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Haben Sie Feuer? – Evolution meiner Gesundung Teil 10

 Gegen Ende dieses Jahres 2001 folgte eine Meditations-Einweihung, und der zweite Reiki-Grad im Rainbow Reiki System, das von meinem Lehrer Walter Lübeck begründet und gelehrt wurde, und nach wie vor sehr lebendig weiter wächst. Mit dem zweiten Grad konnte ich Fernheilung betreiben, und z.B. mit Engeln in Kontakt treten, was ich seitdem sehr häufig mache. Das hat den Vorteil, dass ich nicht auf die seltenen Gelegenheiten warten muss, bis ein Engel (oder eine Gottheit, oder ein Krafttier) einmal mich kontaktet.

Schon vor meinen Möglichkeiten mit dem 2. Reiki-Grad hatte ich einige erstaunliche Erlebnisse mit Engeln. Ein Beispiel: Nach einer längeren Session im Internetforum, also an meinem Computer, ging ich aus dem Haus auf einen Spaziergang. An der nahen S-Bahn-Haltestelle sprach ein Mann mich an mit den Worten: „Haben Sie Feuer?“ In seinen Augen blitzte etwas auf das mich ein wenig erschütterte. Ich gab ihm Feuer und ging leicht verwirrt meines Weges. Nach ein paar Minuten wurde ich wütend. Mir wurde einiges über einen Sachverhalt bewusst, über den ich eben im Forum geschrieben hatte, und ich merkte dass ich mich hier stärker durchsetzen musste, bzw. eine Opferrolle lebte, wieder einmal.

Erzengel Michael ist mit dem Archetyp des Inneren Kriegers verbunden, sein Element ist Feuer und seine Farbe gelb. Nach dem Treffen mit dem Mann spürte ich richtig körperlich Wut in mir, damals eine seltene Wahrnehmung für mich, die ich auf meinem Spaziergang dann abreagieren konnte. Die Tage danach hatte ich ständig die Farbe gelb vor mir. Egal wohin ich ging, mir vielen dauernd alle möglichen gelben Sachen auf. Zusätzlich tauchte der Name Michael extrem häufig auf, z.B. als Name auf Lastwagen, im Fernsehen, in Gesprächen unter Bekannten. Es war dermaßen intensiv dass es kein Zufall mehr sein konnte. Michael hielt Kontakt mit mir und führte mich.

Das Thema Durchsetzung und Kriegerkraft war in der Zeit ein sehr wichtiges, weil ich mich in mehreren Situationen durchbeißen musste. Im Großen und Ganzen ging es um meinen persönlichen Paradigmenwechsel. Von einer katholischen Prägung, mit dem Migrationshintergrund meiner mütterlichen Linie als vertriebene Deutschstämmige aus Ungarn. Mit der entsprechenden traumatischen Entwurzelung, damit verbundenen Existenzängsten, und der daraus resultierenden Anpassung an traditionelle Werte. Hin zu einem schamanischen, spirituellen Weg, mit mystischen Praktiken und einer tantrischen Orientierung, bei dem Lebensfreude, Fülle und materieller Wohlstand, Sinnlichkeit, Spaß, Sexualität und die Große Göttin einen hohen Stellenwert besitzen.

Der Höhepunkt meiner mystischen Zustände passierte Anfang 2002, kurz vor meinem Umzug nach Münster. Ich hatte mich Vollzeit anstellen lassen in dem Kulturzentrum und arbeitete in der Garderobe. Die war in einer Niesche im Gastraum der Kneipe platziert. Irgendwann in der Nacht veränderte sich mein Zustand. Die Akustik in dem musikbeschallten und gut gefüllten Gastraum hörte sich anders an, irgendwie intensiver, und mein Körpergefühl veränderte sich. Es prickelte überall und ich fühlte mich leicht und glücklich. Ich blickte zu einem essenden, sich unterhaltenden Mann an einem der Tische und nahm ihn so war, dass ich er war, kein Unterschied mehr zwischen uns. Er hatte einen anderen Körper, aber ich fühlte ihn als einen Aspekt meiner selbst. Als ich umherblickte ging es mir mit den anderen Leuten fast genauso. Ich hatte das Gefühl dass ich alles kannte was hier passierte, alles war mir unendlich vertraut und es gab nichts was mich besonders berührte, weil alles so schön einheitlich und vertraut war, Alles und Alle ein Teil meiner selbst. Ich war also allein und fühlte mich phantastisch in einer Kneipe voller vergnügter Aspekte meiner Selbst!

