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Schwitzhütte

Dan Mor aus Hannover, ein befreundeter Schamane, organisiert mehrmals im Jahr Schwitzhütten-Rituale nach unsrer schamanischen White Feather Tradition. Ich war bislang immer als Feuerhüter beteiligt. Was das ist, werdet ihr im Lauf des Artikels noch rausfinden. Diesmal lasse ich mehr die Bilder sprechen.

Schwitzhütte ist eine Gemeinschafts-Angelegenheit, auf den Bildern habe ich allerdings aus Privatsphäre-Gründen auf Personenfotos verzichtet.

Das Ritual wurde von den Lakota-Sioux Anfang des 20. Jahrhunderts erneut in die Welt gebracht. Vermutlich wurde es früher auch in Europa in ähnlicher Form praktiziert.

Die Schwitzhütte nach unserer Tradition weist viele Ähnlichkeiten auf mit dem Lakota – Ritual, enthält aber auch eigenständige Anteile. Die Durchführung bedarf einer Autorisierung, ebenso der Part des Feuerhüters.

Wie der Name schon sagt, wird in einer Hütte geschwitzt. Es herrschen Temperaturen wie in einer Softsauna. Nun können Neurodermitiker einwerfen, das sei nicht gesund für die Haut. Es ist wahr dass die Haut trocknet. Trotzdem hatten die Hütten auf meine Haut immer heilsame Effekte.

Das Ritual ist eine innere Läuterung, man reinigt sich von Giftstoffen und mentalem und emotionalem Ballast aller Art. Ein wahres Erneuerungsritual. Schon allein wegen dem Gefühl, wie neu geboren zu sein, lohnt es sich.

Die Erfahrung kann so intensiv werden, dass sich Visionen einstellen.

 

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Wir hatten einen Ort, wo bereits das Gerüst einer Schwitzhütte von früheren Erbauern vorhanden war. Eine sehr solide Konstruktion. Die Hütte wird traditionell aus Weidenruten gebaut.

 

 

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In einem guten Abstand zur Hütte entsteht hier die Feuerstelle. Das Feuer brennt heiß, denn in ihm werden große Steinbrocken – ca. 20 cm – bis zur Weißglut erhitzt, um dann als Wärmeträger für die Hütte zu dienen. Deshalb heben wir eine Feuergrube aus, um die Hitze gut zu halten.

 

 

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So sah die Feuerstelle am nächsten Tag aus, ein Teil des Steinkreises ist schon wieder abgebaut. Innerhalb der beiden Steinkreise darf sich in unserer Tradition nur der oder die Feuerhüter aufhalten.

Neben der materiellen Anordnung besitzen alle Teile der Anlage auch eine schamanisch-magische Bedeutung. Der Ort der Feuerstelle ist magisch aufgeladen mit purer Feuerenergie aus der Erde. Er ist das Refugium des Großen Gottes, das göttlich – männliche Prinzip.

Unten links ist die energetische Verbindung zur Hütte zu sehen. Sie wird aus der Erde aus dem Innenraum der Hütte hergestellt. Dort wurde in der Mitte eine Grube für die glühenden Steine ausgehoben – den “Samen des Grandfather” .

 

 

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Die abgedeckte Hütte. Unter der Plastikfolie sorgen viele Wolldecken für die wärmende Umhüllung. Die Hütte ist der Ort der Großen Göttin. Die empfängliche Gebärmutter, in der alle Teilnehmer wieder zu ihrer Ursprünglichkeit zurückfinden können.

Rechts von der Öffnung ist der Altar zu sehen, der den Abschluss der Verbindung Feuerstelle – Hütte bildet.

Während des Rituals werden mehrere Runden abgehalten, in denen geschwsitzt, gebetet, meditiert und Wünsche ausgesprochen werden. Nach den Runden wird kurz gelüftet, etwas Wasser getrunken, und ein mal auch die Hütte verlassen zur Abkühlung. Dieses Mal dauerte es über 4 Stunden. Dabei besteht für einzelne Teilnehmer immer die Möglichkeit, die Hütte zu verlassen wenn es ihnen zu heiß wird oder Krisen auftreten.

Wir legen viel Wert auf geomantische Faktoren. Das heißt, dass wir uns vor dem nächtlichen Ritual ausgiebig um den Platz kümmern, auf dem es stattfindet. Wir schaffen mit schamaniscen Methoden einen Kraftplatz. Neben der unsichtbaren Energiearbeit bauen wir auch viele Altäre für beteiligte Spirits, als Ausdruck und Gegenleistung für ihre Unterstützung.

 

 

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Altar für Großvater Wolf, den Lehrer der Lehrer (Heiler).

 

 

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Altar für einen Feuerelf, der für ein starkes aber ruhiges Feuer sorgte.

 

 

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Altar für den Kranich.

 

 

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Nach dem Entzünden des Feuers. Bis die Steine heiß genug waren, dauerte es über 2 Stunden.

 

 

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Heiße Steine für eine heiße Nacht.

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Haben Sie Feuer? – Evolution meiner Gesundung Teil 10

 Gegen Ende dieses Jahres 2001 folgte eine Meditations-Einweihung, und der zweite Reiki-Grad im Rainbow Reiki System, das von meinem Lehrer Walter Lübeck begründet und gelehrt wurde, und nach wie vor sehr lebendig weiter wächst. Mit dem zweiten Grad konnte ich Fernheilung betreiben, und z.B. mit Engeln in Kontakt treten, was ich seitdem sehr häufig mache. Das hat den Vorteil, dass ich nicht auf die seltenen Gelegenheiten warten muss, bis ein Engel (oder eine Gottheit, oder ein Krafttier) einmal mich kontaktet.

