Posts Tagged 'Trance'

Lebensberatung als Heilmethode

 

Einfühlsame Begleitung lohnt sich sehr in schwierigen Zeiten, bei schwierigen Themen wie Neurodermitis und jede andere chronische oder schwere akute Erkrankung. „Zum reden“, als Spiegel für die Erkenntnis der eigenen Psyche, für die Selbstreflexion kann ich Psychotherapie sehr empfehlen. Die meisten Formen der Psychotherapie sind dabei eher passiv, d.h. die Therapeuten geben keine Ziele vor, und der Klient bestimmt somit, welche Themen wann bearbeitet werden. Der Therapeut ist eher Zuhörer und hält sich mit Ratschlägen zurück. Ein bekannter Satz zu diesem Thema ist „Ratschläge sind auch Schläge“. Mir hat Psychotherapie geholfen, meine Erfahrungen und mich selbst zu reflektieren, meine Geschichte zu verarbeiten, und überhaupt mich zu trauen, über meine Probleme zu sprechen. Die Wertschätzung meiner Therapeuten hat mich etwas aus meinen Selbstwertproblemen enthoben und mir mehr Sicherheit gegeben. Größere Quantensprünge in und plötzliche tiefe Erkenntnisse über meine Persönlichkeit, und den Sinn meines Daseins, schöpfte ich jedoch gefühlt stärker aus anderen Quellen, die eher in den Bereich der ganzheitlichen bzw. spirituellen Lebensberatung fallen.

Lebensberatung ist stärker an konkreten Zielen ausgerichtet. Die Themen können gleich gewählt werden wie in der Psychotherapie, aber die Methoden sind meist lösungsorientierter. Ein Beispiel aus meiner Erfahrung zur Illustration: Jemand benötigt für die Aufrechterhaltung der Wohnung und des Alltags zwingend den Führerschein, hat Angst vor dem Autofahren, und fällt mehrmals durch die Fahrprüfung. Ein Psychotherapeut wird nun z.B. nachforschen, ob hier ein Trauma vorliegt, evt. weit in die Vergangenheit forschen, und die Angst in mehreren Sitzungen durch Gespräche aufarbeiten.

Ein Lebensberater wird das Ziel ins Auge fassen, der Klient möge die Fahrtüchtigkeit erreichen, die Prüfung bestehen und fortan sicher, glücklich und zufrieden autofahren. Natürlich wird der Klient auch in dieser Beratung mit seinen Ängsten, Traumata oder was immer ihn blockiert konfrontiert werden. Diese werden dann möglicherweise mit schnellen Methoden bearbeitet, so dass manche Angst bereits nach einer Sitzung Vergangenheit sein wird. Denn in diesem Prozess kommt es auf das Ergebnis „Führerschein“ an. Und nicht, wie in der Therapie, auf ein tieferes Verständnis davon, wie die Persönlichkeit tickt, wie eine solche Angst oder ein Trauma, ein Widerstand, ein Zwang etc., zustande kommt oder gekommen ist.

Nachdem ich jahrelang durch mehrere erfolgreiche Psychotherapien gegangen bin, hatte ich mit rund 30 Jahren etwas genug davon, und wollte handfeste Verbesserungen und Erkenntnis-Werkzeuge, die ich selbst nutzen konnte, auch ohne Psychotherapie. Dieser Wunsch brachte mich erst zur Astrologie, die man als eine komplexe Symbolsprache betrachten kann, mit der durchaus tiefgreifende und vielschichtige Persönlichkeitsanalyse möglich ist. Ein wunderbares Werkzeug. Parallel dazu lernte ich eine weitere Orakelmethode, bei der man Fragen stellen kann – den Tarot. Ich vertiefte mich in die schönen Tarotkarten von Aleister Crowley, und machte vor allem mit den Interpretierungshilfen von Gerd Ziegler tolle Erfahrungen. Ein solches Tarotdeck wird immer mehr zu einer Weisheits-Instanz, die einem hilft, Situationen aus einem anderen Blickwinkel oder der Vogelperspektive zu betrachten, und so zu mehr Klarheit zu kommen. Ich merkte bald, dass sich Tarot und Astrologie wunderbar ergänzen können. Später lernte ich weitere großartige Orakelsysteme kennen, das chinesische I Ging, die nordischen Runen, und ein geniales schamanisches Orakel-System der aktuellen Zeit, die Chakra-Energie-Karten von Walter Lübeck.

