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Jede Menge Heilung – Evolution meiner Gesundung Teil 15

Mein neues Leben als Existenzgründer eröffnete mir viel Freiraum für meine Persönlichkeitsentwicklung. Ich hatte Zeit und war die ersten 9 Monate durch den Gründerzuschuss abgesichert. Dadurch konnte ich mich – neben dem Aufbau meines Einzelunternehmens – wieder mehr meinem Liebesleben widmen. Nachdem ich mich die vergangenen 2 Jahre vorwiegend im Bereich Selbstbehauptung, Erfolg und Karriere weiterentwickelt hatte, war mir der Schwenk auf den Fokus Gemeinschaft, Partnerschaft und Sexualität,  willkommen. Zu der Zeit bot Walter Lübeck eine Reihe von schamanischen Trance-Seminaren an. Wir Teilnehmer wurden in mehreren Durchgängen in schamanische Trancezustände geführt und setzten dabei mehrmonatige ganzheitliche Heilungsprozesse in sehr tiefen Schichten der Persönlichkeit in Gang.

Ich belegte in dieser Reihe noch vor meiner offiziellen Existenzgründung das Seminar „Entgiftung der Sexualität“ und einige Monate später „Entgiftung des Herzens“. Der Heilungsprozess des ersten Themas Sexualität verlief angenehm und ruhig. Bei der Herzheilung ging dann schlicht die Post ab bei mir. Es kamen viele alte Verletzungen hoch, und ich setzte mich intensiv mit meinen vergangenen Erfahrungen von Gewalt und Respektlosigkeit auseinander. Ich erfuhr zum ersten Mal in meinem Leben intensive Angstgefühle vor Berührung, Klammern an eine Partnerin und Eifersucht. Hatte ich vorher nie gespürt, und ich hatte mich zu diesem Zeitpunkt vom Kopf her längst weit weg entwickelt von besitzergreifender Liebe.

Die erste Zeit meiner Selbständigkeit verbrachte ich in einer, von meiner Seite viel zu früh als verbindlich verstandenen, Beziehung. Durch diese Frau wurden die genannten Themen so stark angetriggert, dass ich mehrmals in nie erfahrenen Gefühlsstürmen versackte. In der Loslösungsphase hatte ich dann auch akut extremen Liebeskummer. So fertig war ich bislang noch nie gewesen wegen einer Liebhaberin. Kurz und gut – diese Phase war wichtig und wohl unvermeidlich. Denn in ihr bildete sich mit der Zeit echtes Vertrauen in andere Menschen, in mich selbst und in meinen Weg. Ich hatte bestimmten Ängsten ins Auge gesehen und wurde in die Lage versetzt, Zuwendung besser anzunehmen als jemals zuvor. Für meine Stärke half mir dann auch das Kung Fu Training, das ich im Anschluss an diese „Heilungsbeziehung“ begann.

Die Verletzungen heilten schnell ab. Es war eigentlich ein typischer Heilungsverlauf durch schamanische Intervention. Sehr intensive und neue Erfahrungen, inklusive teilweises Abtauchen in jugendliche und kindliche Bewusstseinszustände, mit all den Ängsten, traumatischen Erinnerungen und Unsicherheiten. Schließlich das Verstehen, Wechsel der Verhaltensmuster, die Vergebung und Annahme der Vergangenheit. Wenige Monate später kam ich mit einer Frau zusammen, mit der ich ganz vorsichtig eine Beziehung einging, im Sinne meiner gereiften Partnerschaftsvorstellung, die dann auch Bestand hatte.

Weitere „Baustellen“ meiner Selbständigkeit bezogen sich weiterhin auf meine Selbstbehauptung und die Auseinandersetzung mit juristischem Recht. Z.B. zog ich zum ersten Mal in meinem Leben als Kläger vor Gericht. Die Arbeitsagentur hatte meinen Gründerzuschuss nicht verlängert, und diese Verlängerung klagte ich ein, und erwirkte schließlich einen Vergleich. Es gab auch einige Erfahrungen mit Klienten, bei denen ich Rechtsanwälte einschaltete. Mit der Zeit gelang es mir besser und besser, solche Vorkommnisse nicht persönlich zu nehmen, und mit objektiver Klarheit anzugehen.