Schon vor meinen Möglichkeiten mit dem 2. Reiki-Grad hatte ich einige erstaunliche Erlebnisse mit Engeln. Ein Beispiel: Nach einer längeren Session im Internetforum, also an meinem Computer, ging ich aus dem Haus auf einen Spaziergang. An der nahen S-Bahn-Haltestelle sprach ein Mann mich an mit den Worten: „Haben Sie Feuer?“ In seinen Augen blitzte etwas auf das mich ein wenig erschütterte. Ich gab ihm Feuer und ging leicht verwirrt meines Weges. Nach ein paar Minuten wurde ich wütend. Mir wurde einiges über einen Sachverhalt bewusst, über den ich eben im Forum geschrieben hatte, und ich merkte dass ich mich hier stärker durchsetzen musste, bzw. eine Opferrolle lebte, wieder einmal.

Erzengel Michael ist mit dem Archetyp des Inneren Kriegers verbunden, sein Element ist Feuer und seine Farbe gelb. Nach dem Treffen mit dem Mann spürte ich richtig körperlich Wut in mir, damals eine seltene Wahrnehmung für mich, die ich auf meinem Spaziergang dann abreagieren konnte. Die Tage danach hatte ich ständig die Farbe gelb vor mir. Egal wohin ich ging, mir vielen dauernd alle möglichen gelben Sachen auf. Zusätzlich tauchte der Name Michael extrem häufig auf, z.B. als Name auf Lastwagen, im Fernsehen, in Gesprächen unter Bekannten. Es war dermaßen intensiv dass es kein Zufall mehr sein konnte. Michael hielt Kontakt mit mir und führte mich.

Das Thema Durchsetzung und Kriegerkraft war in der Zeit ein sehr wichtiges, weil ich mich in mehreren Situationen durchbeißen musste. Im Großen und Ganzen ging es um meinen persönlichen Paradigmenwechsel. Von einer katholischen Prägung, mit dem Migrationshintergrund meiner mütterlichen Linie als vertriebene Deutschstämmige aus Ungarn. Mit der entsprechenden traumatischen Entwurzelung, damit verbundenen Existenzängsten, und der daraus resultierenden Anpassung an traditionelle Werte. Hin zu einem schamanischen, spirituellen Weg, mit mystischen Praktiken und einer tantrischen Orientierung, bei dem Lebensfreude, Fülle und materieller Wohlstand, Sinnlichkeit, Spaß, Sexualität und die Große Göttin einen hohen Stellenwert besitzen.

Der Höhepunkt meiner mystischen Zustände passierte Anfang 2002, kurz vor meinem Umzug nach Münster. Ich hatte mich Vollzeit anstellen lassen in dem Kulturzentrum und arbeitete in der Garderobe. Die war in einer Niesche im Gastraum der Kneipe platziert. Irgendwann in der Nacht veränderte sich mein Zustand. Die Akustik in dem musikbeschallten und gut gefüllten Gastraum hörte sich anders an, irgendwie intensiver, und mein Körpergefühl veränderte sich. Es prickelte überall und ich fühlte mich leicht und glücklich. Ich blickte zu einem essenden, sich unterhaltenden Mann an einem der Tische und nahm ihn so war, dass ich er war, kein Unterschied mehr zwischen uns. Er hatte einen anderen Körper, aber ich fühlte ihn als einen Aspekt meiner selbst. Als ich umherblickte ging es mir mit den anderen Leuten fast genauso. Ich hatte das Gefühl dass ich alles kannte was hier passierte, alles war mir unendlich vertraut und es gab nichts was mich besonders berührte, weil alles so schön einheitlich und vertraut war, Alles und Alle ein Teil meiner selbst. Ich war also allein und fühlte mich phantastisch in einer Kneipe voller vergnügter Aspekte meiner Selbst!

Dieser Zustand hielt sich mehrere Tage. Mein Gehör war empfindlicher, jeder Schritt den ich ging war eine kleine Sensation, all die Geräusche um mich erreichten noch direkter als sonst meinen Körper. Ständig hatte ich dieses tolle prickelnde Körpergefühl, war häufig glückseliger Stimmung, manchmal allerdings auch das Gegenteil. Alles was um mich herum geschah war entweder ich in der Interpretation meiner Wahrnehmung, oder wirkte wie ein Film. Wie eine Erinnerung oder eine Reflexion von realen Ereignissen aber nicht wirklich real in dem Sinne, wie ich „Realität“ bislang wahrgenommen hatte. Deswegen gab es auch nichts, das mich störte oder besonders emotional berührte, gleichzeitig war mein Erleben ein intensiver sinnlicher Genuss. Ich war leicht und genoß einfach den Film.

Und so löste sich 2002 mein altes Leben langsam auf, ich war verwirrt und hatte doch die klarsten Momente meines Lebens gehabt. Von bodenständiger Erdung konnte keine Rede sein, doch ich war jetzt drogenfrei und kam ohne Cortison aus. Ich erlebte Spiritualität als etwas Praktisches und Heilsames, und begann mir meiner Göttlichkeit bewusst zu werden, weil ich erlebt hatte, dass es keine absolute Trennung zwischen Wesen gibt, und somit kann es auch keine Trennung zum Göttlichen geben. Ich hatte abgründige Tiefen und schwindelerregende Höhen in mir, lebendig und trübselig unflexibel zugleich. Ich war extrem offen und hochsensibel. Am 20. April 2002 zog ich nach Münster um und begann ein neues Leben.


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