Mit solchen Orakeln ist es möglich, sehr präzise festzustellen, welches Lebensthema hinter einer Fahrangst, Prüfungsangst oder was immer den bestandenen Führerschein blockiert, steckt. Durch die Beschreibung des Themas durch die Interpretation des Beraters wird der Klient emotional in die Lebenssituation versetzt und stößt hier auf die blockierenden Gefühle. Nun kann der Berater Sprache, evt. hypnotische Sprachmuster bei Heil- und Lerntrancen, bildende und musikalische Kunst, oder eine energetische Heilmethode anwenden, um die Blockade zu lösen. Ich habe mehrere solcher Heilmethoden gelernt, Rainbow Reiki, verschiedene Geistheilungsformen, sowie Trancemethoden und schamanische Praktiken. Verschiedene Formen von Hellsichtigkeit und Präkognition erweitern die intuitiven Möglichkeiten der Orakelarbeit. Solche außersinnlichen Wahrnehmungsfähigkeiten wurden in meiner Ausbildung gezielt geschult, bis ich sie bewusst und sicher an- und ausschalten konnte, womit meine Reizüberflutung vermindert und die Privatsphäre meiner Mitmenschen respektiert bleibt. Sie funktionieren nur, solange ich mein Ego außen vor lasse, und mich unvoreingenommen meinem Gegenüber widme, der dem Einblick in sein Inneres oder sein Leben unbedingt explizit zustimmen muss. Intuitive Wahrnehmung ohne expliziten Auftrag  ist unverantwortlich, grenzüberschreitend, eine Verletzung der Privatsphäre! Leider halten sich viele Lebensberater, Heilpraktiker, Kinesiologen etc. nicht immer an die Respektierung der Privatsphäre. Das ist unprofessionell, ein Machtspiel, schädigt den Ruf medial praktizierender Berater und fördert Ängste vor diesen wundervollen Geschenken von Mutter Natur, die in Wahrheit jeden Menschen mit Sensibilität und Einfühlungsvermögen gesegnet hat!

Durch die Kombination von Erkenntnismethoden mit aktiver Energiearbeit bzw. Geistheilung, Arbeit mit dem Unterbewusstsein, und viel Bezug dieser Methoden zur Natur und natürlichen Körperlichkeit, bin ich in meiner Persönlichkeitsentwicklung sehr schnell und nachhaltig vorangekommen. Natürlich brachte das viele Veränderungen, aber das wollte ich auch, denn ich wollte raus aus dem Leiden, meine Berufung leben, meine Männlichkeit inklusive erotischen Blockaden heilen, und zu größerer Lebensfreude kommen. All das ist geschehen bzw. ist in diesem Sinne auf dem Weg, und zwar dadurch, dass ich oftmals entschieden habe, mich meiner Verletzlichkeit und dem Schmerz zu stellen und durch ihn hindurch zu gehen, dahin wohin mich mein Herz geführt hat und führen wird.

Die gefühlsmäßige Motivation und das nötige Glück brachten mir immer wieder schamanische Rituale, mit denen ich nach und nach völlig neue Strukturen in mein Leben „zauberte“. Diese uralten Methoden sind die Vorläufer der modernen Hypnosetherapie und der Psychotherapie, funktionieren jedoch sehr intuitiv, nach ganzheitlichen, naturheilkundlichen und spirituellen Prinzipien. In meiner schamanischen Schule wenden wir einen komplexen Reigen an beraterischen und heilerischen Methoden an, die sich wunderbar ergänzen, und den Prozess Lebensberatung zu einer ganzheitlichen Art von Lebenshilfe für Herausforderungen jeder Art, von privat bis beruflich – geschäftlich, macht. Durch Lebensberatung habe ich es geschafft, trotz meiner Widerstände, Blockaden, Skepsis und Zweifeln v.a. an mir selbst, trotz und auch gerade wegen meiner Erkrankung und Hochsensibilität, meine Berufung zu leben und glücklich zu sein. Auch wenn ich immer noch viel zu oft juckreizbedingt aus der Haut fahren könnte. Ich habe mir fest vorgenommen, auch diese Neurodermitis-Herausforderung irgendwann zu meistern, denn ich bin überzeugt dass Erscheinungsfreiheit möglich und kein Zufall ist. Denn wenn ich durch meinen Weg und die Orakel etwas gelernt habe, dann das – Zufall gibt es nicht, es ist das was mein göttliches Selbst in mein Leben gebracht hat, damit ich in Zukunft alles habe was ich brauche um glücklich und gesund zu sein. Ich nehme mir die Menschen zum Vorbild, die es geschafft haben, aus ähnlichen Themen wie den meinigen rauszukommen, und schaue umso genauer hin, je ähnlicher die Umstände sind.

