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Hochpotenz – Homöopathie

Eine besondere Schule der Homöopathie nennt sich die „Kreative Homöopathie nach Antonie Peppler®“. Die Vorgehensart dieser Heilkunde unterscheidet sich erheblich von der klassischen Homöopathie, und die Begründerin der Lehre nennt einige doch recht verlockende Vorteile.

Da sich mein Blog auf persönlichen Erfahrungen stützt, erhebe ich auch hier keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Fehlerfreiheit in meinen Ausführungen, sondern gebe das wieder, was ich erfahren und wie ich es  wahrgenommen habe, ohne umfassenden Recherche-Hintergrund.

Vor einigen Monaten habe ich Antonie Peppler persönlich kennen gelernt, durfte dabei einige faszinierende Dinge lernen, und kürzlich habe ich einen Arzt in Münster gefunden, der mich nun nach ihrer Methode behandelt. Im Seminarzentrum-Shop meines spirituellen Lehrers Walter Lübeck habe ich schon seit einigen Jahren immer wieder mal in Antonie Pepplers Bücher hineingeschnuppert, und war angetan von ihren für mich Laien verständlich ausgeführten Erklärungen der Mittel und psychosomatischen Hintergründen körperlicher und emotionaler Symptome.

 

Antonie Peppler

          Antonie Peppler

Psychosomatischer Schwerpunkt

Da sind wir schon bei einem interessanten Merkmal der KH – es wird ausgiebig auf psychische Symptomen und Wirkungsweisen eingegangen. Soweit ich es verstanden habe mehr als die klassische Schule nach dem Begründer der Homöopathie, Samuel Hahnemann. Vielleicht hat diese Entwicklung auch etwas mit der Zeitqualität zu tun, dass wir heute viel mehr Probleme mit komplexen Krankheitsbildern haben, die eine verstärkte psychosomatische Komponente aufweisen.

Die „Symptomsprache des Körpers“ wird lt. Pepplers Aussagen gründlich beachtet. Damit ist gemeint, dass jeder Körperteil einen Bezug zur Psyche hat, und wenn da ein Symptom auftaucht, dann hat das Symptom auch eine psychische Bedeutung.

 

Dazu ein Beispiel:

Kurz nach meiner ersten Sitzung bekam ich eine Entzündung im Nagelbett des rechten Daumens. Nachdem einmal etwas Eiter ausgetreten war, heilte es wieder. Mein Arzt interpretierte den Vorgang dann nach der Symbolsprache (als Botschaft des Körpers) so: „Ihr Daumen steht für den Wunsch nach Unterstützung. Auf der rechten Seite bezieht es sich auf den Vater (links wäre die Mutter). Die Entzündung steht für die Wut, dass sie in der aktuellen Situation ihre Energie zurückhalten, und immer noch auf die Unterstützung durch den Vater warten.“

Solche Aussagen triggern Erinnerungen und Gefühle an und fördern, zumindest bei mir, die Heilungsbereitschaft und Entschlossenheit zur Veränderung entsprechender Verhaltensweisen. Im Rahmen der ersten Behandlungsgespräche wurde eine Reihe von Themen auf diese Art angesprochen, wobei jedes Thema und jedes Symptom einem oder mehreren homöopathischen Mitteln zugeordnet wurde. Jedoch wurden längst nicht alle Symptome so besprochen, die Behandlung stellt keine Psychotherapie dar. Das wesentliche Wirkelement sind die homöopathischen Arzneien. Dabei gibt es „große Mittel“, die sehr weitreichende und komplexe Wirkungsspektren aufweisen, und „kleine Mittel“, die ganz spezielle Symptome betreffen.

 

Mehrere Mittel auf einmal

In der klassischen Homöopathie wird meist nach einem einzelnen Mittel gesucht, das dann eine zeitlang verabreicht, und schließlich durch ein anderes Mittel ersetzt wird. Nach längerer Behandlungszeit soll dann ein sogenanntes „Konstitutionsmittel“ gefunden werden, das wie eine Art Allheilmittel für den Patienten wirkt, weil seine Charakteristik dem betreffenden Menschen sehr ähnlich ist.

In der „Kreativen Homöopathie“ werden hingegen viele Mittel auf einmal verabreicht. Hier gilt eher das genau umgekehrte Prinzip, dass der Behandler möglichst alle in Frage kommenden Mittel herausfinden und verabreichen soll. Dieser Cocktail an homöopathischen Mitteln nennt man Komplexmittel. Für manche Symptomgruppen (z.B. bestimmte Erkrankungen in der Vergangenheit, wiederkehrende Symptome in der Familiensippe etc.) gibt es auch fertige Mischungen, auf die der Behandler zurückgreifen kann.

Was ist das Besondere an homöopathischen Heilmitteln?

 

Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt

… so lautet das wichtigste von Samuel Hahnemann formulierte Prinzip, nach dem homöopathische Arzneien funktionieren. Der Ausgangsstoff für ein solches Medikament kann alles sein. Einzelne chemische Elemente, Mineralien, Pflanzen, Stoffe die von Pflanzen und Tieren produziert werden (z.B. Schlangengifte) und sogar Krankheitserreger (sie bilden eine besondere Gruppe). Vereinfacht gesagt gilt das Prinzip, dass z.B. eine Infektion durch die Gabe des auslösenden Bakteriums geheilt wird, in stark verdünnter (homöopatisierter) Form.

Es gibt mehrere tausend Mittel, und zu jedem dieser Medikamente existiert eine Beschreibung, welchen körperlichen, geistigen und seelischen Befindlichkeiten und Charaktereigenschaften das Mittel ähnlich ist, also ggf. helfen kann. So eine Beschreibung liest sich wie eine Art Charakterbeschreibung. Anders als bei den allopathischen Medikamenten (also die chemischen Heilmittel der zeitgenössischen Schulmedizin) wird im Beipackzettel bzw. der Mittelbeschreibung in den einschlägigen Fachbüchern, keine Angabe gemacht, gegen welche Krankheiten das Mittel helfen soll.

Der Homöopath vergleicht also eher den Menschen mit seiner Vielzahl von Eigenschaften mit den Heilmitteln (die er kennt und nutzt …. das sind nicht zwingend alle Mittel die es gibt, und es werden auch ständig neue Mittel entwickelt). Die Grundlage für diesen Vergleich ist die Erstanamnese. Dafür gibt es ausführliche Fragebögen, nach denen z.B. alle Krankheiten erfragt werden, die der Patient jemals hatte und auch Erkrankungen in der Familie und der Vorfahren.

Soweit ich weiß, nutzen Behandler der Kreativen Homöopathie in der Regel ein Computerprogramm, in dem die vielen Mittel in einer Datenbank gespeichert sind, für ihre Auswahl. Mein Arzt hatte beim Erstgespräch auch eine dicke Mappe auf dem Schreibtisch liegen, die viele kleine Röhrchen mit den Mitteln enthielt.

