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Veränderung nein danke?!?

 

Patrick Süßkind beschreibt in seinem Roman „Die Taube“ die Not eines Mannes mit einer winzigen Veränderung seines privaten Lebensraums. Eines schönen Tages hat sich eine Taube auf dem Gang vor seinem Appartement verirrt und einige Marken ihrer Verdauungsaktivität dort hinterlassen. Der Mann gerät darüber so sehr in Verunsicherung, dass er infolge solcherart Provokation Dinge tut, die er niemals vorher getan hat. Er redet mehrere Sätze am Stück mit seiner Hausherrin, mit Inhalten, die weit über das übliche „Guten Tag“ hinausgehen. Er meldet sich krank, er zieht in ein Hotelzimmer, er denkt nach über seine Kindheit, seinen Vater, seine Adoptiveltern, seine Armeezeit …. Dinge die er sonst niemals zu tun pflegt.

Aus Sicht der vedischen Chakrenlehre zeigt dieser Mensch mit seiner Überforderung intensivste Anzeichen eines chronisch überlasteten bzw. schlecht entwickelten Solar Plexus – Chakras. Die Abgrenzung funktioniert nicht, der Mann kann sein Ich nicht behaupten und reagiert deshalb extrem empfindlich auf Veränderungen in seiner Privatsphäre.

Ähnliche Probleme finden sich häufig bei sensiblen Menschen und Neurodermitikern. Die geschädigten Organe Haut, Lunge und Darm sind „Kontakt-Organe“ mit der Umwelt. Sie reagieren mit Trockenheit, Juckreiz, sonstige Gereiztheit und Entzündung auf Umgebungseinflüsse. Auf der psychischen Ebene entsprechen emotionale Empfindlichkeiten dieser Thematik, und auch der Wunsch, dass alles so bleiben soll wie es ist. Wenn es schlimm wird mit der Haut, wenn sie entzündet ist, spannt, juckt und vor allem wenn Stellen offen sind und nässen, werden selbst leichte Temperaturveränderungen zum Stress und Schmerzfaktor. Dann schwindet schnell auch der letzte Rest Lust auf die Außenwelt, die Salbe wird zum Schutzpanzer oder, wie ich es bei einigen Neurodermitikern beobachtet habe, der Körper legt sich ein schützendes Fettpölsterchen zu. Das Thema Schutz wird groß und wichtig. Weil die natürliche Immunabwehr sehr geschwächt ist, ebenso das Ich, die Abgrenzung, die Selbstbehauptung.

Rückzug vor dem Leben ist natürlich auf Dauer keine Lösung, und sich auf das Leben einzulassen bedeutet, sich auf Veränderung einlassen, denn Leben bedeutet Veränderung und Entwicklung, während Bewegungslosigkeit und Starrheit Tot bedeutet. Leben ist Entwicklung und Prozess und das ist gut so, denn sonst würde ich mit den Neurodermitis-Symptomen die ich in all den Jahren erlitten habe, alle Hoffnung und Lebensfreude fahren lassen. Mir ist auch noch kein Mensch begegnet, der nicht irgendwie gelitten hat, oder Träume, Wünsche, Ziele besitzt, die ihn zu Veränderung veranlassen würden, wenn er sich die Heilung oder den Erfolg gestatten würde.

Stell Dir vor, das Leben sei ein Fluss, der dem Mutterschoß – der Erde – entspringt, durch Landschaften – Erfahrungsräume – fließt, sich immer wieder mit anderen Wesen vereinigt. Sein Weg verläuft nicht gerade, denn kein Bach oder Fluß fließt gerade. Er mäandert durch das Land, und deshalb sieht das Wesen, das in ihm schwimmt nicht, was es hinter der nächsten Biegung erwartet. Es gibt Wirbel, Steine und Wasserfälle im Flussbett, und selbstverständlich kann sich das Wesen an einen Stein klammern oder einen Baum am Ufer, oder an ein anderes Wesen. All das Klammern hat Konsequenzen, manchmal gute und manchmal schlechte. Es besteht die Möglichkeit auf viele Erfahrungen, ständig die gleichen oder immer wieder andere, das Schwimmen im Fluss des Lebens kann trainiert werden. Ob das Wesen schwimmt oder festhält – am Ende seines Lebens wird es loslassen, wenn es sich nicht künstlich gebunden hat, eine Art unnatürliche Anhaftung die ebenfalls möglich ist. Schließlich mündet der Fluss in den großen Ozean, in dem sich all die Wesen ganz nahe kommen, mit spielerischer Leichtigkeit Eins werden, und die Träume, Erfahrungen, Beweggründe und Fähigkeiten sich vermischen zu einem großen Ganzen in dem die Zeit keine Rolle mehr spielt.

Ich unterstelle einem Großteil der sensiblen Menschen eine erhöhte Anpassungsfähigkeit, die sich aus dem Einfühlungsvermögen in die Gefühle und den Willen anderer Wesen ergibt. Wenn ein solcher Mensch intensiven Kontakt hat zu unbeweglicheren Menschen, lässt er sich tendenziell von diesen bestimmen. Langfristig geht er dann mit seinen Bedürfnissen unter und verliert den Kontakt zu sich selbst, weil er sich viel zu sehr anpasst. Wenn nun ein solches Kind sich derartig an die Eltern und ihr soziales Feld anpasst, und diese sind sich als Paar in vielen Punkten nicht einig, oder sind nur noch aus lebenspraktischen Gründen statt aus Liebe zusammen, gerät es in ein Konfliktfeld. Es kann in vielen Situationen nur einem Elternteil gerecht werden, und trägt deshalb viele unlösbare Spannungen in sich, muss sich ständig für den einen und gegen den anderen Elternteil entscheiden.