Die Lehre von Yin und Yang zeigt mir in solchen Fällen, wie Yang-Faktoren wie Macht, Verträge, Durchsetzung und Recht in einem Zusammenhang stehen mit Yin-Faktoren wie Menschlichkeit, Vertrauen, Gemeinschaftssinn, Liebe, Spaß und Lust, gemeinsame Werte und Visionen. Immer wenn die Yin-Faktoren fehlen in Beziehungen, egal ob privat oder geschäftlich, wird es kühl, kommen Ängste hoch und besteht die Gefahr von Trennung und Streit. Solche Situationen sind nicht auszuschließen, und gerade meine Fähigkeit, dabei Klarheit, Integrität und Stärke zu zeigen, verschafft mir auf der anderen Seite meinen Zugang zu Wohlgefühl und Zärtlichkeit für mich und die Menschen die ich brauche und liebe, und die mich brauchen und lieben.

Wenn die Welt ruft …

Ich habe durch die Selbständigkeit eine schöne Erfahrung gemacht. Dass manche Entwicklungen zu großartig waren um sie von mir aus in die Gänge zu bringen, und stattdessen einer “Beförderung” von außen bedürfen. 2010 war ich inhaltlich mit der Vorbereitung und Durchführung der 16-tägigen Feng Shui- Ausbildung für die Paracelsus Schulen eingespannt. Das war meine „Feuertaufe“ als spiritueller Lehrer, weil das ganze Konzept von mir kam. Das muss irgendwie abgestrahlt sein, denn eine sehr entschlossene Dame in den 50ern war so begeistert von mienen schamanischen Fähigkeiten, dass sie eine Ausbildung bei mir machen wollte. Nun hatte ich bislang noch keine Ausbildung im Angebot, sondern nur Einzelseminare. Nun war die 2-3 Jahre dauernde schamanische Ausbildung eigentlich schon länger mein Traum gewesen, doch konnte ich mir aus diversen Gründen (oder doch eher Vorwänden) nicht vorstellen, das jetzt schon anzubieten. Kurz und gut, die Dame blieb hartnäckig! Ich wollte mir den Leckerbissen nicht entgehen lassen, und so gründete ich zum 1.1.2011 mein eigenes Ausbildungsinstitut!

Ich kann nur sagen – ich bin überglücklich, diesen Schritt unternommen zu haben! Denn in diesem Feld, der Ausbildung von professionellen schamanischen Heilern und medialen Lebensberatern, kann ich endlich so tief und nachhaltig arbeiten wie es mir Freude macht. Und weil die Ausbildung Inhalte besitzt die ich selber nicht lehren kann, ist es eine wunderbare Möglichkeit der Zusammenarbeit mit anderen spirituellen Lehrern. Jetzt, nach über 2 Jahren, ist die besagte Dame fast fertig mit der Ausbildung und ich habe mehrere weitere Schülerinnen, die mir regelmäßig spiegeln, dass diese Aufgabe zu mir gehört.

Ein weiterer Ruf von außen führte zu diesem Blog. Vor seiner Entstehung stand die Tatsache, dass sich meine Neurodermitis in diesen Jahren ab 2010 schleichend verschlechtert hatte. Im Winter 2011-12 ging es mir richtig schlecht. Meine Fußgelenke waren so sehr geschwollen, dass jeder Fußweg nach wenigen Minuten Schmerzen verursachte. Nachdem meine Anfrage wegen Kostenübernahme für eine Klimaheilbehandlung am Toten Meer negativ beantwortet worden war, brach ich meine Kortison-Enthaltsamkeit und ließ mich in die Hautklinik auf Norderney einweisen. Den dort erwirkten Kurzzeit-Vorteil nutzte ich aus, um meine Fitness und Immunsystem zum ersten Mal in meinem Leben durch regelmäßiges Training aufzubauen. Ich gönnte mir von da an täglich Laufen, Schwimmen und Qi Gong. Rund 1 Monat später, nämlich genau am 20. April 2012, setzte ich einen Meilenstein in meinem Leben. Nach 30 Jahren hörte ich mit dem Rauchen auf!