 

Informations – Medizin

Neben der oben beschriebenen Qualität gibt es in der Homöopathie auch eine Art von Dosis. Diese hängt aber nicht von der verabreichten Menge ab, sondern von der Konzentration des Ausgangsstoffes in Alkohol. Die Konzentration wird „Potenz“ genannt. Bei homöopathischen Potenzen verhält es sich völlig anders als bei der Dosierung allopathischer Heilmittel. Hier gilt das Prinzip: Je höher der Verdünnungsgrad desto tiefer geht die Wirkung!

Homöopathie ist ein Zweig der Informationsmedizin. Der Ausgangsstoff wird bei der Herstellung der Medikamente so weit in Alkohol verdünnt, dass er bei den Hochpotenzen nicht mehr chemisch nachgewiesen werden kann. Trotzdem ist die Schwingung darin enthalten als Information. Sie wird auf einer quantenphysikalischen Basis gespeichert. Ein solches Heilmittel beeinflusst meiner Meinung nach das Nervensystem, das Wasser im Körper, und wird auf einer geistigen Ebene vom Menschen wahrgenommen. Übrigens funktioniert es auch bei Pflanzen und Tieren!

Das Überschreiten der Grenze zur chemischen Nachweisbarkeit des Wirkstoff ist einer der Hauptgründe, warum die Wirkung der Homöopathie gerne von Naturwissenschaftlern, Medizinern und Mainstream-Medien wie z.B. dem Nachrichtenmagazin Spiegel, belächelt und angezweifelt wird. Häufig wird, auf die massenhaften Erfolge angesprochen, von Placeboeffekten geredet. Ich persönlich halte diese Missachtung von Erfahrungswerten für überheblich, und denke, dass hier auch finanzielle Interessen der Pharmaindustrie eine entscheidende Rolle spielen.

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             Samuel Hahnemann

Hochpotenzen

Wie oben schon erwähnt wirken die Mittel umso tiefer, je höher der Verdünnungsgrad oder, in der Fachsprache, je höher die Potenz des Mittels ist. Es wird hier unterschieden zwischen Niedrigpotenzen (der Stoff ist teilweise noch chemisch nachweisbar), mittleren und hohen Potenzen.

Vereinfacht kann man sagen, dass Niedrigpotenzen hauptsächlich körperlich wirken. Mittlere Potenzen wirken bereits auf die Psyche, und Hochpotenzen eignen sich für die oben beschriebene ganzheitliche Behandlungsweise nach „Konstitutions-Typen“. Hochpotenzen beeinflussen die Wirkung der Seele auf Körper und Geist, man kann geistige Zustände mit ihnen verändern.

In der Hochpotenz-Homöopathie nach Antonie Peppler werden ungewöhnlich hohe Hochpotenzen verwendet, die bei klassischen Homöopathen nur mit großer Vorsicht verordnet werden. Das hat laut Peppler den Vorteil, dass die Heilung wesentlich schneller in Gang kommt. Und sie soll auch nachhaltiger sein, weil Krankheiten und sonstige unangenehmen Symptome nur vollständig heilen können, wenn ihre seelisch-geistige Ursachen behoben werden.

 

Ablauf der Behandlung gemäß “Kreative Homöopathie”

Die Kreative Homöopathie scheint also potentiell schneller, tiefer und gründlicher zu wirken. Im oben verlinkten Video drückt es Frau Peppler so aus: „Ja ich habe Termine frei, denn meine Patienten pflegen gesund zu werden.“ Sehr selbstbewusst, das darf man natürlich nicht als Heilungsversprechen auslegen, denn ein solches zu geben ist illegal. Gesundung darf man im naturheilkundlichen Sinn immer nur ganzheitlich verstehen, nicht als Auflösung eines bestimmten Symptoms oder Erscheinungsfreiheit einer offiziell, also aus schulmedizinischer Sicht, unheilbaren Neurodermitis. Ich glaube jedoch daran, dass es für mich eine Heilung der Neurodermitis gibt, und setze mich dafür ein.

Da die Hochpotenz-Homöopathie sehr auf die geistig-seelische Ebene geht, gefällt mir das Verfahren sehr gut, weil ich mich in meiner eigenen spirituellen Heilarbeit ohnehin schon ständig auf dieser Ebene bewege. Es passt also wunderbar zusammen. Ob es so schnell, tief und gründlich wirkt, wird sich herausstellen. Ich hoffe es natürlich, und meine nun ca. 2 Monate Erfahrung hat definitiv viel gebracht auf angenehme Weise (ohne unangenehme Heilreaktionen).

Vor der Behandlung habe ich einen sehr ausführlichen Anamnesebogen bekommen, in dem ich meine Symptome, Gewohnheiten, Vorlieben, Empfindlichkeiten, familiären Konstellationen, psychische Faktoren, Krankheitsgeschichte persönlich und familiär etc. beschrieben habe. Diesen sandte ich zurück und einen Monat später war dann das Erstgespräch. Das dauerte 21/2 Stunden.

Eine Besonderheit bei der Kreativen Homöopathie ist, dass man schon im Gespräch Röhrchen mit den in Frage kommenden Mitteln in die Hand bekommt. Der Behandler beobachtet dann die Wirkung. Da es sich um energetisch wirkende Mittel handelt, wirkt auch schon das bloße in der Hand halten. Bei einigen der Mittel spürte ich sofort starke Veränderungen meiner Befindlichkeit. So etwas kenne bestens von Bachblüten, Heilsteinen, und spirituellen Heilkräften wie Reiki und Engelenergien.

Am Ende des Gesprächs war ich ziemlich erledigt aber irgendwie glücklich, weil der Arzt während des Gesprächs wirklich sehr tiefgreifende Erkenntnisse über die Ursachen meiner Erkrankungen, meine wichtigsten Konflikte, und viele Nebenaspekte feststellen konnte, die mir bislang nicht so bewusst waren. Ich spürte, und merke auch jetzt durch die Prozesse, die ich in den 2 Wochen durchlaufen habe, dass es sehr gut auf die richtige Spur geht. Und es geht in einer hohen Dynamik ab, die mir gut tut, und die ich in meiner früheren Behandlung in klassischer Homöopathie, und in früheren Psychotherapien, vermisst habe.

Redet man mit manchen klassischen Homöopathen über Hochpotenz-Mittel, haben die meines Erachtens zuviel Respekt oder gar Angst vor den hohen Potenzen. Sie denken, diese Mittel lösen zu starke unerwünschte Heilreaktionen aus (das sind naturheilkundlich im Grunde erwünschte, durch Selbstheilungsprozesse des Körpers und Geistes verursachte akute Symptome, die dann wieder abheilen …. nicht zu verwechseln mit „Nebenwirkungen“). Vielleicht ist das ihre Erfahrung, aber ich kann es bislang nicht bestätigen.