Werbeanzeigen

Jede Menge Heilung – Evolution meiner Gesundung Teil 15

Mein neues Leben als Existenzgründer eröffnete mir viel Freiraum für meine Persönlichkeitsentwicklung. Ich hatte Zeit und war die ersten 9 Monate durch den Gründerzuschuss abgesichert. Dadurch konnte ich mich – neben dem Aufbau meines Einzelunternehmens – wieder mehr meinem Liebesleben widmen. Nachdem ich mich die vergangenen 2 Jahre vorwiegend im Bereich Selbstbehauptung, Erfolg und Karriere weiterentwickelt hatte, war mir der Schwenk auf den Fokus Gemeinschaft, Partnerschaft und Sexualität,  willkommen. Zu der Zeit bot Walter Lübeck eine Reihe von schamanischen Trance-Seminaren an. Wir Teilnehmer wurden in mehreren Durchgängen in schamanische Trancezustände geführt und setzten dabei mehrmonatige ganzheitliche Heilungsprozesse in sehr tiefen Schichten der Persönlichkeit in Gang.

Ich belegte in dieser Reihe noch vor meiner offiziellen Existenzgründung das Seminar „Entgiftung der Sexualität“ und einige Monate später „Entgiftung des Herzens“. Der Heilungsprozess des ersten Themas Sexualität verlief angenehm und ruhig. Bei der Herzheilung ging dann schlicht die Post ab bei mir. Es kamen viele alte Verletzungen hoch, und ich setzte mich intensiv mit meinen vergangenen Erfahrungen von Gewalt und Respektlosigkeit auseinander. Ich erfuhr zum ersten Mal in meinem Leben intensive Angstgefühle vor Berührung, Klammern an eine Partnerin und Eifersucht. Hatte ich vorher nie gespürt, und ich hatte mich zu diesem Zeitpunkt vom Kopf her längst weit weg entwickelt von besitzergreifender Liebe.

Die erste Zeit meiner Selbständigkeit verbrachte ich in einer, von meiner Seite viel zu früh als verbindlich verstandenen, Beziehung. Durch diese Frau wurden die genannten Themen so stark angetriggert, dass ich mehrmals in nie erfahrenen Gefühlsstürmen versackte. In der Loslösungsphase hatte ich dann auch akut extremen Liebeskummer. So fertig war ich bislang noch nie gewesen wegen einer Liebhaberin. Kurz und gut – diese Phase war wichtig und wohl unvermeidlich. Denn in ihr bildete sich mit der Zeit echtes Vertrauen in andere Menschen, in mich selbst und in meinen Weg. Ich hatte bestimmten Ängsten ins Auge gesehen und wurde in die Lage versetzt, Zuwendung besser anzunehmen als jemals zuvor. Für meine Stärke half mir dann auch das Kung Fu Training, das ich im Anschluss an diese „Heilungsbeziehung“ begann.

Die Verletzungen heilten schnell ab. Es war eigentlich ein typischer Heilungsverlauf durch schamanische Intervention. Sehr intensive und neue Erfahrungen, inklusive teilweises Abtauchen in jugendliche und kindliche Bewusstseinszustände, mit all den Ängsten, traumatischen Erinnerungen und Unsicherheiten. Schließlich das Verstehen, Wechsel der Verhaltensmuster, die Vergebung und Annahme der Vergangenheit. Wenige Monate später kam ich mit einer Frau zusammen, mit der ich ganz vorsichtig eine Beziehung einging, im Sinne meiner gereiften Partnerschaftsvorstellung, die dann auch Bestand hatte.

Weitere „Baustellen“ meiner Selbständigkeit bezogen sich weiterhin auf meine Selbstbehauptung und die Auseinandersetzung mit juristischem Recht. Z.B. zog ich zum ersten Mal in meinem Leben als Kläger vor Gericht. Die Arbeitsagentur hatte meinen Gründerzuschuss nicht verlängert, und diese Verlängerung klagte ich ein, und erwirkte schließlich einen Vergleich. Es gab auch einige Erfahrungen mit Klienten, bei denen ich Rechtsanwälte einschaltete. Mit der Zeit gelang es mir besser und besser, solche Vorkommnisse nicht persönlich zu nehmen, und mit objektiver Klarheit anzugehen.

Die Lehre von Yin und Yang zeigt mir in solchen Fällen, wie Yang-Faktoren wie Macht, Verträge, Durchsetzung und Recht in einem Zusammenhang stehen mit Yin-Faktoren wie Menschlichkeit, Vertrauen, Gemeinschaftssinn, Liebe, Spaß und Lust, gemeinsame Werte und Visionen. Immer wenn die Yin-Faktoren fehlen in Beziehungen, egal ob privat oder geschäftlich, wird es kühl, kommen Ängste hoch und besteht die Gefahr von Trennung und Streit. Solche Situationen sind nicht auszuschließen, und gerade meine Fähigkeit, dabei Klarheit, Integrität und Stärke zu zeigen, verschafft mir auf der anderen Seite meinen Zugang zu Wohlgefühl und Zärtlichkeit für mich und die Menschen die ich brauche und liebe, und die mich brauchen und lieben.