Die Neurodermitis kam zwar erwartungsgemäß schnell wieder, doch die neue Lebensqualität als sporttreibender Nichtraucher behielt ich bei bis heute. Die nächste Aktion war der Aufenthalt in der Klinik Neukirchen, Haus Rötz. Diese Therapie lief kortisonfrei, und ich kam halb abgeheilt zurück. Nach 2 Wochen hatte ich den nächsten Schub, sehr heftig, der ganze Oberkörper war komplett rot entzündet. Nun war ich soweit, wirklich alles zu geben um die Neurodermitis zu heilen. Deshalb war ich empfänglich für den Vorschlag meines befreundeten Kollegen, den Blog als Selbstheilungs-Prozess zu starten. Ich kann bereits jetzt, nach ca. 3 Monaten eine Menge positiver Einflüsse auf meine Gesundung feststellen. Die derzeit wichtigste Auswirkung des Blogs ist, dass sich die Neurodermitis in meiner Wahrnehmung von einem Problem in einen Erfahrungsschatz verwandelt hat. Und das spornt mich um vieles mehr an, sie endlich zu heilen, weil ich mir ein freudestrahlendes Happy End dieses Selbstheilungswegs gönne!

Doch das ist eine andere Geschichte, die ich irgendwann in Zukunft erzählen werde, vielleicht wird es wahr, entweder so oder noch viel besser.

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Schüler auf dem schamanischen Weg – Evolution meiner Gesundung Teil 12

 2001 hatte ich im Astrologix-Forum noch ein Statement abgegeben, dass ich in 10 Jahren von der Tätigkeit leben wollte, mit der ich einmal reich werden würde. Das sollte natürlich auch die Sache sein, die mich wirklich erfüllte, mit anderen Worten, ich wollte meine Berufung gefunden und real umgesetzt haben. Natürlich war mir bewusst, dass alles was mit  Persönlichkeitsentwicklung und Selbstheilung im Zusammenhang steht, mich am meisten faszinierte. Außerdem war der Berufswunsch meiner Kindheit „Kinderarzt“, und so lag es nahe, aus meinem persönlichen Selbstheilungsprozess allmählich einen Berufsweg zu machen.

2004 kannte ich längst die vielen Fähigkeiten, die mich mit einer Ausbildung bei Walter Lübeck erwarten würden. Als ich mich von meiner Partnerin getrennt hatte, tat ich was ich mir schon längst gewünscht, mich aber in der Patchwork-Familien-Konstellation niemals getraut hätte, weil ich das Geld eher in einen gemeinsamen Urlaub oder sonstige angenehme Dinge für alle investiert hätte.

Ich unterschrieb also den Vertrag zu meiner Traum-Ausbildung „Lebens-Energie-Arbeit“. Es winkte eine intensive schamanische Initiation, professionelle Heiler- und Beraterkompetenz und jede Menge Fähigkeiten der Energiearbeit und spirituellen Wahrnehmung. Einen Teil finanzierte ich mit meinem bescheidenen aber regelmäßigen Einkommen als Mitarbeiter beim damaligen Offenen Bürgerkanal TV Münster. Den anderen Teil sicherte ich über einen teuren Konsumentenkredit.