Meine Reaktionen waren eher kleinere Symptome, die kleine erwähnte Entzündung, ein paar mal Einschlafstörungen (die ich aber im „Normalfall“ auch manchmal habe) oder eine leichte Bronchitis. Dafür träume ich jetzt sehr viel öfter und OK meine Psyche ist teilweise unsicher, fragend, forschend… Veränderung liegt eben in der Luft. Alles in allem ist meine Befindlichkeit besser geworden seit der Behandlung, und ich bin in einer Aufbruchstimmung. Habe sehr viel Lust bekommen, konkrete und teilweise überfällige Verbesserungen in meinem Leben anzugehen. Meine Haut ist definitiv besser geworden, das bekomme ich jetzt auch öfter von Bekannten gesagt. Es ist einiges Positives mehr passiert in meinem Privatleben, von dem ich hier erst mal gar nicht schreiben will, da eben privat. Weil es so gut läuft in vielerlei Hinsicht, wollte mein Arzt keine weiteren „Fässer aufmachen“, und hat mir daher erst mal nicht so viele neue Mittel gegeben. Mittlerweile fühle ich mich so stabil, dass ich mir vorgenommen habe, beim nächsten Mal mutig ein paar weitere Altlasten anzugehen.

Youtube Vortrag A. Peppler "Grundlagen der Kreativen Homöopathie"

Wikipedia – Homöopathie

Veränderung nein danke?!?

 

Patrick Süßkind beschreibt in seinem Roman „Die Taube“ die Not eines Mannes mit einer winzigen Veränderung seines privaten Lebensraums. Eines schönen Tages hat sich eine Taube auf dem Gang vor seinem Appartement verirrt und einige Marken ihrer Verdauungsaktivität dort hinterlassen. Der Mann gerät darüber so sehr in Verunsicherung, dass er infolge solcherart Provokation Dinge tut, die er niemals vorher getan hat. Er redet mehrere Sätze am Stück mit seiner Hausherrin, mit Inhalten, die weit über das übliche „Guten Tag“ hinausgehen. Er meldet sich krank, er zieht in ein Hotelzimmer, er denkt nach über seine Kindheit, seinen Vater, seine Adoptiveltern, seine Armeezeit …. Dinge die er sonst niemals zu tun pflegt.

Aus Sicht der vedischen Chakrenlehre zeigt dieser Mensch mit seiner Überforderung intensivste Anzeichen eines chronisch überlasteten bzw. schlecht entwickelten Solar Plexus – Chakras. Die Abgrenzung funktioniert nicht, der Mann kann sein Ich nicht behaupten und reagiert deshalb extrem empfindlich auf Veränderungen in seiner Privatsphäre.

Ähnliche Probleme finden sich häufig bei sensiblen Menschen und Neurodermitikern. Die geschädigten Organe Haut, Lunge und Darm sind „Kontakt-Organe“ mit der Umwelt. Sie reagieren mit Trockenheit, Juckreiz, sonstige Gereiztheit und Entzündung auf Umgebungseinflüsse. Auf der psychischen Ebene entsprechen emotionale Empfindlichkeiten dieser Thematik, und auch der Wunsch, dass alles so bleiben soll wie es ist. Wenn es schlimm wird mit der Haut, wenn sie entzündet ist, spannt, juckt und vor allem wenn Stellen offen sind und nässen, werden selbst leichte Temperaturveränderungen zum Stress und Schmerzfaktor. Dann schwindet schnell auch der letzte Rest Lust auf die Außenwelt, die Salbe wird zum Schutzpanzer oder, wie ich es bei einigen Neurodermitikern beobachtet habe, der Körper legt sich ein schützendes Fettpölsterchen zu. Das Thema Schutz wird groß und wichtig. Weil die natürliche Immunabwehr sehr geschwächt ist, ebenso das Ich, die Abgrenzung, die Selbstbehauptung.

Rückzug vor dem Leben ist natürlich auf Dauer keine Lösung, und sich auf das Leben einzulassen bedeutet, sich auf Veränderung einlassen, denn Leben bedeutet Veränderung und Entwicklung, während Bewegungslosigkeit und Starrheit Tot bedeutet. Leben ist Entwicklung und Prozess und das ist gut so, denn sonst würde ich mit den Neurodermitis-Symptomen die ich in all den Jahren erlitten habe, alle Hoffnung und Lebensfreude fahren lassen. Mir ist auch noch kein Mensch begegnet, der nicht irgendwie gelitten hat, oder Träume, Wünsche, Ziele besitzt, die ihn zu Veränderung veranlassen würden, wenn er sich die Heilung oder den Erfolg gestatten würde.

Stell Dir vor, das Leben sei ein Fluss, der dem Mutterschoß – der Erde – entspringt, durch Landschaften – Erfahrungsräume – fließt, sich immer wieder mit anderen Wesen vereinigt. Sein Weg verläuft nicht gerade, denn kein Bach oder Fluß fließt gerade. Er mäandert durch das Land, und deshalb sieht das Wesen, das in ihm schwimmt nicht, was es hinter der nächsten Biegung erwartet. Es gibt Wirbel, Steine und Wasserfälle im Flussbett, und selbstverständlich kann sich das Wesen an einen Stein klammern oder einen Baum am Ufer, oder an ein anderes Wesen. All das Klammern hat Konsequenzen, manchmal gute und manchmal schlechte. Es besteht die Möglichkeit auf viele Erfahrungen, ständig die gleichen oder immer wieder andere, das Schwimmen im Fluss des Lebens kann trainiert werden. Ob das Wesen schwimmt oder festhält – am Ende seines Lebens wird es loslassen, wenn es sich nicht künstlich gebunden hat, eine Art unnatürliche Anhaftung die ebenfalls möglich ist. Schließlich mündet der Fluss in den großen Ozean, in dem sich all die Wesen ganz nahe kommen, mit spielerischer Leichtigkeit Eins werden, und die Träume, Erfahrungen, Beweggründe und Fähigkeiten sich vermischen zu einem großen Ganzen in dem die Zeit keine Rolle mehr spielt.

Ich unterstelle einem Großteil der sensiblen Menschen eine erhöhte Anpassungsfähigkeit, die sich aus dem Einfühlungsvermögen in die Gefühle und den Willen anderer Wesen ergibt. Wenn ein solcher Mensch intensiven Kontakt hat zu unbeweglicheren Menschen, lässt er sich tendenziell von diesen bestimmen. Langfristig geht er dann mit seinen Bedürfnissen unter und verliert den Kontakt zu sich selbst, weil er sich viel zu sehr anpasst. Wenn nun ein solches Kind sich derartig an die Eltern und ihr soziales Feld anpasst, und diese sind sich als Paar in vielen Punkten nicht einig, oder sind nur noch aus lebenspraktischen Gründen statt aus Liebe zusammen, gerät es in ein Konfliktfeld. Es kann in vielen Situationen nur einem Elternteil gerecht werden, und trägt deshalb viele unlösbare Spannungen in sich, muss sich ständig für den einen und gegen den anderen Elternteil entscheiden.

