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Gesundes Wohnen Teil 3 – Der Kuschelfaktor Deiner „Höhle“

In diesem vorerst letzten Teil meines Ausflugs in die geomantische Welt geht es um das „Lehnstuhlprinzip“ im Feng Shui. Mit ihm kannst Du Dir einen geborgenen Platz schaffen. Für Dein Haus von außen, den Garten, die Terrasse. Innen bei Sitzplätzen, Bett, Sofa, Schreibtisch etc.

Es ist auch nützlich zu wissen, dass ein schlecht geschützter Sitzplatz Deine Verhandlungsposition bei Geschäftsgesprächen schwächt, z.B. wenn Du die Tür im Rücken hast. Die Lebensenergie sinkt dann ab und Du wirst emotional labiler, neigst eher zu Überreaktionen, bist Dir Deiner selbst nicht mehr so sicher, fühlst Dich evt. angegriffen. Irgendwas ist im Rücken, das Dir keine Ruhe lässt, Dich verunsichert. Aus raumpsychologischer Sicht will jemand, der dir einen solchen Platz zuweist, Dich tendenziell über den Tisch ziehen, zumindest aber einen gewissen zusätzlichen Vorteil. Viele Schreibtische sind so angeordnet, dass Besucher mit der Türe im Rücken sitzen. In so einem Fall kannst Du auf einen anderen Platz bestehen, oder den Stuhl so drehen, dass die Tür nicht mehr im Rücken steht. Für produktive Gespräche ist ein harmonischer 120°-Winkel der Gesprächspartner zueinander ohnehin günstiger, als der konfrontierende (aber manchmal auch ergänzende) 180°-Winkel.

Je sensibler Du bist, davon geh ich aus in diesem Blog, desto stärker wirken sich diese Faktoren auf Dich aus. Das Lehnstuhlprinzip bezieht sich auf die physischen Faktoren der Umgebung, es ist also eine vergleichsweise grobe Ebene der feinstofflichen Kräfte. Deshalb wirkt sie auch für Viele deutlich körperlich und empfindungsmäßig stark.

Auch Materialien, Farben und Ausstattung üben viel Einfluss aus auf fundamentale Lebensgefühle … Urvertrauen, Stabilität, Sicherheit und Geborgenheit, Lebensfreude, OK sein, Angenommen sein… wenn Du das Lehnstuhlprinzip an den wichtigsten Plätzen verwirklicht hast, solltest Du Dich um eine Ausstattung kümmern, die viel „nährende“ Wärme und Geborgenheit ausstrahlt. Mein Leitfaden ist, alle Flächen und Bauteile, die berührt werden, sollten aus tendenziell warmen und weichen Materialien bestehen. Fenster- und Türöffnungen sind Löcher in der schützenden Haut. Ggf. mit schweren Vorhängen stabilisieren. Gerade „solare Architektur“ mit viel Öffnungsanteil steht im Widerstreit zum Sicherheitsgefühl.

Neurodermitiker würden oft gerne „aus der Haut fahren“. Wenn wir diese Symbolik weiterführen, würden sie gerne die „dritte Haut“, also die Wohnung verlassen, und in einem weiteren Schritt vielleicht das ganze Umfeld, das Gebiet und das soziale Milieu. Irgendwohin wo weniger Konflikte, Belastung und Stress auftreten, und wo sie regenerieren können.

Neurodermitis und Hochsensibilität ist eine erschöpfende Angelegenheit. Das wird mir immer bewusster, je stabiler meine Haut wird. Die Immunschwäche bleibt erst mal, auch wenn wenig Entzündungen mein System zusätzlich belasten. Ich werde schnell erschöpft und bei längeren Belastungen, z.B. durch Konflikte, muss ich schnell Lösungen finden, weil sie mich merklich schwächen, regelrecht runterziehen. Dazu brauche ich Selbstbehauptungskräfte, und die kommen aus der Geborgenheit, dem Wohlbefinden und der Lebenslust.