Dieser Zustand hielt sich mehrere Tage. Mein Gehör war empfindlicher, jeder Schritt den ich ging war eine kleine Sensation, all die Geräusche um mich erreichten noch direkter als sonst meinen Körper. Ständig hatte ich dieses tolle prickelnde Körpergefühl, war häufig glückseliger Stimmung, manchmal allerdings auch das Gegenteil. Alles was um mich herum geschah war entweder ich in der Interpretation meiner Wahrnehmung, oder wirkte wie ein Film. Wie eine Erinnerung oder eine Reflexion von realen Ereignissen aber nicht wirklich real in dem Sinne, wie ich „Realität“ bislang wahrgenommen hatte. Deswegen gab es auch nichts, das mich störte oder besonders emotional berührte, gleichzeitig war mein Erleben ein intensiver sinnlicher Genuss. Ich war leicht und genoß einfach den Film.

Und so löste sich 2002 mein altes Leben langsam auf, ich war verwirrt und hatte doch die klarsten Momente meines Lebens gehabt. Von bodenständiger Erdung konnte keine Rede sein, doch ich war jetzt drogenfrei und kam ohne Cortison aus. Ich erlebte Spiritualität als etwas Praktisches und Heilsames, und begann mir meiner Göttlichkeit bewusst zu werden, weil ich erlebt hatte, dass es keine absolute Trennung zwischen Wesen gibt, und somit kann es auch keine Trennung zum Göttlichen geben. Ich hatte abgründige Tiefen und schwindelerregende Höhen in mir, lebendig und trübselig unflexibel zugleich. Ich war extrem offen und hochsensibel. Am 20. April 2002 zog ich nach Münster um und begann ein neues Leben.

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Ja ich bin anders!

 

Diese Woche hatte ich einen meiner gefürchteten Arbeitsanfälle. Das sieht dann so aus, dass ich mein Leben mit Tunnelblick betrachte, und mit gnadenloser Radikalität die anstehende Aufgabe … erfüllen ist nicht das richtige Wort … mehr in einem atemlosen Feldzug massakriere, ehe ein bis dato ungesehenes Problem meine Aufmerksamkeit auf sich zieht und mich am zuende führen besagter Aufgabe hindert. So die letzten 3 Tage mit meiner Terminplanung für das jungfräuliche Jahr. Hurra, die Page ist gepflegt und der Flyer fertig!

 

Yes, I am experienced im gnadenlosen Durchziehen notwendiger Dinge, gerade weil ich extremely experienced bin im rausschieben, hinauszögern, verdrängen, vergessen, im Zeit unterschätzen, nix planen, nix organisieren, zu spät kommen, Ausreden erfinden und durchdrehen wenns eng wird. Von früher. Ja doch, früher war ich so, dass ich anfangs immer gut Begeisterung für neue Projekte hatte, dann aber stark nachließ und sie nicht zuende bringen wollte oder konnte. Ich hasste langfristige Verbindlichkeiten. Ich weiß, das liest sich wie die Beschreibung einen ADS’lers. Wäre ich wohl auch, wenn ich jemals einen ärztlich überwachten Test hätte machen lassen. Hab ich aber nicht, weil ich kein Interesse an Ritalin habe, und meiner Meinung nach Ritalin der Grund ist, warum die Diagnose ADS oder AD(H)S überhaupt so definiert wurde. Der Grund für die Diagnose ADS ist in meinen Augen, dass unsere Gesellschaft von ihren Mitgliedern ganz bestimmte Strukturen abverlangt. Sie fordert minutengenaue Pünktlichkeit, streng strukturierte Arbeitsabläufe, lernen nach Lehrplan, detaillierte Planung und Planerfüllung, geradlinige Lebensplanung, Gesundheit im Sinne von Symptomfreiheit oder schnellstmögliche medikamentöse Anpassung.

 

Mit einem Wort: die Gesellschaft fordert uns auf, zu funktionieren wie es der überwiegende Teil nun mal tut. Und das ist in der Regel so, dass sich der Mensch sein Plätzchen auf Erden sucht oder bereits von Geburt an gefunden hat, auf dem er sich dann niederlässt, einen dicken fetten Heckenzaun um sein Häuschen baut oder sich sonstwie sehr erfolgreich gegen die Nachbarn abschirmt. Sodann boxt er sich robust durch sein Berufsleben, zeugt Kinder, fährt in Urlaub, holt sich regelmäßig seine Grippeimpfung die er erst mal wie nix wegsteckt, und spart für die Rente. Grundsolide wie die Deutschen nun mal sind. Ist doch auch OK, hab nix dagegen und wollte früher auch nix sehnlicher als so sein.

 

Ich jedoch bin anders gestrickt. Ich habe ein Talent für den Beginn, den Aufbau aber nicht für die Dauer. Ich habe ein Talent für Pionier-Situationen, aber nicht für die Verwaltung bestehender Strukturen. Ich bin schnell gelangweilt und mag keine Routine. Und ich bin nun einmal sensibel und resonant. Ich reagiere auf die Regungen anderer Menschen und habe ein differenziertes Gespür für Athmosphären und den Zeitgeist. Ich spüre einfach was in der Luft liegt. Man könnte mich einen Revierwächter nennen, jemand der als erster mitbekommt, wenn ein Eindringling im Anmarsch ist oder eine Gefahr sich anbahnt. Ein Sensibelchen, dessen Augenlid zu flattern anfängt wenn ein unabgeschirmtes Laptop über WLan surft, ein unruhiger Suppenkasper der dauernd unter Strom ist, außer im tiefen meditativen Zustand.