Von vielen Neurodermitikern weiß ich, dass die Symptome besser wurden, als sie selbständiger wurden und aus dem Elternhaus auszogen. Als Kind fühlten sie sich für die Ehe ihrer Eltern verantwortlich, vielleicht wegen dieser Spannungen und dem „nichts richtig machen können“. In dem provokativen Bestseller “Feuchtgebiete” von Charlotte Roche wird dieses Gefühl der Verantwortung für die Ehe der Eltern ausgiebig und unterhaltsam beschrieben, wenn man Beschreibungen hygienischer Details mag.

Ich habe von Elternbeziehungen erfahren, die über Jahre und Jahrzehnte hinweg immer die selben Konflikte mit sich herumschleppten und einfach nichts dagegen getan haben. Ein einfühlsames Kind muss wütend und traurig sein darüber, die Spannungen sind einfach unerträglich. Und wenn es das nicht zeigen darf, weil sich die Eltern nicht mit den Gründen der Trauer und Wut des Kindes auseinandersetzen wollen, muss das Kind eben eine Neurodermitis und Allergien entwickeln, oder psychische Symptome wie Ängste, Depressionen, Autoaggressionen und ADHS. Irgendwie bricht das Leben eben immer durch, lässt die Seele über den Körper kommunizieren, wenn Worte und Stimmungen nicht ausreichen.

Obwohl Sensible (und das sind Neurodermitiker m.E. in aller Regel) anpassungsfähig sind, brauchen sie doch eine relativ spezialisierte Umgebung, die auf ihre besonderen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Z.B. Schutz gegen Elektrosmog und ständig wechselnde Einflüsse (z.B. Menschen, Lärm, optische Reize in der Stadt), gesunde Nahrung, hochwertiges Trinkwasser, geomantisch hochwertige Örtlichkeiten und eben möglichst konflikt-kompetente Bezugspersonen. Durch diese erhöhten Anforderungen an die Umgebung werden sie vergleichsweise unflexibel und das führt zu erschwerten Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt und im sozialen Leben. Je größer der Druck aus der Umgebung wird, desto größer wird die Überlastung des oben genannten 3. Chakras (Solar Plexus Chakra). Diese Reizüberflutung führt u.a. zu starker Neigung zu Ängsten, zu Schuld- und Ohnmachtsgefühlen, übererregte Nerven, Schlafstörungen, Verlust der Körperwahrnehmung und traumatisierte Bewusstseinszustände.

Die durch das Umfeld angetriggerten Konflikte verstärken sich dadurch, und die Person fällt wie der Protagonist in Die Taube in einen Zustand großer Ängste vor Veränderung.

 

Was bewirkt Angst vor Veränderung?

Jede Interaktion mit anderen Wesen beinhaltet die Möglichkeit der Veränderung. Wenn ich mit einem Menschen in Kontakt kommen will, der über die bloße Sachebene hinausgeht, muss ich mich für ihn öffnen, also bereit sein, mich von ihm verändern zu lassen. Die Angst vor Veränderung führt zu Verschlossenheit, Vereinsamung und im schlimmsten Fall zu autismusartigen Störungen.

Wenn Mensch sich vor der Umwelt verschließe, wird sein Weltbild irreal, und durch dieses Leben aus der Vorstellung, anstelle der der hier und jetzt sinnlich erfahrenen Realität, wird der Kontakt zu anderen Menschen noch schwieriger. Denken und Handeln aus der Vorstellung führt zu Dogmatismus und Machtkämpfen.

Probleme entstehen in jedem Menschen selbst. Das gilt auch für umwelt-sensible Menschen. Bei ihnen kommen die Auslöser von Symptomen und Problemen zwar aus dem Umfeld, aber sie sind selbst für ihre Abgrenzung vor bzw. konstruktiven Umgang mit diesen Auslösern verantwortlich. Probleme können nur gelöst werden, indem Dinge anders gemacht werden als früher, also nur durch Veränderung.

Menschen ziehen oft das Leiden dem Glück und der Gesundheit vor, weil es ein bekannter Zustand ist.

In unserer Zeit, in vielen Kulturen, und besonders in Deutschland haben wir eine besondere „Leid-Kultur“ entwickelt, in der Leid zu einer Tugend stilisiert wird, genauso wie Mangel, Unselbständigkeit und sexuelle Enthaltsamkeit. Wer gerne arm und unterwürfig als „alte Jungfer“ leben will, sollte seine Angst vor Veränderung mit einem dazu passenden Weltbild pflegen, das gerne mit steil erhobenem moralischen Zeigefinger gepredigt wird. Besondere Spannung erhält dieser Bedürfnis-Konflikt aus der Tatsache, dass unser öffentliches Leben, Werbung, Medien, Kultur, prall gefüllt ist mit Wünschen nach Reichtum, Freiheit und Sex. Deshalb lebt ein großer Teil der Deutschen „oversexed and underfucked“. Sie denken ständig an Sex und praktizieren es in wesentlich geringerem Umfang und weniger abwechslungsreich, weniger tief und weniger phantasievoll als sie davon träumen.

Ähnlich bedürftig verhält es sich mit der Qualität der Nahrung, was dazu führt, dass etliche Deutsche in einer der weltweit reichsten Gesellschaften ausgerechnet Unterernährung aufgrund Vitalstoff- und Wassermangel als Krankheits- und Todesursachen produzieren.

Das Leben hält jedoch für jeden Menschen Möglichkeiten der Erlösung und Erfüllung bereit. Diese Geschenke kommen vermehrt, wenn wir im Fluss des Lebens schwimmen und die Gelegenheiten ergreifen die sich bieten. Ganz besonders wenn wir dabei flexibel sind, also nichts bestimmtes erwarten. Eine solche Haltung lässt sich bestens mit Zielen vereinbaren, die wir uns sinnvoller Weise so setzen, dass sie auch etwas anders werden können oder zu einem anderen Zeitpunkt, als wir es uns vorstellen.

 

Hausapotheke für Veränderungs-Symptome

Zum Schluss möchte ich auf ein paar Mittel hinweisen, die nach meiner Erfahrung helfen bei der Überwindung von Blockaden aller Art gegen sinnvolle Veränderungen. Bei starken Ängsten würde ich professionelle Hilfe durch Psychotherapie, NLP und Hypnose, Homöopathie und Lebensberatung in Kombination mit Energiearbeit und schamanische Sitzungen nutzen. Denn da gibt es tolle Möglichkeiten, die teilweise sehr schnell und sicher zur Besserung führen.

 

Bachblüten

Walnut – stabilisiert, fördert Mut, Veränderungsbereitschaft, Ich-Stärke, Organisationsfähigkeit und sachliches Denken.

Rescue Remedies – Notfalltropfen, bei Stress und Schockzuständen, in die Mitte kommen

Mimilus – bei bestimmten, konkret benennbaren Ängsten (dazu zählt auch Angst vor unsichtbaren Dingen wie z.B. Geistern)

Aspen – bei unbestimmten, nicht konkret benennbaren Ängsten

Pine – heilt Schuldgefühle, die immer dann auftreten, wenn Verantwortung für die eigenen Bedürfnisse übernommen wird (ggf. anstelle der Rücksicht auf die Bedürfnisse Anderer)

 

Heilsteine

Lepidolith – heilt Traumata und hilft so, optimistisch in die Zukunft zu blicken und das Leben auf die Reihe bekommen.