Später folgte dann der Job im Callcenter, was für mich den Vorteil hatte, dass ich meine Arbeitszeiten relativ frei einteilen konnte. Meine Urlaubstage wanderten in die Seminare, von 2004 bis 2009 waren das 30-50 Tage pro Jahr. Ich übernachtete bei Freunden oder in preisgünstigen Pensionen in der Nähe des Reiki-Do Instituts in Hameln. Nebenbei startete ich 2006 mit dem nebengewerblichen Aufbau meiner Heiler- und Beraterpraxis, und gab telefonische spirituelle Lebensberatung an einer der kleineren Beraterhotlines.

Der Beginn der Ausbildung war wie ein Besuch in einem fremden Land. Es ging in jedem Seminar und Einzelcoaching bei Walter – neben Techniken – auch um spirituelle Entwicklung. Das bedeutete für mich, dass ein großer Teil meiner Konditionierung durch spirituelle Sichtweisen und Werte nach und nach ersetzt wurde. Dieser Prozess ist vor allem zu Beginn verwirrend, weil das ganze Leben nun aus der spirituellen Perspektive betrachtet, und radikal hinterfragt wird. Etwa nach dem Motto „Wie wirkt sich das was ich denke, fühle und tue auf das große Ganze aus, mit dem ich vernetzt bin?“. Natürlich versuche ich als spiritueller Mensch, immer zum Besten des Ganzen zu handeln. Das schließt auch ein – sehr wichtig! – dass es zu meinem Besten ist.

So lernte ich also in kurzer Zeit viele Heilmethoden, schamanische Rituale, Astralreisen, Orakelarbeit, Pendeln, Channelling (mit Engeln reden), Aura-Chakra-Lesen etc. und auch schamanisches Feng Shui. Zudem, sehr wichtig, Kommunikation und Mentaltraining nach den faszinierenden Modellen des Spirituellen NLP (Neurolinguistisches Programmieren) und des Konstruktiven Denkens.

Später lernte ich bei Dieter Stahl noch Mentaltraining und Coaching nach dem Tugendprojekt, und rundete mein Portfolio durch die für mich sehr wichtige Ausbildung in dem Massagesystem Saydiyay ab. Da ich einen Hang zur Tiefe habe, absolvierte ich noch eine weitere Ausbildung zum Rückführungsbegleiter und Spirituelle Clearings, wo es um die Auflösung wirklich heftiger Strukturen geht, wie Besetzungen, Verfluchungen, schwarzmagische Einflüsse und Spukphänomene.

Mit all den wunderbaren, untereinander vernetzbaren Methoden behandelte ich mich selbst, und befreite mich nach und nach von vielen Blockaden, Ängsten und Zwängen. Es war auch ein Nachholen von Lernschritten, die ich in der Kindheit und Jugend nicht gemacht hatte, weil die Voraussetzungen dafür nicht vorhanden gewesen waren. Ich lebte mich immer mehr in die Kreativität und Fülle hinein.

Die wichtigste Entwicklung die ich machen durfte bezog sich auf Liebe, Sinnlichkeit und Sexualität. Da war ich sehr geprägt und frustriert von meinem konservativen katholischen Umfeld, und durch die Neurodermitis, die ich allerdings immer schön verdrängte, wohl ebenfalls. Im Rahmen der Ausbildung hatte ich hier viel Hilfe, durch meinen Lehrer und die vielen Schüler, die zum größten Teil ganz ähnliche Probleme mit Scham, Schuld, Eifersucht etc. hatten wie ich.

Es herrschte eine offene, lebensfreudige Atmosphäre, in der die meisten Menschen sich bewusst waren, dass Sinnlichkeit und Sexualität zu den grundlegenden Aspekten des Lebens zählen. Was nicht bedeutet, dass es Jede mit Jedem getrieben hat, oder überhaupt sexuelle Praxis Inhalt der Seminare oder Ausbildung gewesen wäre! Ich beschreibe hier lediglich den Geist, der meine Tradition durchströmt. Der White Feather Weg ist eine schamanische Tradition, die sich stark auf die Große Göttin bezieht, die Erdgöttin, also das göttlich weibliche Prinzip, das mit Struktur und Materie, mit Körperlichkeit und Sinnlichkeit in Verbindung steht. Der „Weg der Göttin“ geht davon aus, dass sich Körper und Geist auf gleicher Ebene befinden, und nicht der Körper durch den Geist (bzw. das Weibliche durch das Männliche) dominiert wird.

