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Heilmantra für chronische Prozesse

Ein Mantra ist ein Spruch oder Lied, das durch Wiederholung Wirkungen zunächst auf der spirituellen und mentalen, und mittelbar auf der emotionalen und körperlichen Ebene erzielt. Typischerweise wird es 9 Mal oder ein Vielfaches von 9, oder 108 Mal rezitiert.

Buddhistische und hinduistische Mantren wie dieses werden in Sanskrit formuliert, einer spirituellen Sprache. Sie lassen sich nicht eindeutig übersetzen, sondern spiegeln immer die Einheit allen Seins wieder, die wiederum keinen Raum und keine Zeit kennt, sondern nur essentielle Qualitäten. Je länger ein Mantra ist, desto spezieller ist seine Wirkung. Das kürzeste und allgemeinste Mantra ist „OM“, der Urlaut, mit dem das Universum seinen Anfang nimmt.

In den genannten Lehren existiert ein umfangreiches System von Mantrem. Ich setze sie regelmäßig für meine Heilung und Persönlichkeitsentwicklung ein.

Dieses Mantra ist im Video wirklich schön gestaltet und kann heilsame Kräfte in chronischen Prozessen freisetzen:

Om trayumbakam . dshayamahe sugandim pushti vardanam . urvar ukamiva bandanam . mrityor muksheeya mamritat

 

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Galdr – Poesie

Wie im letzten Artikel erwähnt gehe ich davon aus, dass alle wahrhafte Heilung im Geist oder anderes Wort – in der Psyche beginnt. Und so gibt es ein ganzes Universum von Künsten, die sich mit der Heilung des Geistes befassen. Was ist eigentlich in diesem Zusammenhang mit „Geist“ bzw. „Psyche“ gemeint? Ich verstehe darunter Gedanken und Gefühle, Gewohnheiten und Verhaltensweisen und die Art wie jemand wahrnimmt und damit umgeht. Einige dieser Vorgänge geschehen bewusst und andere nicht, die passieren quasi automatisch, ohne offensichtlichen Grund, z.B. aus erlernten Verhaltensmustern heraus, die teilweise wie Computerprogramme in uns arbeiten. Mechanisch, automatisch, unreflektiert, ohne nachzudenken, ganz so wie Du Dir morgens die Zähne putzt und Deinen Morgentee kochst.

Das ist ein weites Feld auf das ich jetzt nicht näher eingehe. Sagen wir einfach – wir haben Gewohnheiten die wir nicht so einfach ändern können oder wollen, oder sollen, oder gar dürfen. Und einige von denen sitzen tief im Unbewußten und beeinflussen uns ganz fundamental. Wie z.B. die Angst vor dem Tod, oder die Überzeugung dass die Natur uns feindlich gesonnen ist, weswegen wir sie demnach beherrschen und kontrollieren müssen.

Wer mit chronischer Erkrankung „gesegnet“ ist kann davon ausgehen, dass es eine Reihe Ursachen dafür gibt, die tief im Unbewußten verankert sind. Wenn es anders wäre, würde nach ein paar Jahren unweigerlich die vollständige Heilung eintreten. Nach meiner Überzeugung tut jeder Mensch zu jeder Zeit das Beste, das er gerade tun kann. Jeder würde sich also heilen wenn er die Ursachen kennen würde. Außerdem ist die Natur und der menschliche Körper mit atemberaubenden Fähigkeiten zur Regeneration und Selbstheilung ausgestattet. Das ist doch offensichtlich und ständig überall sichtbar!

Also – es MUSS bei chronischen Prozessen ganz vehemente Vorgänge im System geben, die die Lebendigkeit inklusive Selbstheilung massiv boykottieren!

Dazu eine letzte sehr wichtige Anmerkung, bevor ich endlich zum eigentlichen Thema komme:

Es existiert kein Mensch, kein Lebewesen, das KEINE chronische Störung in sich trägt! Denn auch dies ist ein Naturgesetz, dass nur Lebewesen überlebensfähig sind, die Regenerationsfähigkeit entwickelt haben. Es ist eine Tatsache, dass jeder Mensch eine Art Wunde in sich trägt, die niemals vollständig heilen wird. Gerade die Beschäftigung mit dieser Wunde setzt die Selbstheilungsfähigkeiten des Menschen in Gang!!!

Der Unterschied ist, das meine Wunde, genannt Neurodermitis, sehr offensichtlich und sichtbar ist, doch das ist noch lange kein Grund, sie als schwerwiegender einzustufen als die Wunde eines x-beliebigen Mitmenschen. Es kann sogar spannend und würdevoll sein, sich einmal genau so lange und intensiv über die verdeckte Wunde des Mitmenschen zu unterhalten als über meine oder Deine sichtbare Neurodermitis-Wunde!

So, das musste mal gesagt werden, bevor ich jetzt zur besagten Galdr-Poesie komme!

Galdr ist ein Weg, über Poesie Dinge auszudrücken, die man in einem vertretbaren Umfang eben nicht mit vernünftiger Sprache ausdrücken kann, Weil sie zu komplex sind. Wie z.B. die Liebe zu einem Menschen, das Erhabene einer spirituellen Erfahrung, oder auch der Schmerz über eine Krankheit. Also – wie Kunst wirkt auch Poesie tief hinein ins Unbewusste.