Aragonit – beruhigt die Nerven. Führt bei langfristiger Einnahme als Essenz zu dauerhafter Weiterentwicklung des 3. Chakras, im Sinne von Ich-Stärke, Organisationstalente, konstruktive Machtanwendung und klares sachbezogenes Denken.

Citrin – Optimismus, gute Laune, klares praktisches Denken

Rauchquarz – baut akuten Stress ab

Schwarzer Turmalin (Schörl) – Erdung …. an den vorderen Teil der Füße halten (Zehen bis Ballen). Absolut wichtig für regelmäßigen Gebrauch!

Bergkristall – Klarheit und Stabilität, Vision, Hellsicht. Der Universalstein für praktisch alle Anwendungen, auch in Kombination mit anderen Heilsteinen.

Amethyst – Auflösung von Anhaftungen, zeigt den Sinn des Lebens, regt die Phantasie an, Heilstein bei Neurodermitis, Verarbeitung von Traumata im Traum (einige Zeit unter das Kopfkissen legen, nach wenigen Nächten verstärkte Traumaktivität – oft bewusst, wenn diese nachlässt Kristall wieder zurücknehmen).

Peridot – heilt Schuldgefühle

 

Hara-Meditation

Führt zu emotionaler Stabilität, Zentrierung, Zielgerichtetheit und Durchsetzungsvermögen. Entlastet das 3. Chakra. Hilft, bei sich zu bleiben, auch wenn viel Trubel ist in der Umgebung. Hara-Atmung regelmäßig praktizieren.

 

Muster-Unterbrechung

Wenn Du raus willst aus der allgemeinen Unwilligkeit zur Veränderung, beginne damit, eine beliebige Sache in deinen Gewohnheiten zu ändern. Einfach so – idealer Weise zum Spaß!

Wenn Du ein Problem loswerden willst, verändere irgend etwas in dem Kontext in dem es auftritt – ganz egal was. Fahre fort mit einfachen Veränderungen, ohne zu erwarten dass das Problem sich erledigt hat. So lange, bis es sich erledigt hat.

 

Bewegung

Ein weiterer Schamanentrick, um Veränderung herbeizuführen, ist spazieren gehen, schwimmen, eben körperliche Bewegung aller Art. So viel Bewegung wie möglich, am besten in der Natur, und ohne den Körper auszupowern – eben aerobe Bewegung, die den Sauerstoffgehalt im Körper vermehrt. Im Idealfall zu Zeiten, wo man es sonst nicht tut (s.o. Musterunterbrechung).

 

Der magische Tresor

Entlastet die Psyche. Weitere Entspannungstechniken wie autogenes Training, kreatives Visualisieren, Meditation, Reiki, schamanische Reisen, Trancen und vieles mehr sind selbstverständlich ebenfalls bestens geeignet zur Stabilisierung.

Überhaupt hat ist jede Entspannungstechnik, die jemand selbst erlernt hat, eine konstruktive Sache, weil er dadurch selbst für sich sorgen, und seine Psyche selbst regulieren kann. Jeder Mensch ist für sein Wohlbefinden und seine Gefühle selbst verantwortlich, und diese Selbstliebe kann auf dem Weg des Lernens – was auch Lebendigkeit bedeutet – immer weiter ausgebaut werden.

Guten Mut und viele tolle neue Erfahrungen!

Neubeginn mit Blechschaden – Evolution meiner Gesundung Teil 11

 Anfang 2002 war mein Hunger nach Nachtleben und Rauschzuständen gestillt. Ich hatte all das auf einen Höhepunkt getrieben und war mir schließlich bewusst geworden, dass ich mich nach der Geborgenheit einer tiefen Beziehung sehnte. Ich wollte Verantwortung übernehmen und mein Leben nach spirituellen Gesichtspunkten gestalten. Nach den Bewusstseinserweiterungen und Erfahrungen der vorangegangenen Jahre war einfach klar dass ich einen spirituellen Weg gehen würde. Und ich wusste so ungefähr, wie. Ohne organisierte Religion mit dogmatischen Regeln, durch Arbeit an mir selbst, durch Erfahrung und mystische Verbindung, durch Meditation und schamanische Initiation.

Die vielen Veränderungen, die expandierende spirituelle Orientierung, meine mentale Verwirrung, die Cannabisentgiftung, und der bevorstehende Abschluss und Neubeginn brachten einige Erdungsprobleme mit sich. Die führten dazu, dass ich während meines Umzugs mehrere kleine Unfälle erlebte, und mein Auto zu Schrott fuhr. Heute kann ich über das Bild lachen, wie ich von der Autobahn abfuhr und zu schnell vom Zubringer auf die erste Ampelkreuzung in Münster zusteuerte. Ich bremste zu spät ab auf der nassen glatten Fahrbahn, fuhr dem voranstehenden Fahrzeug hinten auf, und schob diesen auf das Auto vor ihm. Hahahaa … das war also mein Begrüßungsauftritt in meiner neuen Heimat.

In meiner neuen Beziehung war ich Patchwork-Vater von einer 3-jährigen Tochter und einem 11-jährigen Sohn. Neurodermitis spielte immer wieder eine Rolle, doch ich konnte sie ohne Kortison in Schach halten. Teilweise war meine Partnerin von den Schuppen genervt, doch sie versuchte mir auch zu helfen so gut sie konnte. Sie verfügte über starke spirituelle Heilkräfte und mediale Begabung, die sie oft bei mir einsetzte. Leider gab es in der Hinsicht ein Ungleichgewicht, indem sie mir immer wieder Ratschläge gab. Dadurch gerieten wir in ein Berater-Klienten – Verhältnis und verloren die Augenhöhe.

Durch die regelmäßige spirituell-heilerische Praxis veränderte sich mein Körper mit der Zeit und es kam ab und an zu Heilreaktionen. Das sind Symptome, die entweder durch akut werden chronischer Erkrankungen, oder durch zutage treten versteckter Erkrankungen auftreten. Oder Reaktionen auf Entgiftungsvorgänge, die durch z.B. Reiki regelmäßig angeregt werden.

Einmal bekam ich Fieber, ohne starke Erkältung oder irgendwelche Organstörungen, die der Ärztin aufgefallen wären. Es kletterte auf 41,2° C, so dass ich ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Dort explodierte dann die Neurodermitis, kein Wunder bei dem intensiven Elektrosmog, den Metallbetten die als Antenne wirkten, und dem niederwertigen Essen. Im Krankenhaus stellten sie die Diagnose Superinfektion, mehr habe ich nicht erfahren, und hakte auch nicht weiter nach. Der extreme Schub wurde mit Cortison unter Kontrolle gebracht. Das war das einzige Mal innerhalb von 12 Jahren. Auch meine Bindehaut war stark von der Neurodermitis betroffen, weswegen meine Augen untersucht wurden. Anschließend erhielt ich eine Brille, da sich eine deutliche Hornhautverkrümmung gezeigt hatte. Ich denke, die Erkrankung war eine Entgiftungserscheinung meines Körpers.

