Posts Tagged 'Erinnerung'

Evolution meiner Gesundung – Teil 2

Die Erinnerung an Neurodermitis erscheint mir vernebelt und überlagert. Überlagert von anderen Bildern oder eben von nebelhafter Taubheit, die den Zweck zu verfolgen scheint, den Schrecken nicht zu spüren. Oder von vernebelnden Glaubenssätzen, also davon was ich glaube, wie mich die Neurodermitis beeinträchtigt oder nicht beeinträchtigt. Beispiel … sobald ich neue offene Stellen am Gesicht oder den Händen produziert habe, fühle ich mich besonders frustriert. Unter anderem weil ich weiß, dass andere Menschen das sehen können. Wenn ich mich aber versuche daran zu erinnern, wie in der Vergangenheit ein anderer Mensch negativ auf meine Haut reagiert hat, fällt mir kaum eine konkrete Begebenheit ein.

In Sachen Glaubenssätze hatte ich vor rund 2 Jahren eine aufrüttelnde Begegnung mit einem Geistheiler. Er führte mir vor Augen, dass ich in dem Glauben lebte, dass die Neurodermitis mich nicht besonders behindern würde. Danach wurde mir klar, wie tief ich die Krankheit verdrängt hatte. Das brachte mir natürlich den „Vorteil“, dass ich mich nicht besonders um ihre Heilung zu kümmern brauchte. Mittlerweile weiß ich, dass die Neurodermitis ca. 40%, in akuten Zeiten sogar 70% meiner Lebenskraft verbraucht. Ein Psychologe führte mir neulich vor Augen, dass es sich genau um die Kraft handelt die ich brauche, um wirtschaftlich erfolgreich und in der Liebe langfristig glücklich zu werden.

Ich kann, wenn ich tief entspanne und in eine entsprechende Trance gehe, die Neurodermitis klar erleben. Das ist nicht schön und ich mache das nur als therapeutische Anwendung. Es hilft mir dabei, meine Alltagstrance besser zu verstehen, in der ich die Krankheit gottlob nicht so intensiv erleben muss. Das subjektive Erleben ist ohnehin eine relative Angelegenheit. Mittlerweile ist erwiesen, dass Schmerzen und Juckreiz erlernte Verhaltensmuster und keine zwingenden Folgen von physiologischen Begebenheiten sind!

 

Meine früheste Erinnerung an die Neuro, da war ich vielleicht 5 Jahre alt. Meine Oma ging zum Hautarzt mit mir, und das anschließende Highlight war, dass sie mir Pommes Frites spendierte. Eine Besonderheit auf meinem Speiseplan.

Dann erinnere ich mich an genervte Aufforderungen meiner Mutter wie „Nicht kratzen!“ Da ich meinen Körper häufig krümmte aufgrund Reizüberflutung, hörte ich oftmals bei Spaziergängen „Geh aufrecht!“. In meiner Heilerausbildung lernte ich später, dass die gekrümmte Körperhaltung häufig vorkommt bei Hochsensiblen. Beides stieß auf wenig bis gar keine positive Resonanz in mir, nur auf widerwilliges Befolgen, das dann bald wieder vergessen wurde. Ich fühlte mich kritisiert und trotzte. Hatte als Kind und Jugendlicher extrem wenig Bewusstsein darüber, dass mein Wohlbefinden von meinem Verhalten abhing. Neurodermitis war eben mein Schicksal, das ich mir nicht zutraute beeinflussen zu können.

Was ich schnell lernte, war Kompensation. Mit 13 Jahren begann ich mit Rauchen. Das geschah ungefähr zeitgleich mit meinen ersten Schwierigkeiten in der Schule. Da ich mich nicht traute, über die Probleme zu reden, brauchte ich etwas, das mich zu etwas besonderem machte. Ein mächtiges Werkzeug, das mir ein Gefühl von Macht gab. Die Schwierigkeiten bestanden zum einen darin, dass ich von Mitschülern verspottet wurde und mich nicht dagegen wehrte. Zum anderen begannen die schulischen Anforderungen erstmals, gewisse Anstrengungen von mir abzuverlangen. Da ich keine Lust hatte, Vokabeln zu lernen, fiel es mir trotz guter Begabung zusehends schwerer, dem Notendruck standzuhalten.