Wenn die Welt ruft …

Ich habe durch die Selbständigkeit eine schöne Erfahrung gemacht. Dass manche Entwicklungen zu großartig waren um sie von mir aus in die Gänge zu bringen, und stattdessen einer “Beförderung” von außen bedürfen. 2010 war ich inhaltlich mit der Vorbereitung und Durchführung der 16-tägigen Feng Shui- Ausbildung für die Paracelsus Schulen eingespannt. Das war meine „Feuertaufe“ als spiritueller Lehrer, weil das ganze Konzept von mir kam. Das muss irgendwie abgestrahlt sein, denn eine sehr entschlossene Dame in den 50ern war so begeistert von mienen schamanischen Fähigkeiten, dass sie eine Ausbildung bei mir machen wollte. Nun hatte ich bislang noch keine Ausbildung im Angebot, sondern nur Einzelseminare. Nun war die 2-3 Jahre dauernde schamanische Ausbildung eigentlich schon länger mein Traum gewesen, doch konnte ich mir aus diversen Gründen (oder doch eher Vorwänden) nicht vorstellen, das jetzt schon anzubieten. Kurz und gut, die Dame blieb hartnäckig! Ich wollte mir den Leckerbissen nicht entgehen lassen, und so gründete ich zum 1.1.2011 mein eigenes Ausbildungsinstitut!

Ich kann nur sagen – ich bin überglücklich, diesen Schritt unternommen zu haben! Denn in diesem Feld, der Ausbildung von professionellen schamanischen Heilern und medialen Lebensberatern, kann ich endlich so tief und nachhaltig arbeiten wie es mir Freude macht. Und weil die Ausbildung Inhalte besitzt die ich selber nicht lehren kann, ist es eine wunderbare Möglichkeit der Zusammenarbeit mit anderen spirituellen Lehrern. Jetzt, nach über 2 Jahren, ist die besagte Dame fast fertig mit der Ausbildung und ich habe mehrere weitere Schülerinnen, die mir regelmäßig spiegeln, dass diese Aufgabe zu mir gehört.

Ein weiterer Ruf von außen führte zu diesem Blog. Vor seiner Entstehung stand die Tatsache, dass sich meine Neurodermitis in diesen Jahren ab 2010 schleichend verschlechtert hatte. Im Winter 2011-12 ging es mir richtig schlecht. Meine Fußgelenke waren so sehr geschwollen, dass jeder Fußweg nach wenigen Minuten Schmerzen verursachte. Nachdem meine Anfrage wegen Kostenübernahme für eine Klimaheilbehandlung am Toten Meer negativ beantwortet worden war, brach ich meine Kortison-Enthaltsamkeit und ließ mich in die Hautklinik auf Norderney einweisen. Den dort erwirkten Kurzzeit-Vorteil nutzte ich aus, um meine Fitness und Immunsystem zum ersten Mal in meinem Leben durch regelmäßiges Training aufzubauen. Ich gönnte mir von da an täglich Laufen, Schwimmen und Qi Gong. Rund 1 Monat später, nämlich genau am 20. April 2012, setzte ich einen Meilenstein in meinem Leben. Nach 30 Jahren hörte ich mit dem Rauchen auf!

Die Neurodermitis kam zwar erwartungsgemäß schnell wieder, doch die neue Lebensqualität als sporttreibender Nichtraucher behielt ich bei bis heute. Die nächste Aktion war der Aufenthalt in der Klinik Neukirchen, Haus Rötz. Diese Therapie lief kortisonfrei, und ich kam halb abgeheilt zurück. Nach 2 Wochen hatte ich den nächsten Schub, sehr heftig, der ganze Oberkörper war komplett rot entzündet. Nun war ich soweit, wirklich alles zu geben um die Neurodermitis zu heilen. Deshalb war ich empfänglich für den Vorschlag meines befreundeten Kollegen, den Blog als Selbstheilungs-Prozess zu starten. Ich kann bereits jetzt, nach ca. 3 Monaten eine Menge positiver Einflüsse auf meine Gesundung feststellen. Die derzeit wichtigste Auswirkung des Blogs ist, dass sich die Neurodermitis in meiner Wahrnehmung von einem Problem in einen Erfahrungsschatz verwandelt hat. Und das spornt mich um vieles mehr an, sie endlich zu heilen, weil ich mir ein freudestrahlendes Happy End dieses Selbstheilungswegs gönne!