Unsere Beziehung konnte nicht lange gut gehen, denn trotz Abhängigkeiten besaß ich meine Stärke und war in vielerlei Hinsicht eigenständig und selbstverantwortlich. Nach 2 Jahren lösten wir unsere Beziehung auf, und ich zog umgehend aus. Ich war traurig, auch wegen der Kinder, die mir ans Herz gewachsen waren, und nahm die Zeit als Lernerfahrung an. So ging die Reise weiter, mit einem neuen WG-.Zimmer, einem neuen Job in der Medienbranche, und die beste Investition die ich jemals getätigt habe. Im Mai 2004 belegte ich mein erstes Seminar im Rahmen meiner schamanischen Lebensberater- und Geistheilerausbildung bei Walter Lübeck.

 

Haben Sie Feuer? – Evolution meiner Gesundung Teil 10

 Gegen Ende dieses Jahres 2001 folgte eine Meditations-Einweihung, und der zweite Reiki-Grad im Rainbow Reiki System, das von meinem Lehrer Walter Lübeck begründet und gelehrt wurde, und nach wie vor sehr lebendig weiter wächst. Mit dem zweiten Grad konnte ich Fernheilung betreiben, und z.B. mit Engeln in Kontakt treten, was ich seitdem sehr häufig mache. Das hat den Vorteil, dass ich nicht auf die seltenen Gelegenheiten warten muss, bis ein Engel (oder eine Gottheit, oder ein Krafttier) einmal mich kontaktet.

Schon vor meinen Möglichkeiten mit dem 2. Reiki-Grad hatte ich einige erstaunliche Erlebnisse mit Engeln. Ein Beispiel: Nach einer längeren Session im Internetforum, also an meinem Computer, ging ich aus dem Haus auf einen Spaziergang. An der nahen S-Bahn-Haltestelle sprach ein Mann mich an mit den Worten: „Haben Sie Feuer?“ In seinen Augen blitzte etwas auf das mich ein wenig erschütterte. Ich gab ihm Feuer und ging leicht verwirrt meines Weges. Nach ein paar Minuten wurde ich wütend. Mir wurde einiges über einen Sachverhalt bewusst, über den ich eben im Forum geschrieben hatte, und ich merkte dass ich mich hier stärker durchsetzen musste, bzw. eine Opferrolle lebte, wieder einmal.

Erzengel Michael ist mit dem Archetyp des Inneren Kriegers verbunden, sein Element ist Feuer und seine Farbe gelb. Nach dem Treffen mit dem Mann spürte ich richtig körperlich Wut in mir, damals eine seltene Wahrnehmung für mich, die ich auf meinem Spaziergang dann abreagieren konnte. Die Tage danach hatte ich ständig die Farbe gelb vor mir. Egal wohin ich ging, mir vielen dauernd alle möglichen gelben Sachen auf. Zusätzlich tauchte der Name Michael extrem häufig auf, z.B. als Name auf Lastwagen, im Fernsehen, in Gesprächen unter Bekannten. Es war dermaßen intensiv dass es kein Zufall mehr sein konnte. Michael hielt Kontakt mit mir und führte mich.

Das Thema Durchsetzung und Kriegerkraft war in der Zeit ein sehr wichtiges, weil ich mich in mehreren Situationen durchbeißen musste. Im Großen und Ganzen ging es um meinen persönlichen Paradigmenwechsel. Von einer katholischen Prägung, mit dem Migrationshintergrund meiner mütterlichen Linie als vertriebene Deutschstämmige aus Ungarn. Mit der entsprechenden traumatischen Entwurzelung, damit verbundenen Existenzängsten, und der daraus resultierenden Anpassung an traditionelle Werte. Hin zu einem schamanischen, spirituellen Weg, mit mystischen Praktiken und einer tantrischen Orientierung, bei dem Lebensfreude, Fülle und materieller Wohlstand, Sinnlichkeit, Spaß, Sexualität und die Große Göttin einen hohen Stellenwert besitzen.

Der Höhepunkt meiner mystischen Zustände passierte Anfang 2002, kurz vor meinem Umzug nach Münster. Ich hatte mich Vollzeit anstellen lassen in dem Kulturzentrum und arbeitete in der Garderobe. Die war in einer Niesche im Gastraum der Kneipe platziert. Irgendwann in der Nacht veränderte sich mein Zustand. Die Akustik in dem musikbeschallten und gut gefüllten Gastraum hörte sich anders an, irgendwie intensiver, und mein Körpergefühl veränderte sich. Es prickelte überall und ich fühlte mich leicht und glücklich. Ich blickte zu einem essenden, sich unterhaltenden Mann an einem der Tische und nahm ihn so war, dass ich er war, kein Unterschied mehr zwischen uns. Er hatte einen anderen Körper, aber ich fühlte ihn als einen Aspekt meiner selbst. Als ich umherblickte ging es mir mit den anderen Leuten fast genauso. Ich hatte das Gefühl dass ich alles kannte was hier passierte, alles war mir unendlich vertraut und es gab nichts was mich besonders berührte, weil alles so schön einheitlich und vertraut war, Alles und Alle ein Teil meiner selbst. Ich war also allein und fühlte mich phantastisch in einer Kneipe voller vergnügter Aspekte meiner Selbst!

Dieser Zustand hielt sich mehrere Tage. Mein Gehör war empfindlicher, jeder Schritt den ich ging war eine kleine Sensation, all die Geräusche um mich erreichten noch direkter als sonst meinen Körper. Ständig hatte ich dieses tolle prickelnde Körpergefühl, war häufig glückseliger Stimmung, manchmal allerdings auch das Gegenteil. Alles was um mich herum geschah war entweder ich in der Interpretation meiner Wahrnehmung, oder wirkte wie ein Film. Wie eine Erinnerung oder eine Reflexion von realen Ereignissen aber nicht wirklich real in dem Sinne, wie ich „Realität“ bislang wahrgenommen hatte. Deswegen gab es auch nichts, das mich störte oder besonders emotional berührte, gleichzeitig war mein Erleben ein intensiver sinnlicher Genuss. Ich war leicht und genoß einfach den Film.

Und so löste sich 2002 mein altes Leben langsam auf, ich war verwirrt und hatte doch die klarsten Momente meines Lebens gehabt. Von bodenständiger Erdung konnte keine Rede sein, doch ich war jetzt drogenfrei und kam ohne Cortison aus. Ich erlebte Spiritualität als etwas Praktisches und Heilsames, und begann mir meiner Göttlichkeit bewusst zu werden, weil ich erlebt hatte, dass es keine absolute Trennung zwischen Wesen gibt, und somit kann es auch keine Trennung zum Göttlichen geben. Ich hatte abgründige Tiefen und schwindelerregende Höhen in mir, lebendig und trübselig unflexibel zugleich. Ich war extrem offen und hochsensibel. Am 20. April 2002 zog ich nach Münster um und begann ein neues Leben.