Ich entwickelte eine Menge inneren Druck während der Pubertät. Über meine Neurodermitis sprach ich kaum. Ich wusste kaum etwas darüber, und konnte mir auch keinen aufgeklärten Umgang mit der Erkrankung vorstellen. Weil es so etwas nicht gab in meiner Glaubenswelt. Ich ging zum Hautarzt und bekam Cortison und Antihistaminika. Der Hautarzt und in jüngeren Jahren der Kinderarzt waren die Instanz, die mir sagte wo es in Gesundheitsfragen lang ging. Punkt. Ich stellte keine Fragen und erhielt keine unaufgeforderten Antworten. Von Mitschülern und aus dem Freundeskreis gab es kaum Bemerkungen oder Fragen zu meiner Neurodermitis. Das ganze Thema schien unter dem Mantel des Schweigens zu liegen.

Schweigen hatte ich ohnehin schon als Kleinkind gelernt, weil im Haus meiner damals noch selbständigen Eltern Angestellte und Kunden ständig präsent waren. Es gehörte zum guten Ton, immer nett zu grüßen und stets gute Miene zu machen. Heute habe ich verstanden, dass ich schon früh Affektblockaden entwickelte. Wenn ich meine Wut ausdrückte, dann ab einem frühen Zeitpunkt nur noch über das Kratzen.

Ernährung war kein Thema in meiner Jugendzeit. Ich trank Fruchtsäfte verdünnt mit Kohlesäure-versetztem Mineralwasser. Und regelmäßig Kuhmilch. Ich aß vor allem Schweinefleisch, weiße Weizenmehlprodukte und Schwarzbrot. Bioläden gab es nicht. Salat und Gemüse ja, als Beilage in überschaubaren Mengen, im Sommer und Herbst immerhin öfter biologisch im Garten meiner Eltern gezogen.

Der Jahresurlaub in den Bergen oder am Meer war Anlass zu Entspannung und zur Besserung der Haut. Entspannung lieferten auch häufige luzide Träume. In diesen Träumen war ich in der Lage, die Kontrolle über das Geschehen zu übernehmen. Ich konnte mich darin z.B. vom Boden abstoßen und an beliebige Orte fliegen. Meist waren das Orte in der Natur, in denen ich gut regenerieren konnte. Später lernte ich, dass es sich um Astralreisen handelte, und dass ich meine Begabung gezielt für meinen seelischen Ausgleich und die Vergrößerung meiner Lebensfreude nutzen konnte.

 

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Evolution meiner Gesundung – Teil 1

Zuerst heile den Geist. Dann heile den Körper. (Dr. Mikao Usui)

Ich habe gehört dass der Körper nicht vergisst. Alles was ich gesehen, gehört, gefühlt, gerochen, geschmeckt und erlebt habe, wird demnach von meinem Körper abgespeichert wie Daten auf einer Festplatte. So dass es auch nach Jahren noch verfügbar ist, wenn ich die Information wirklich brauche. Das allermeiste der gemerkten Informationen bleibt demnach jedoch unbewusst, so dass ich mich nicht mehr erinnere, selbst wenn mein bewusstes Selbst es will. Subjektiv kann ich also vergessen. Ich bin gerade dabei, meine Fähigkeit des Vergessens bewusster wertzuschätzen.

Mir stehen Erinnerungen nicht mehr zur Verfügung, eine Menge Details meines Leben, von denen ich lange Zeit geglaubt habe, es wäre ein Mangelzustand, wenn ich mich an sie nicht erinnern kann. Details die wahrscheinlich heute noch verstörend wirken würden oder sogar traumatisch. Lange Zeit glaubte ich, das Maß meines Erinnerungsvermögens sei mit dem Maß meiner ganzheitlichen Gesundung gleichzusetzen. Ich glaubte, dass die Heilung des Geistes nur so vonstatten gehen kann, dass emotionale Schockzustände nochmals durchlebt werden müssen, damit man sie ganz loslassen kann. Nun ich habe gelernt dass das nicht so ist. Und das ist gut so!