Lehnstuhlprinzip

Das „Lehnstuhlprinzip“ beschäftigt sich also damit, wie ein vorteilhafter Bauplatz aussieht und wie ein Gebäude in die Topographie eingebunden wird. Aus diesen Kriterien wird auch abgeleitet, wie ein guter Ruheplatz oder Arbeitsplatz im Innenraum arrangiert wird. Manfred Kubny beschreibt in seinem Standardwerk “Feng Shui – Die Struktur der Welt” die starken Bezüge der Form solcher topographisch vorteilhafter Plätze mit der Form des weiblichen Schoßes. Selbstverständlich hat die geborgen-nährende, schützende, warme und weiche Qualität viel mit dem mütterlichen Prinzip zu tun. Spirituell ist dafür in erster Linie die weibliche Seite des Göttlichen zuständig, die Göttin.

Das Lehnstuhlprinzip geht auf die archaische Suche nach einem guten Platz zum lagern, wohnen, leben etc. zurück. Auf die Erfahrung der Natur, des Klimas, der Pflanzen und Tiere. In früher Zeit pflegten die Menschen eine animistische bzw. schamanische Weltanschauung. Demnach ist alles belebt, und in der Topographie wirkten Geister auf die Menschen ein. Aus diesem Hintergrund stammen die Zuordnungen zu den “5 mystischen Tieren” Schildkröte, Drache, Phönix, Tiger, und Schlange für die Mitte (das “Tai Chi”).

Der Aufbau ist ganz einfach. Nach vorne in Blickrichtung (Phönix) soll Ausblick sein, im Rücken (Schildkröte) ein massiver, möglichst hoher und fester Schutz. Links und rechts ebenfalls schützende Masse, jedoch nicht so hoch wie im Rücken. Der Eingang zum Haus oder zum Raum – für beide Fälle gilt dieses Prinzip – soll im Bereich mit freiem Ausblick liegen. Denn von dort – aus der Weite – kommt am meisten Chi, Lebensenergie ins Haus.

Links (Drache) und rechts (Tiger) eines Sitzplatzes können Möbel, Pflanzen, Stehlampen etc. stehen.

 

 

image

 

Die Türe im Rücken wirkt wie ein Messer (die Chinesen nennen diese Art disharmonisches Chi “versteckte Pfeile”), es verunsichert stark und bindet viel Energie. Für Arbeitsplätze ist das schlecht, kann zu Unfällen beitragen. Bei kleineren Küchen mit U-Anordnung der Arbeitsfläche ist zur Abhilfe ein Spiegel sinnvoll, damit Du die Tür im Rücken sehen kannst. Damit schafft man eine psychologische Entlastung, aber aus lebensenergetischer Sicht bleibt dieser Platz geringer geeignet, da das Chi durch die Türe in den Raum fließt und aus den Fenstern nach draußen.

Wo viel Verglasung ist, kann mit schweren Vorhängen und vorgestellten Raumteilern für Sichtschutz gesorgt werden. Ganz wichtig ist ohnehin Sichtschutz von Außen, denn es hat wenig mit Privatsphäre zu tun, wenn man im Privatleben von Unbekannten beobachtet wird.

 

 

Wohnraum

© 1998 Joy Verlag – Graphik: Michael Posen

Beispiel für einen Sitzplatz mit ausgestaltetem Lehnstuhlprinzip. Die Lampe aus Metall stellt einen Bezug zum spirituellen Element des Tigers, die Pflanze zum Element des Drachen her.

 

Versuch macht klug… Ich habe einige Beispiele in Petto, wo eine schlichte Drehung des Schreibtisches für den entscheidenden Schub in Richtung beruflichen Erfolg geführt, und eine gemütliche Gestaltung des Schlafzimmers das Liebesleben in Schwung gebracht hat. Viel Spaß beim experimentieren!

 

 

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