Doch das ist eine andere Geschichte, die ich irgendwann in Zukunft erzählen werde, vielleicht wird es wahr, entweder so oder noch viel besser.

Drogen, Medikamente und Psychopharmaka

 Der Unterschied zwischen Gift und Heilmittel besteht lediglich in der Dosierung.

 Süchtige sind Suchende.

Mit dem Thema Drogen habe ich mich in Theorie und Praxis auseinandergesetzt. Eine Freundin erklärte mir, dass mein Weg typisch sei für einen Schamanen. Indem ich Drogen zunächst als Genußmittel, und unterbewusst zur Selbstmedikation einsetzte. Um schließlich echte spirituelle Praktiken der Bewusstseinserweiterung zu lernen. Ich bin mir für das „Typische“ an meinem Weg nicht so sicher, doch sind mir natürlich die Klischees von schamanischen Praktiken bekannt, bei denen Drogen eine wichtige Rolle für die Öffnung in spirituelle Bewusstseinszustände darstellen. Populäre Literatur von Carlos Castaneda führte zwar zu einer breiteren Bekanntheit von schamanischen Praktiken, doch stellen Castanedas Geschichten aller Wahrscheinlichkeit nach Fiktionen dar, die im autobiographischen Stil erzählt wurden.

Es ist richtig, dass Drogen im Zusammenhang mit schamanischen Ritualen Verwendung fanden und finden. Sie sind aber keine zwingende Notwendigkeit. Ich habe in meiner Initiation keine Drogen verwendet um z.B. auf Astralreisen zu gehen. Das praktiziere ich bis heute so und mit guten Gründen. Auch die Leute, die den relativ populären Weg des Core-Schamanismus nach Michael Harner gehen, lernen im Rahmen der offiziellen Lehre keine drogengestützten Praktiken. Desgleichen wird in vielen indigenen Formen des Schamanismus auf Drogen verzichtet. Ich bin kein Feldforscher, aber ich vermute, dass der Gebrauch von Drogen die Ausnahme und nicht die Regel darstellt für das Erreichen schamanischer Trance- und Extasezustände.

Soweit ich das mitbekommen habe, wurden viele Menschen durch Castaneda inspiriert, die einfach nur gerne Drogen nahmen. Aus Gründen wie sie bei mir auch vorlagen. Um zu vergessen, um locker zu werden, um leistungsfähiger zu werden, um Spannungen loszuwerden, um scheinbare Macht über das eigene Leben zu erhalten, um Schmerzen zu betäuben, um unangenehme Gefühle aufzulösen, um die Realität zu vernebeln, um Langeweile zu vertreiben, um Handlungsblockaden aufzulösen, um sexuelle Lust aufzubauen, um zu lachen und Spaß zu empfinden …

In erster Linie ging es bei mir, und geht es nach meiner Wahrnehmung bei den allermeisten Konsumenten um ein Suchtverhalten. Und weil Sucht bedeutet, dass eine süchtige Person etwas SUCHT, während eine große SehnSUCHT nach Auflösung von Konflikten und falschen Idealen sie zu extremen Verhaltensweisen antreibt, erahnt sie oder findet sie im Rausch manchmal einen Hauch von echter Bewusstseinserweiterung.

In zweiter Linie werden dann, vor allem bei den psychedelischen Drogen wie Cannabis, Pilzen, Peyote, Ayahuasca und LSD auch mystische Erfahrungsräume, in der Regel durch Zufall erschlossen. Ich habe einige Leute kennen gelernt, die sich eingeredet haben, sie würden durch den bloßen Konsum dieser Drogen automatisch ihr Bewusstsein erweitern. Tatsache ist aber, dass Rauschdrogen nicht kontrolliert werden können. Was in der Regel passiert ist eine Öffnung der Wahrnehmungsfähigkeit. Selbstverständlich verändert sich dadurch das Bewusstsein, und das geht dann mit emotionaler Beeindruckung einher. Der Konsument denkt dann „Wow, das fühlt sich ja toll an.“, und hält den Zustand für mystisch, weil er eben anders ist als die Alltagstrance, und weil er gerne glauben will, dass er sich was Gutes tut.

Echte Bewusstseinserweiterung bedeutet aber, dass konkret benannt werden kann, was jetzt wahrgenommen werden kann, was vorher nicht wahrgenommen werden konnte. Und man erkennt, welchen Zusammenhang das nunmehr wahrnehmbare Objekt mit dem eigenen Leben hat, auf eine Weise, die sowohl den Intellekt als auch die Emotionen umfasst. Nach einer echten Bewusstseinserweiterung ist man weiser als vorher, man hat eine Erweiterung erfahren, die merklich dazu führt, dass man nicht mehr der oder die Selbe ist. Das kann durchaus still und unspektakulär geschehen, und tut es im normalen Alltag auch meistens.