Sprung ins Astroversum – Evolution meiner Gesundung Teil 9

Im Herbst 2000 bekam ich ein Modem geschenkt und hatte so meinen ersten privaten Internetanschluss. Um diese Zeit sandte ich den Gedanken ins Universum, dass ich zwar nun viele Zusammenhänge zwischen meiner Psyche, Geist, Gedanken und Materie begriffen hatte, es nun aber wieder Zeit wäre, eine Form von Spiritualität zu finden, die ich gerne praktizieren würde und die zu meinem Weltbild passte.

Zu Beginn meines Studiums war ich vor allem aus Gründen der verbotenen Lebensfreude, wie ich es empfand, aus der Kirche ausgetreten. Für meine geistige Weiterentwicklung sorgte ich, neben einem musikalischen Projekt, mit populärwissenschaftlichen Schriften über westliche Philosophie und Physik. Besonders das Buch „Eine kurze Geschichte der Zeit“ von Stephen W. Hawking faszinierte mich sehr. Dabei spielte sicher auch eine Rolle, wie Hawking mit der Nervenkrankheit ALS zu leben wusste. In meinen Augen hatte er es trotz der schweren Erkrankung geschafft und lebte seine Berufung. Er war mein Vorbild. Zum anderen hatte ich das Gefühl, dass durch die Quantenphysik ein echtes ganzheitliches Weltbild möglich wurde, in dem alles potentiell erklärbar war. Ich dachte, dass ich Gott als die Instanz, die für alles Verborgene und Unerklärbare herhalten musste, nicht mehr brauchte. Dennoch gab es natürlich tief in mir noch immer den „Glauben“, jedoch in einer anderen als der christlichen Form, als Bewusstsein der Einheit aller Wesen.

 Ich erinnere mich noch, wie ich den Wunsch nach einer passenden Spiritualität ganz bewusst, wie ein Gebet entsandt hatte. Die Reaktion geschah fast unmittelbar, so dass ich erstaunt war. Wenige Tage danach surfte ich im Internet, hatte gerade einige Seiten entdeckt die mir ein Freund empfohlen hatte, und plötzlich kam mir in den Sinn, das Wort „Engel“ in die Suchmaschine einzugeben. Daraufhin fand ich mehrere Seiten, Texte und tolle Bilder über Engel, vor allem ein Künstler aus Ungarn berührte mich sehr mit seinen Engelbildern. Da die mütterliche Linie meiner Familie aus Ungarn stammte, fühlte ich mich zusätzlich verbunden.

Ich wurde völlig fasziniert von Engeln und begann zu merken, dass sie wahrnehmbare Wesen waren. Beim Betrachten der Bilder bekam ich einen Eindruck von einer weiten, mächtigen und gleichzeitig ganz stillen und friedlichen Präsenz. Noch in der gleichen Nacht gab ich das Wort „Astrologie“ in die Suchmaschine ein und stieß auf das astrologische Diskussionsforum „astrologix.de“. In diesem Forum meldete ich mich an und war in den folgenden 11/2 Jahren dort ständig und intensiv lesend und schreibend präsent.

Ich betrieb mit Hilfe der dort anwesenden Astrologen mein autodidaktisches Studium, und eine ausgiebige Selbstanalyse auf astrologischer Grundlage. Das war aus beiden Gesichtspunkten eine effektive Angelegenheit, die mich in ihren Bann zog, denn ich war begierig darauf, mich besser zu verstehen und weiter zu entwickeln. Und so wurde mein Verständnis Tag für Tag besser, ich lernte schnell und konnte bereits nach einigen Monaten recht komplexe Fragestellungen aus den Horoskopen deuten. Und ich fand neue Freunde, mit denen ich wegen unserer besonderen Menschenkenntnis Beziehungen auf einer wohltuend tiefen Ebene führen konnte.

Tatsächlich bewirkte die Astrologie, dass ich mit vielen Aspekten meines Lebens Frieden schließen, und mir selbst vieles verzeihen konnte, was ich früher als Charakterschwäche oder Fehler bewertet hatte. Ich gewöhnte mir einen wohlwollenden Blick auf alle Menschen an, weil mir klar wurde, dass ich niemanden beurteilen kann, in dessen Mokassins ich nicht selbst gelaufen bin. Und dass das Verhalten von Menschen die Summe ihrer Erfahrungen ist, die aus einer Fülle von Lebensumständen, Einflüssen und Kräften resultieren, die nicht selten durchaus widersprüchlich sind. Das kann man aus Horoskopen herauslesen, und wenn sich mir ein Horoskop erschließt, dann sehe ich keine Fehler, sondern Herausforderungen, durchaus auch Widersprüche, und Potential das es zu erschließen gilt.

Da ich selbst einen sehr aktiven inneren Kritiker hatte, war die Selbstanalyse eine wichtige Grundlage für meinen Selbstheilungsprozess. Denn ohne Akzeptanz und Vergebung kann keine Heilung geschehen. Diese Formen von Selbstliebe können wiederum nur dort geschehen, wo ich entsprechende Prozesse wahrnehme, und das ist oft schwierig. Denn der größte Teil dieser Vorgänge läuf unterbewusst ab. Durch Astrologie können diverse unbewusste Anlagen und Konfliktpotential gesichtet werden.

Je besser ich die Astrologie begriff, desto stärker wurde mein Wunsch nicht nur über den Verstand zu heilen, sondern auf einem direkteren Weg, durch Energieübertragungen. Außerdem wollte ich deutlicher mit den Engeln kommunizieren. Mitte 2001 erhielt ich, durch die Empfehlung einer Astrologenfreundin, meine Reiki-Einweihung. Bereits während des Seminars erhielt ich von mehreren Seiten das Feedback, dass ich starke Heilkräfte hätte, und mein Körper sog die Energie auf wie ein Schwamm. Diese Einweihung und mein spiritueller, schamanischer Weg, der mit ihr seinen Anfang nahm, veränderte für immer mein Leben. Ich konnte jetzt jeden Tag das tun, was mir am Toten Meer bewusst geworden war, nämlich mich selbst heilen. Und ich behandelte mich hingebungsvoll, die folgenden Monate praktisch jeden Tag.

Langeweile ist ab heute toll!

19.2.13

Vermutlich hat mich die Ziele-Arbeit der letzten Zeit angetriggert. Das sollen solche Methoden ja auch, sie sollen Veränderung in Gang setzen. Heute bin ich unzufrieden und wütend darüber, dass mein wirtschaftlicher Erfolg in Bezug auf meine Berufung geringer ausfällt, als ich meine dass er schon sein müsste. Nun sprach ich dieses Thema in meiner heutigen Coachingstunde an und erhielt einen wichtigen Impuls.