In den Jahren der Ausbildung ist so viel mit mir passiert, dass es hier den Rahmen sprengt. Es war eine Zeit, in der ich mich erst einmal wenig um die Außenwelt gekümmert habe. Ich habe mein Denken, Fühlen und Handeln neu entwickelt, neue Werte entdeckt und erprobt, Glaubenssätze und Gewohnheiten verändert und versucht, z.B. mit Kraftplatzarbeit etwas für die Entwicklung der Allgemeinheit beizutragen. Nach 3-4 Jahren im Callcenter wurde die Außenwelt auf mich aufmerksam und begann mich in Form von mobbenden Kollegen zu ärgern. Am Ende dieser Erfahrung stand die Lektion, für meine Interessen zu kämpfen, zu siegen und mein Opferdasein aufzugeben. Danach ging ich 2010 genau zur richtigen Zeit die Selbständigkeit.

Annäherung an die Liebe

Gestern lag mir schon ein anderes Thema am Herzen an das ich mich aber erst mal rantasten muss, weil es offensichtlich schwer fällt darüber zu schreiben. Es ist ungefähr vielleicht so, wie ein Baum der etwas über den Boden schreiben soll in dem er wächst … er kann seine Wurzeln beschreiben die in die Erde reinwachsen, dass die Erde mal mehr mal weniger sandig ist, mehr oder weniger trocken, oder manchmal sogar kleine Ströme von Wasser führt, und auf der Oberfläche wird staubiger Dreck aus ihr, der vom Wind aufgewirbelt sich manchmal auf den Blättern absetzt. Dass sie mehr oder weniger nahrhaften Saft aus dem Wasser macht das er mit seinen Wurzeln einsaugt.

All das kann er aus seiner Sicht der Dinge beschreiben, doch es klingt immer ein wenig fremd und distanziert weil der Boden und die Erde so ganz anders sind als der Baum. Je nachdem wieviel Wissen der Baum besitzt, mag er der Tatsache Tribut zollen, dass sich aus seinen eigenen Blättern der Humus bildet, aus dem die Nährstoffe kommen, die er sich dann wieder einverleibt. Und natürlich auch andere Pflanzen in seiner Umgebung für seine Nährstoffe sorgen, und er mit seinem Blatthumus für sie.

Ich halte es für wahr, dass der Baum sogar über ein Bewusstsein verfügt, das seine Vernetzung mit der Umgebung wahrnehmen kann. Trotzdem wird der Baum den Erdboden als etwas sehr Unterschiedliches wahrnehmen, das nicht so nach oben wächst wie er. Als etwas passives, das allenfalls Halt bietet und Nahrung, aber ansonsten wenig aufregendes zu erzählen bietet. Es sei denn, man geht ins Detail und erzählt die Geschichten all der kleinen Lebewesen, die ihn bewohnen. Oder in die Landschaft und ganz tief in die geologischen Schichten hinein, in die Geschichten des Gesteins, der unterirdischen Gewässer, der Mineralien, der Kohle- und Ölschichten und Höhlensysteme. Aber das ist nun wieder eine andere Geschichte, die der alltäglichen Wahrnehmung des Baums schnell entgeht, da er doch vor allem mit den Stürmen, der heißen Sonne, den Vögeln, dem Regen und Schnee beschäftigt ist, und den Pflanzen und Tieren in seiner Umgebung. Eben dem, was Außen an der Oberfläche passiert.

So ähnlich geht es mir wenn ich über mein Gefühlsleben und insbesondere die Liebe schreiben soll. Dass ich gestern über meine Wut geschrieben habe, war ungefähr so, wie wenn man sich mit Hochprozentigem Mut antrinkt, bevor man zur Tat schreitet. Ein Ritual, mit dem ich mir nochmal klar gemacht habe wie stark ich geworden bin. Vielleicht auch der Kriegstanz, bevor es in die Schlacht geht, in der vielleicht meine verwundbarsten Stellen getroffen werden.