Ich habe einen Menschen kennen gelernt, der auf einem LSD-Trip chronisch stehen geblieben ist. Dieser Mensch war traumatisiert und verlor dadurch den Kontakt zur Realität. Er war auch nicht mehr der Selbe, aber dieser Zustand ist keine Bewusstseinserweiterung. Was hier passiert ist, war eine extreme Öffnung (des 3. Chakras), bei der das Wei Chi, also die Selbstbehauptung und der Selbstschutz so weit abgebaut wurden, dass durch irgendeine Wahrnehmung oder Erinnerung das Trauma ausgelöst wurde. Das nahm ihn so sehr mit, dass er in diesem psychotischen Zustand verharrte.

In meiner schamanischen Ausbildung wurden mir die geschichtlichen Zusammenhänge des Drogenmissbrauchs bewusst. Wir können hier durchaus von einem kollektiven Karma, also einer Art von Massenschicksal sprechen, dem sich der einzelne Mensch nur durch bewusste Entscheidungen und geeignete Strategien entziehen kann. Das heißt ganz kurz und knapp, dass wir in einer süchtigen Gesellschaft leben, in der Drogenkonsum, einschließlich Medikamentenmißbrauch, oder Verhaltenssüchte wie Co-Abhängigkeit, Spielsucht, Sexsucht, Helfersyndrom, Arbeitssucht, Fernseh- und Internetsucht etc. völlig normal sind.

Warum ist das so?

Regierbarkeit von Abhängigen: Wir leben in einer Konsumgesellschaft unter einer patriarchalischen Weltordnung, deren wichtigstes Merkmal ist, dass die zugrundeliegende Glaubenslehre nicht hinterfragbar ist. Das heißt, wir sind grundsätzlich auf Befehl und Gehorsam gegenüber Autoritäten abgerichtet. Zu diesen Autoritäten zählen nicht nur Regierungen und Kirchen, sondern auch Konzerne.

Der Umgang mit Medikamenten ist neben der Erzeugung von Abhängigkeiten eine Sache von Profit. Dass Nebenwirkungen so kritiklos in Kauf genommen werden wie das leider häufig der Fall ist, hat im Westen eine lange Tradition, die zurückgeht auf Paracelsus. Er führte mit alchemistisch aufbereitetem Quecksilber die erste Chemotherapie ein. Die damit einhergehenden Vergiftungserscheinungen wurden von den Ärzten (nachzulesen bei  Wolf-Dieter Storl „Kräuterkunde“) als „notwendige Vorbedingung“ zur Heilung interpretiert. Die sogenannte „heroische Medizin“ (= in Kauf nehmen von schweren, manchmal sogar tödlichen Nebenwirkungen) war geboren, die auch heute noch üblich ist z.B. in der Krebstherapie, und meiner Meinung nach z.B. auch bei Neurodermitis, Psoriasis u.a. Hauterkrankungen, und bei ADHS. Schau Dir einfach mal die Auslagen von Apotheken an – vor allem im Sommer – und Du wirst frei erhältliche Salben vorfinden, die Cortison enthalten! Für solchen Unfug war sicher eine mächtige Lobbyarbeit am Werk.

Ich habe bei mir und anderen drogenkonsumierenden Bekannten eine kritisch-oppositionelle Haltung festgestellt, mit der wir uns die Freiheit des illegalen Konsums nahmen. Wohl wissend, dass Rausch an sich keine gesellschaftliche Ächtung erfährt, und auch, dass es massenhaft Konsumenten von Cannabis gab und gibt, über deren „Hobby“ selbst ein Drogenberater, den ich während meiner Zivildienstzeit kennen lernte, öffentlich urteilte „über Haschisch redet man nicht, man raucht es.“ Leider endet die Kritik dann, wenn es darum geht, die Folgen für das eigene Leben klar wahrzunehmen.

Ich habe bei mir festgestellt, dass durch den Genuss von Cannabis meine ohnehin geringe Abgrenzungsfähigkeit wesentlich geschwächt wurde, und zwar chronisch. Das heißt auch, dass meine Akzeptanz von Zuständen, die mit großem Mangel und großem Leiden einhergingen vergrößert wurde. Auf der körperlichen Ebene zog ich mir dadurch viele Umweltgifte zu, und lebte lange in für mich viel zu starken elektrischen Feldern. Die schlimmste Folge war, dass ich meinen Körper dadurch noch schlechter spürte, und meine Bedürfnisse noch schlechter wahrnehmen konnte. Ich brauchte mehrere Jahre Training bis ich auf Fragen wie „Was willst Du?“, „Was brauchst Du?“, „Welches Gefühl hast Du gerade?“ in der Mehrzahl der Fälle kongruente Antworten geben konnte.