Dort ins Unbewusste wollen wir mit Galdr – Liedern eine Art Samen hineinsetzen, der dazu führen soll, die Lebensstrukturen sinnvoll zu verändern. Also z.B. eine Krankheit heilen, einen besseren Arbeitsplatz bekommen, mehr Abwechslung und Lebendigkeit in der Liebe entwickeln etc.

Man kann also konkrete Sachverhalte damit verändern oder sich neue Fähigkeiten erwerben durch die Galdr – Praxis.

Galdr kommt aus der nordischen Tradition, also aus dem keltischen und germanischen Kulturkreis. Die Rezitation eines Galdr-Liedes wird in ein Ritual eingebunden. Es werden Gottheiten angerufen, die zum Thema passen, und es werden archetypische Lebenskräfte gerufen, symbolisiert durch die Runen – heilige Schriftzeichen, die überall auf der Welt genutzt wurden, aber ganz besonders in der nordischen Kultur.

Vielleicht hast Du mal wahrgenommen, dass die Runen von den Nazis missbraucht wurden für ihre völkische Ideologie. Das ist richtig, doch Runen sind vor vielen tausend Jahren bereits entstanden, und sind in ihrer symbolischen Bedeutung nicht von außen veränderbar. Sie sind deswegen, obwohl verwirrte Nazis sie auf ihre Weise umgedeutet haben, noch immer positive Archetypen des Lebens.

Die Runen eines in sich geschlossenen Runen – Alphabets symbolisieren in ihrer Gesamtheit das Universum. Genauso wie das beim indischen Sanskrit oder auch dem hebräischen Alphabet der Fall ist. Es sind also heilige Schriftzeichen, die gleichzeitig Lebensenergien repräsentieren. In der Galdr-Praxis werden sie als spirituelle Symbole genutzt, um bestimmte Kräfte zu rufen. Das Galdr-Lied beschreibt auf poetische Weise die für die Absicht des Rituals wichtigen Aspekte der Kräfte.

Heute habe ich ein Galdrlied zelebriert, das eine fundamentale Schwäche meinerseits heilen soll. Es geht um meine suboptimale Anpassungsfähigkeit an die Rhythmen des Lebens. Also z.B. gesunde Schlafzeiten, regelmäßig überschaubar essen, anstatt selten ganz viel, während der Arbeit an die Arbeit denken und während der Freizeit an Freizeitbeschäftigung denken, das Wichtigste zuerst erledigen. Das hat viel mit meinem ADHS zu tun, dass ich mich zu schnell ablenken lasse, und auch mit den Schlafstörungen die dann die Neurodermitis stark beeinflussen bzw. auch zum Neuro-Formenkreis dazugehören. Es geht auch darum, zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein, und die Gewohnheit zu entwickeln, meine Aufgaben ohne Druck zu erledigen.

OK, das ist jetzt Premiere, mein erstes veröffentlichtes Galdrlied. Es ist so wie 95% meiner Galdrlieder entstanden. In einem Zug aufgeschrieben ohne lange nachzudenken, mit ein paar kleinen stilistischen Korrekturen zum Schluss.

Begleitende Gottheit ist Eir, die Göttin der Heilung (über Berkana gerufen)

 

Fehu (Kraft holen)

Weg so weit, geht nie an Dritte

Finde Dich in Deiner Mitte

Kommt heran der Seele Plan

 

 

Sowulo

Der Sonnenlauf – des Lebens Lauf

Bald wird wohl Dir Kraft anstehn

Aus Sonnenlicht und Sternenseen

 

 

Dagaz

Umrundet nur für lange Zeit

Nun soll direkte Tat anstehn

Beende Deine Werke schnell!

 

 

Uruz

Wird Kraft Dir zuwachsen auch aus Gewinn

Gesundheit hilft Dir scheiden

Arbeit von Freizeit und Wachen von Schlaf

Und gute Nahrung zur rechten Zeit Dich stärkt

 

 

Cweorth

Der rechte Ort am Feuer wird stets

Dich wärmen und Ruhe Dir schenken

Das Feuer Deines Herzens wird Anderen zum Halt

 

 

Ehwaz

Und Liebe gibt Freude und Mut

Und rechte Hingabe Beweglichkeit

So fließt es in Dir und um Dich

 

 

Thurisaz

Immun wirst Du mehr und mehr

Vor äußeren Gefahren

Klein hast lange genug Dich gemacht

Nun heißt es Stärke zu zeigen

 

 

Hagalaz

Und Leben formt sich um Deinen Kern

Deine Seele will sich entfalten

Jetzt kommt die Zeit, die Aufgabe zu sehn

Den Ruf Deiner Seele versteh!

 

 

Kenaz

So heilt jetzt die Wahrheit

Und macht’s Dir auch Angst

Am Ende schafft Wissen Ordnung ganz sanft

 

 

Othala

Und weißt Du was Deine wahren Aufgaben sind

Werden Familie und Ahnen Dich sehn

Und Du wirst die Wurzeln schlagen die Du brauchst

Um kraftvoll und gut genährt zu wachsen

 

 

Raidho (ans Ziel bringen)

Und so soll es sein, nun reih Dich ein

In den Fluss und die Rhythmen der Zeit

Schon zeigen die ersten Früchte

Die Fülle und Gnade der Ewigkeit.

 


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