Mir lag die Liebe am Herzen, weil Sonntag etwas passiert ist, das mich verletzt hat und mir zu schaffen macht. Eine Trennung, von der ich nicht weiß ob sie entgültig ist, warum genau sie passiert ist und ob ich sie als Verlust oder Befreiung einordnen soll. Jedenfalls kann ich mir heute nicht vorstellen, diesen Menschen ganz aus meinem Leben zu verabschieden. Und hier geht jetzt meine Suche nach meinen wahren Gefühlen, meinen echten Bedürfnissen und wirklich sinnvollen Wünschen los, die mir, wenn ich sie kennen würde, Aufschluss darüber geben würden ob ich jetzt nur klammere um den Status Quo und meine Egokonzepte zu erhalten.

Um welchen Konflikt es genau geht werde ich erst mal nicht beschreiben, aber es ist wichtig, das Thema Liebe hier aufzumachen, weil ich hier wichtige Zusammenhänge mit der Neuro bei mir sehe. Mir fiel nämlich vor kurzem sehr prägnant auf, genaugenommen seit das homöopathische Mittel Sepia Succus bei mir seine Wirkung entfaltet hat, dass sich meine Neurodermitis verschlechterte, nachdem ich intensive Zuwendung bekommen habe. Das ist nicht gut, ich schäme mich dafür auch etwas.

Das nächste unliebsame Symptom ist, dass meine sexuelle Lust in akuten Zeiten abnimmt, obwohl das körperlich nicht wirklich begründet ist. Denn wenn ich erotisch aktiv werde, dann trägt es zur Entspannung und auch psychischen Regeneration und Lebensfreude bei. Allerdings kann der Juckreiz anschließend etwas stärker werden, doch das trifft auch bei anderen Entspannungsmomenten zu.

Die empfindliche Haut trägt meiner Ansicht nach zu noch größerer Empfindungsfähigkeit bei. Ich bin ohnehin recht stark kinästhetisch orientiert, und das führt alles in allem zu großer Berührungssensitivität, die meinen Genuss bei körperlicher Berührung wohl noch vergrößert. Der Wunsch danach wird richtig groß, sobald ich einen Menschen psychisch an mich ranlasse.

Ich war früher sehr schüchtern, vor allem in Bezug auf Körperkontakt. Davon konnte ich eine Menge abbauen während der Zeit meiner Ausbildung. Ich bin neben dem Schamanismus auch in einer ganz besonderen Form von Tantra ausgebildet, die sehr warmherzig und wenig technisch ausgerichtet ist, und den Fokus erst mal auf die Befreiung von Blockaden sowie Scham- und Schuldgefühlsproblemen legt. Tantra bedeutet, den Körper als heiliges spirituelles Zentrum zu respektieren. Im Zuge dieses Prozesses konnte ich mich mehr für echte, ursprüngliche Liebe öffnen und wurde mutiger, und auch männlicher. Trotzdem gibt es noch einiges zu heilen.

Wenn ich zurückblicke, dann sehe ich eine Konkurrenz zwischen beruflichem Leben und Liebesleben. Es gab selten Zeiten, in denen beides ausgewogen war und gut lief. In letzter Zeit war das Berufsleben im Vordergrund, und das soll sich jetzt ändern. Neurodermitis hat viel mit Balance zu tun, und ich glaube dass es gesund wäre wenn mein Liebesleben genauso erblühen würde wie die Berufung. Mit meinem derzeitigen Zustand wäre es allerdings schwierig für eine Partnerin, mit mir zusammen zu leben, und das ist mit ein Grund, warum ich ganz dringend einen großen Fortschritt in der Heilung der Neurodermitis machen, und eines Tages komplett erscheinungsfrei sein will.

 


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