Es hat gedauert, doch nun kann ich annehmen, dass mein Gedächtnis nicht wie ein Supercomputer funktioniert (im Sinne von mechanisch-kontrollierbar), der von meinem Ego zu allem und jedem befragt werden kann. Ich kann nun annehmen, dass ich emotional nur beschränkt belastbar bin. Und dass mein Unterbewusstsein dafür sorgt, dass bestimmte Erinnerungen aus Selbstschutzgründen im unerreichbaren Bereich bleiben. Ich glaube, das ist einer der wichtigsten Frieden, die ich mit mir geschlossen habe.

Ich habe Reisen in vergangene Leben unternommen und dabei schmerzhafte Entscheidungen, leidvollste Gemütszustände und beängstigende, weil missbrauchte Freiräume beobachtet. Wie gut dass ich mich bewusst nicht an alle Erfahrungen meiner Vorleben erinnern kann. Ich habe andere Menschen in vergangene Leben begleitet und zusammen mit ihnen beobachtet, wie sie schreckliche traumatische Situationen durchlebt haben. Dabei konnte ich unmittelbar erfahren, wie wichtig die Fähigkeit des Geistes ist, den Körper zu verlassen. Denn dadurch kann sich der Mensch schmerzfrei halten, und eine emotional unbeteiligte Position einnehmen, die nur beobachtet was geschieht, ohne etwas zu spüren, ohne zu merken dass er selbst das leidende Objekt ist.

Doch das ist etwas anderes als dieses Leben. Hier habe ich oftmals an mir selbst gezweifelt, wenn ich in einem Loch versackt bin. Oft erlebte ich mich als Opfer, war frustriert, verängstigt, depressiv und unzufrieden. Und habe mich gefragt, wann zum ersten Mal die Traumatisierung aufgetreten ist, die ich gerade wieder durchlebte, manchmal ohne mir deutlichen Anlass. Es musste einfach ein klar definiertes Erlebnis her, ein Auslöser, und ein verursachender Zustand, wie z.B. Angst davor von meinen Eltern getrennt zu sein, oder nicht akzeptiert zu sein oder sonstwas negatives das ich loslassen können würde, wenn ich wüsste was es ist. Es musste ein reparaturfähiger Defekt her.

Ganz langsam habe ich gelernt, dass ich nicht abhängig bin von Erinnerungen an die Vergangenheit.

Die Evolution meiner ganzheitlichen Gesundung scheint mir sehr eng mit der Entwicklung meiner Unabhängigkeit verknüpft. Deshalb wird aus einem grüblerischen „Warum passiert mir das?“ oder „Was ist nur los, was ist so dramatisch schief gelaufen in meinem Leben?“ mehr und mehr ein handlungsbereites „Wie kann ich jetzt dafür sorgen, dass ich mich glücklich fühle?“. Aus meinen Klagen wird mehr und mehr gefühlte Dankbarkeit. Das ist der Punkt wo ich heute stehe, nicht schlecht.

Ein Satz „Es ist nie zu spät, eine glückliche Kindheit zu haben“ – Titel eines Buches das ich nicht gelesen haben – beschreibt gut die langfristige Auswirkung meiner Bemühungen um Heilung meiner geistigen Verfassung. Durch Energiearbeit, umdenken, neue Erfahrungen und neue Gewohnheiten verändere ich meinen Standpunkt so, dass ich von der früher ziemlich negativen Bewertung meines Lebens immer mehr zu einer großen Akzeptanz komme. Ich sehe ein, dass alles was ich erlebt und erfahren habe genau so sein musste, damit ich dieses Leben so leben kann. Und es ist ein gutes Leben, ich spüre mein glücklich-sein selbst an Tagen an denen ich krank bin und es mir schlecht geht. Es spielt letztlich keine Rolle, was sich äußerlich abspielt, denn das Ganze das ich bin, ist und bleibt makellos, und so schön sind auch meine wahren Gefühle.


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