 

„Du bist ohne Ego geboren“ hat mir eine Astrologin mal geschrieben. Da ist viel wahres dran, und nicht nur für die erste Zeit, sondern bis Anfang meiner 20er Lebensjahre war ich vor allem damit beschäftigt, den anderen zu gefallen. Ich fiel neben dem, seit mehreren erscheinungsfreien Jahren, ersten schweren Neuroschub in eine tiefe Depression und begann mit 21 Jahren meine erste Psychotherapie. Zu der Zeit hatte ich noch keine Idee davon, wer, wie oder was ich sein wollte. Gefühlt wusste ich nicht ob ich Männlein oder Weiblein war. Ich spürte mich überhaupt nicht. 3 Jahre später dann schon eher, da war ich soweit aufgepäppelt dass ich meine Scham und Scheu einigermaßen ablegen und mich endlich richtig verlieben konnte. So geschah es und ein paar Monate später war ich ausgezogen und fand mich im Frankenstädtchen Würzburg wieder, zum Architekturstudium.

 

Auch dort lebte ich anders als die meisten meiner Kommilitonen. Architektur an der FH war ein Studium für fleißige und durchstrukturierte Zeitgenossen. Also eher was für die anderen! Mir jedoch fiel nichts besseres ein, und so zog ich es durch. Was mir subjektiv half war meine Vorliebe für Rauschzustände und die allmählich abflachende Liebe, die mir jedoch Sicherheit gab, weil ich meine Schüchternheit dadurch kompensieren konnte. Ich schaffte es, mit hängen und würgen, und bin heute auch froh darüber.

 

Meine Andersartigkeit nahm richtig deutliche Züge an gegen Ende meines Studiums, als ich mit der Astrologie begann. Da wurde dann recht schnell klar, dass ich gar nicht anders sein kann als ein bischen anders als die Meisten. Das kann man in meinem Horoskop erkennen. Faszinierend! Kann ich jedem Menschen nur empfehlen, sich mal sein Horoskop erklären zu lassen! Das funktioniert, und wie es funktioniert! 2001 lernte ich dann Reiki bei Walter Lübeck, einem der weltweit besten Reikimeister, der bis heute mein spiritueller Lehrer ist. Schamanische Initiation. Dabei hab ich in erster Linie gelernt: Ja ich bin anders als die anderen, und ich bin stolz darauf dass ich mich nicht mehr zwanghaft an die Anderen anpasse wie früher!

 

Was mir das bewußte Anders-Sein gebracht hat ist, dass ich langsam, ganz allmählich ein sensibles Ego entwickle, das ein gewisses Selbstwertgefühl mitbringt und sichert. Früher hätte ich in der heutigen Lage, mit akuter Neuro, schreckliche Schuldgefühle entwickelt, weil ich zu Hause bleibe. Ich hätte mich zur Leistung gezwungen, und zwar auch zu Tätigkeiten die mir selten Spaß machten, wie die letzten 2 Jahre in Callcenter. Schrecklich dieser Zwang, denn gerade sensible Menschen lassen sich viel stärker unter Druck setzen als robuste. Heute weiß ich, dass ich mich nicht quälen muss und so bin ich heutzutage sehr oft einfach nur dankbar, dass ich mich mit so wunderbaren Dingen beschäftigen kann wie schamanische Arbeit, Feng Shui und geistiges Heilen. Wow, das ist ein Geschenk!

 

Und es ist OK wenn ich in produktiven Perioden eben manchmal recht extrem drauf bin. Ich bin eben so, zeitweise krass kreativ und zeitweise gar nicht so sehr. Langsam flachen die Extreme ab. Ich trinke kaum noch Alkohol, ich kiffe höchstens 1-2 mal pro Jahr noch mal einen, zu besonderen Anlässen, ich rauche nicht mehr. Dafür treibe ich Sport, und genieße die Herausforderungen meiner Berufung, die mich selbst in der ungeliebten Routine einen Sinn finden lassen.

 

All das ginge nicht, wenn ich nicht ganz klar befürwortete, anders zu sein als die anderen.

 

Magic Power Drum

Magic Power Drum

Hi, das bin ich bei einer meiner Lieblingsbeschäftigungen: Andere Menschen – und natürlich auch mich selbst – auf schamanische Art (in Trance) betrommeln. Eine erdig-energetisierende und sehr heilsame Angelegenheit.


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