Wir kamen darauf zu sprechen, dass sensible Menschen (mit ADHS-Diagnose) häufig über geringe Frustrationstoleranz verfügen. Das kann sich z.B. in schneller Langeweile äußern, sobald bei Tätigkeiten eine gewisse Routine einkehrt. Die Langeweile wird schnell als unangenehm empfunden, so dass es zu Unruhe und Ausfallerscheinungen kommt. Auch das Ausbleiben von Erfolgserlebnissen und von besonderen Herausforderungen oder „Kicks“ führt schnell zu Frust.

Ich schreibe hier in Allgemeinplätzen, doch je mehr ich darüber nachdenke, scheint es auf mich zuzutreffen. Z.B. war meine Erfahrung im Studium immer wieder so, dass ich gerne mit den Studienarbeiten, wie Entwürfe, Konstruktionspläne, Architekturmodelle etc. startete. Nach der Phase der Ideenentwicklung verging jedoch schnell meine Freude an den Aufgaben und ich ließ sie liegen. Kurz vor den Abgabeterminen war ich dann zu spät dran mit der Fertigstellung und hatte regelmäßig am Ende der Semester riesigen Stress mit all den anstehenden Abgabeterminen.

Wenn ich darüber nachdenke, fallen mir eine ganze Menge Lebenssituationen ein, berufliche wie private, wo ich mich gegen den normalen Durchschnittsalltag wehrte. Und schädliche Abwehrmechachanismen entfaltete, wie z.B. zu spät kommen, Unlust etc. Generell scheint durchaus eine große Abneigung gegen Routine mein Handeln zu beeinflussen. Ich bevorzuge Pioniersituationen, bei denen etwas Neues entsteht.

20.2.13

Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr scheint mir diese Abneigung gegen Routine nachteilig zu sein. Es scheint mir eine Charakterstärke zu sein, solche Phasen gleichmütig zu durchleben, es gehört einfach zum Leben dazu. Es scheint mir viel mit Geduld und Durchhaltevermögen zusammen zu hängen.

Wofür kann Langeweile eigentlich nützlich und gut sein?

Ich kann dabei regenerieren.

Mit langweiligen Aufgaben kann ich kreative Löcher überbrücken. Ich kann ohne besondere Anstrengung und Ideen produktiv sein (wenn ich die Langeweile aushalte).

Ich kann Ideen entwickeln und über Dinge nachdenken, an die ich sonst nicht denke.

Eine Freundin und Mutter von 2 Söhnen gab mir den Hinweis, dass es gut sei, Kinder in ihrer Langeweile zu lassen. Weil sie anschließend, wenn sie durch die Langeweile wirklich durchgegangen sind, wahrnehmen was ansteht und wichtig ist.

Langeweile-Phasen helfen, von Reizüberflutung runterzukommen und Erfahrungen zu verarbeiten.

21.2.13

Ich starte jetzt ein Heilungsprojekt für die Steigerung meiner Frustrationstoleranz. Habe einige psychologische Texte zu dem Thema durchgelesen im Internet. Dabei bin ich auch wieder auf das Thema Ich-Stärke gestoßen. Es geht auch darum, sich eine Zeit lang einer Aufgabe zu widmen, und dafür die Befriedigung mancher Bedürfnisse auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Also in gewisser Weise die Gefühle durch den Willen zu beherrschen. Ich bin wirklich oft impulsiv und werde dadurch äußerlich unruhig und unstrukturiert.

Ich erhoffe mir durch den Heilungsprozess, Zeitstrukturen leichter einzuhalten und dadurch meine Ziele sicherer und schneller zu erreichen. Und mich nicht durch kleinere und größere Schwierigkeiten aufhalten lassen oder aufgeben. Dazu ist es auch wieder gut, gerade in Zeiten, wo keine Fortschritte erkennbar sind, immer wieder im erwünschten Ergebnis zu schwelgen, und mir alles in maximal optimaler Qualität und Güte vorzustellen, und darin lustvoll zu „baden“. Yo, das hebt gleich die Stimmung. Ich stelle mir gerade meine neue Wohnung vor, die ich dieses Jahr finden will, wie auch die Nachbarn sehr nett sind und zu mir passen, mir auch das ganze Viertel gefällt und wie die Leute auch mich sympathisch finden. Genau, alles wird richtig gut und stimmig, auch wenn der Aufzug mal stecken bleibt 🙂

22.2.13

Ich füge die Datumsangaben ein um die Entwicklung des Artikels zu dokumentieren. Ich habe mich diese Woche mit diesem Thema immer wieder auseinandergesetzt, und meine es ist passend zum Verständnis der „Evolution meiner Gesundung“, wenn ich nebenbei Tagebuch führe und hier zeitnah poste.

Gestern habe ich Karten mit Affirmationen gezogen, und mich seitdem mehrmals mit Reiki behandelt, unter Verwendung der heilenden Worte im Rahmen der Mentalheilung. Ich verwende für den Anfang die Affirmationen

„Bewusst und dankbar genieße ich alle sinnlichen Freuden, die mein Körper mir schenken kann.“

„Wichtiges Wissen fällt mir mühelos immer rechtzeitig zu wenn ich es brauche.“

„Die Anpassung an den Fluß und die Rhythmen des Lebens fällt mir leicht und hilft mir, glücklich zu wachsen.“

Neben den Mentalheilungen habe ich eine spezielle Form der Aktivierung von Primärgefühlen angewendet. Sie sorgt dafür, dass ich in Zukunft angenehme, handlungsaktivierende, konstruktive Gefühle entwickle, wenn ich in frustrierende Situationen bzw. Phasen komme. (Primärgefühle werden von der Seele produziert und sind durchweg positive Gefühle, die sich aus den 3 Zuständen Liebe, Lust und Sinnhaftigkeit ableiten. Sekundärgefühle sind anerzogene bzw. antrainierte Verhaltensmuster wie z.B. Neid, Gier, Missgunst, Eifersucht, Intoleranz, Ekel u.s.w. Je dominierender die konstruktiven Primärgefühle sind desto schwächer können einem die destruktiven Sekundärgefühle die Laune vermiesen, und desto stärker wird die Motivation hin zu einem Ziel, statt dem schwächlichen weg von einem Mißstand.)

Das Ergebnis der bisherigen Recherche und Energiearbeit ist, dass ich heute noch fröhlicher in meinen Tag gegangen bin, und gerne meine Aufgaben erfüllt habe. Mental wurde mir bewusst, dass ich durch die Neurodermitis im Grunde recht geübt bin im aushalten von frustrierenden Verhältnissen. Nur habe ich in der Vergangenheit viele Formen der Verdrängung meiner wahren Bedürfnisse, und diverse Ersatzbefriedigungen genutzt. Mir wird jetzt bewusst, dass dieses Thema ein ziemlich komplexes Gebilde ist, das eine Menge Einfluss auf meinen Heilungsweg ausübt.

Magic Power Drum

Magic Power Drum

Hi, das bin ich bei einer meiner Lieblingsbeschäftigungen: Andere Menschen – und natürlich auch mich selbst – auf schamanische Art (in Trance) betrommeln. Eine erdig-energetisierende und sehr heilsame Angelegenheit.


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