Sicher ist Drogen- und Medikamentenkonsum bei weitem nicht der einzige Grund, dass Mensch sich nicht spürt, aber alle mal ein Wichtiger. Das sollten meines Erachtens besonders diejenigen beherzigen, die eine chronische Krankheit ausleben. Wir sollten uns darüber bewusst sein, dass uns Teile der Gesellschaft, der Industrie und der Regierung jederzeit als Opfer betrachten wollen, denen mit Drogen sprich Medikamenten eine höchst lukrative rosarote Brille verpasst werden sollte. Die ganz angenehm sein kann, mit der gut verdient wird, die sich aber auch zu einem Ungeheuer wandeln kann, das außer Kontrolle gerät und dabei jede Menge Leid verursachen kann. Leider ist die Pillenmentalität der Normalfall geworden, und nicht nur bei kranken Personen! Dazu, wie z.B. Psychopharmaka anscheinend bereits auf 2-jährige angesetzt werden, setze ich im nächsten Beitrag 2 Links mit interessanten Dokus rein.

Ich tanze also bin ich

Meine erste bewusste Tanzerfahrung machte ich mit ca, 12 Jahren in einer Disco für unter 16 Jährige. Das war Anfang der 80er, als die Neue Deutsche Welle ihren Siegeszug durch die deutsche Musiklandschaft antrat. Ich erinnere mich noch bestens an Songs wie Major Tom, Hurrah die Schule brennt, Handtaschenräuber, Da Da Da u.s.w. Der Minimalismus sollte mich auf Dauer prägen, und in meinem Freundeskreis war 2 Jahre davor der Musicalfilm Grease heftig angesagt. Es dauerte etwas, bis ich wirklich Gefallen daran fand. Von 2 oder 3 Geburtstagsfeiern abgesehen war’s das erst mal, bis ich mit 15 in die Tanzschule ging. Richtig schön spießig, wie es sich gehörte! Die meisten meiner Mitschüler waren dabei, sogar einige meiner Mofa-Rocker-Freunde, und ich war zwar traurig aber kein Kind von Traurigkeit. Ich war auch etwas verliebt in meine Abschlussball-Partnerin, traf mich sogar einen Sommer lang regelmäßig mit ihr im Schwimmbad, doch verschenkte sie ihr Herz dann an unseren gemeinsamen Freund, der ebenfalls regelmäßig ins Schwimmbad kam. Nun ja, nicht so schlimm redete ich mir ein, Verzicht und Kummer war ich schließlich gewohnt.

Richtig coole Discos für jemanden wie mich gab es nicht in meiner Heimatstadt. Die Lokations spielten Musik die ich nicht mochte. Ich stand als Teenie vorwiegend auf Rock und Heavy Metal. Das Problem änderte sich, als ich mit meinen neuen Freunden in die nächste Stadt fuhr. Da gab und gibt es auch heute noch einen kleinen Club, der noch immer den selben Stil spielt wie Anfang der 70er. Genau das worauf ich stand: Jimi Hendrix, Pink Floyd, REM, Alanis Morisette, Stones, Cream, Krautrock, etwas Punk, etwas Jazz, R&B, Soul etc., und man konnte in dem Club wirklich so tanzen wie man sich fühlte und wurde dabei nicht doof angeguckt. Das genoss ich sehr und fand darin eine neue Leidenschaft.

Ende der Achtziger bis 1992 spielte ich in einer Rockband E-Gitarre. In dieser Zeit öffnete ich mich extrem für alle möglichen Musikrichtungen, von 70er über Psychedelic zu indischer Klassik, über Black Sabbath und Beatles zu Can, über Sting zu Jazz, bis zu Free Jazz und atonaler klassischer Musik, über Big Band zu Bläsersätzen und sogar zu Bläser – Volkmusik, zu Polka und später dann zu bläserlastigem Balkan-Pop. Über bestimmte Jazzmusiker zu orientalischer Musik, zu Derwish Musik und Oriental Pop.

