. Bei mir war dieser Wert erfreulicherweise OK.

Die Sache mit dem Darm halte ich für sehr wichtig, denn ich glaube, dass hier langfristig die wichtigste Quelle für Gesundheit oder eben Krankheit sitzt. Entgegen der im Internet oft kursierenden falschen Aussage, dass die Haut das größte menschliche Organ ist, trifft das auf den Darm zu. Er hat eine Oberfläche von ca. 400 qm, gefolgt von der Lunge mit ca. 100 qm, und dann erst von der Haut mit ca. 2 qm. Insofern ist der Darm das Organ mit der intensivsten Kontaktaufnahme mit der Umwelt.

Lunge und Darm sind wie die Haut auf der Oberfläche des Körpers angesiedelt, nur eben nach innen gestülbt. Darm, Lunge und Haut sind also 3 Teile eines Systems von Körperorganen, das sich mit dem Austausch mit der Umwelt auseinandersetzt. Und natürlich mit der Abwehr von schädigenden Umwelteinflüssen. Die trad. Chinesische Medizin ordnet nun genau diesen Organen das Metall-Element zu, dessen wichtigste Funktion das „Wei-Chi“ ist. Also die Art von Lebensenergie, die für die Abwehr zuständig ist.

Viele Neurodermitiker haben den Zusammenhang von Haut und Lunge schon häufig erlebt. Zum einen, weil es manchmal neben der Hautreaktion auch zu Asthma, oder zumindest Bronchitis kommt. Der Zusammenhang von Darm und Haut ist oft weniger direkt und deutlich wahrnehmbar. Wer eine Darmerkrankung hat, kann sich z.B. als Folge der Abheilung eine Bronchitis zuziehen. Diese kann im Zuge der Abheilung eine Hautreaktion im Kopf – bis Brustbereich nach sich ziehen. Wird eine Hautreaktion mit Cortison unterdrückt, kann das auf die Lunge schlagen. Wird dort weiter unterdrückt, wird es sich im Darm niederschlagen. Das was ich hier beschreibe sind Zussammenhänge, die in der TCM und teilweise auch der westlichen Naturheilkunde beschrieben werden. Ich konnte sie schon oft bei mir beobachten, wobei die Beobachtung des Darms eben wie gesagt am schwierigsten fällt.

Zum Schluss noch eine Sache zum Leaky Gut Syndrom. Antibiotika wirken sich recht schädigend auf die Darmflora aus, ebenso viele andere starke Medikamente und Chemotherapien. Deshalb sollte nach Einnahme solcher Mittel der Darm wieder aufgebaut werden, z.B. mit Symbioflor, Mutaflor etc. und ggf. auch etwas gegen Verpilzungen getan werden, z.B. mit Hylac. Die Auswahl sollte da aber schon ein HP oder naturheilkundlich ausgebildeter Arzt treffen.

 

 


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