Doch der wohl wichtigste Einfluss, der meinen Tanzstil am meisten beeinflusst hat, war Minimal-Techno. Ich hatte während meiner Studienzeit das Glück, in einem Club zu arbeiten, in dem gediegener, geschmackvoller Techno geboten wurde. Bei dieser Musik fühlte ich Befreiung in meinem ansonsten so verspannten Körper. Ich konnte darauf stundenlang abtanzen, und erreichte dabei ein Maximum an Koordination von Bewegungen und Empfindungen. Nachdem ich mehrere Jahre lang zumindest 1 mal pro Monat mehrere Stunden darauf abgetanzt habe, kann ich heute dank des damaligen Trainings auf so ziemlich alles abtanzen, was noch irgendwie tanzbar ist.

Tanzen ist ein Stück Lebensqualität, das extrem zu meinem Seelenheil beiträgt. Manchmal tanze ich zu Hause. Ich kann mich damit von schlechter Laune zu wahren Glücksgefühlen emporschwingen, und von Verspannung zu körperlichem Wohlbefínden. Tanzen ist wirklich eine der schönsten Formen von Wellness, und hilft mir auch, Juckreiz und unangenehme Neuroempfindungen abzubauen. Nicht zuletzt hilft mir tanzen, Wut abzureagieren, und meine Energien auf positive Ziele auszurichten, allein durch die positive Körpersprache, z.B. durch emporheben der Hände auf mindestens Brusthöhe, oder noch positiver über den Kopf. Mir ist auch aufgefallen, dass meine Körpersprache bei Vorträgen und Seminaren koordinierter und überzeugender wird, wenn ich vorher getanzt habe.

Ich habe mich etwas mit Tanzkonzepten befasst wie 5 Rhythmen, Biodanza und Kontaktimprovisation. In solchen Ansätzen, wo Tanz für bewusste Selbsterfahrung genutzt wird, liegt eine unwahrscheinliche Kraft. In meinen eigenen Ritualen nutze ich schamanische Trancen im Zusammenhang mit Tanz, z.B. beim Krafttiertanz, der eine mystische Erfahrung darstellt und unwahrscheinlich lebendig ist. Ich habe sogar eine Art von Tanzmagie gelernt bei der bestimmte Figuren ganz bestimmte Bewusstseinszustände erzeugen, und damit verbundene Wirkungen bei Tänzer und Zuschauern erzeugen können.

So etwas kann unwahrscheinlich intensiv werden, doch steckt die Erfahrung von Bewusstsein in Bewegungen nach meiner Erfahrung in jeder Art Tanz, die wirklich aufmerksam gefühlt und nicht nur mechanisch ausgeführt wird. Es ist ganz einfach, man muss nur die Aufmerksamkeit auf den ganzen Körper richten, statt nur auf die Schrittfolge. Auf das Erleben der Bewegung, des Raums, der Musik und der anderen Tänzer, falls welche da sind. Statt nur aktiv zu tanzen sollte man beim heilsamen, magischen tanzen eher erleben wie der Körper tanzt, und ihn machen lassen, während die Aufmerksamkeit beim Genuss der Bewegung verweilt.

Magic Power Drum

Magic Power Drum

Hi, das bin ich bei einer meiner Lieblingsbeschäftigungen: Andere Menschen – und natürlich auch mich selbst – auf schamanische Art (in Trance) betrommeln. Eine erdig-energetisierende und sehr heilsame Angelegenheit.


Archive

Gib Deine E-Mail-Adresse an um diesem Blog zu folgen und Benachrichtigungen über neue Einträge zu erhalten.

Enter your email address to follow this blog and receive notifications of new posts by email.

Schließe dich 34 Followern an

Abonnierte Blogs

Werbeanzeigen

Meeresrauschen...

... und Runengeflüster

schamanenpfade

Entzünde dein Seelenfeuer!

Urkraft - Werke

Danny Gross

rangdrol's Blog

open space - luminous clear - empty mind

Unter Deine Haut

Andreas Gerner's Blog über Selbstheilung mit Neurodermitis und Hochsensibilität

Womanessence

Einfach göttliche Frauenretreats

Lina Lunas Welt

Aus meinem Leben mit 2 Katzen, Yoga, Musik und vielem mehr.

Gingerclub's Blog

Online Seminare für natürliche Gesundheit - Körper, Geist und Seele

4p2p's Blog

Bewusster Leben

Wissenschaft3000 ~ science3000

Recht auf Wahrheit! ~ Die Wahrheit leben! ~ Wahrheit und Friede!

Nachrichtenbrief

www.orgonomie.net

philmus

Musik & Philosophie

Frida's Text-Studio

Hier stelle ich "meine Schreibe" vor, meinen ersten veröffentlichten Roman, Lyrik, Märchen, gelegentlich ein Bild oder Foto

erwinphotos

….es ist mir eine Freude - Dir meine Fotos zu zeigen…..

The WordPress.com Blog

The latest news on WordPress.com and the WordPress community.