Von vielen Neurodermitikern weiß ich, dass die Symptome besser wurden, als sie selbständiger wurden und aus dem Elternhaus auszogen. Als Kind fühlten sie sich für die Ehe ihrer Eltern verantwortlich, vielleicht wegen dieser Spannungen und dem „nichts richtig machen können“. In dem provokativen Bestseller “Feuchtgebiete” von Charlotte Roche wird dieses Gefühl der Verantwortung für die Ehe der Eltern ausgiebig und unterhaltsam beschrieben, wenn man Beschreibungen hygienischer Details mag.

Ich habe von Elternbeziehungen erfahren, die über Jahre und Jahrzehnte hinweg immer die selben Konflikte mit sich herumschleppten und einfach nichts dagegen getan haben. Ein einfühlsames Kind muss wütend und traurig sein darüber, die Spannungen sind einfach unerträglich. Und wenn es das nicht zeigen darf, weil sich die Eltern nicht mit den Gründen der Trauer und Wut des Kindes auseinandersetzen wollen, muss das Kind eben eine Neurodermitis und Allergien entwickeln, oder psychische Symptome wie Ängste, Depressionen, Autoaggressionen und ADHS. Irgendwie bricht das Leben eben immer durch, lässt die Seele über den Körper kommunizieren, wenn Worte und Stimmungen nicht ausreichen.

Obwohl Sensible (und das sind Neurodermitiker m.E. in aller Regel) anpassungsfähig sind, brauchen sie doch eine relativ spezialisierte Umgebung, die auf ihre besonderen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Z.B. Schutz gegen Elektrosmog und ständig wechselnde Einflüsse (z.B. Menschen, Lärm, optische Reize in der Stadt), gesunde Nahrung, hochwertiges Trinkwasser, geomantisch hochwertige Örtlichkeiten und eben möglichst konflikt-kompetente Bezugspersonen. Durch diese erhöhten Anforderungen an die Umgebung werden sie vergleichsweise unflexibel und das führt zu erschwerten Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt und im sozialen Leben. Je größer der Druck aus der Umgebung wird, desto größer wird die Überlastung des oben genannten 3. Chakras (Solar Plexus Chakra). Diese Reizüberflutung führt u.a. zu starker Neigung zu Ängsten, zu Schuld- und Ohnmachtsgefühlen, übererregte Nerven, Schlafstörungen, Verlust der Körperwahrnehmung und traumatisierte Bewusstseinszustände.

Die durch das Umfeld angetriggerten Konflikte verstärken sich dadurch, und die Person fällt wie der Protagonist in Die Taube in einen Zustand großer Ängste vor Veränderung.

 

Was bewirkt Angst vor Veränderung?

Jede Interaktion mit anderen Wesen beinhaltet die Möglichkeit der Veränderung. Wenn ich mit einem Menschen in Kontakt kommen will, der über die bloße Sachebene hinausgeht, muss ich mich für ihn öffnen, also bereit sein, mich von ihm verändern zu lassen. Die Angst vor Veränderung führt zu Verschlossenheit, Vereinsamung und im schlimmsten Fall zu autismusartigen Störungen.

Wenn Mensch sich vor der Umwelt verschließe, wird sein Weltbild irreal, und durch dieses Leben aus der Vorstellung, anstelle der der hier und jetzt sinnlich erfahrenen Realität, wird der Kontakt zu anderen Menschen noch schwieriger. Denken und Handeln aus der Vorstellung führt zu Dogmatismus und Machtkämpfen.

Probleme entstehen in jedem Menschen selbst. Das gilt auch für umwelt-sensible Menschen. Bei ihnen kommen die Auslöser von Symptomen und Problemen zwar aus dem Umfeld, aber sie sind selbst für ihre Abgrenzung vor bzw. konstruktiven Umgang mit diesen Auslösern verantwortlich. Probleme können nur gelöst werden, indem Dinge anders gemacht werden als früher, also nur durch Veränderung.

Menschen ziehen oft das Leiden dem Glück und der Gesundheit vor, weil es ein bekannter Zustand ist.

In unserer Zeit, in vielen Kulturen, und besonders in Deutschland haben wir eine besondere „Leid-Kultur“ entwickelt, in der Leid zu einer Tugend stilisiert wird, genauso wie Mangel, Unselbständigkeit und sexuelle Enthaltsamkeit. Wer gerne arm und unterwürfig als „alte Jungfer“ leben will, sollte seine Angst vor Veränderung mit einem dazu passenden Weltbild pflegen, das gerne mit steil erhobenem moralischen Zeigefinger gepredigt wird. Besondere Spannung erhält dieser Bedürfnis-Konflikt aus der Tatsache, dass unser öffentliches Leben, Werbung, Medien, Kultur, prall gefüllt ist mit Wünschen nach Reichtum, Freiheit und Sex. Deshalb lebt ein großer Teil der Deutschen „oversexed and underfucked“. Sie denken ständig an Sex und praktizieren es in wesentlich geringerem Umfang und weniger abwechslungsreich, weniger tief und weniger phantasievoll als sie davon träumen.

Ähnlich bedürftig verhält es sich mit der Qualität der Nahrung, was dazu führt, dass etliche Deutsche in einer der weltweit reichsten Gesellschaften ausgerechnet Unterernährung aufgrund Vitalstoff- und Wassermangel als Krankheits- und Todesursachen produzieren.

Das Leben hält jedoch für jeden Menschen Möglichkeiten der Erlösung und Erfüllung bereit. Diese Geschenke kommen vermehrt, wenn wir im Fluss des Lebens schwimmen und die Gelegenheiten ergreifen die sich bieten. Ganz besonders wenn wir dabei flexibel sind, also nichts bestimmtes erwarten. Eine solche Haltung lässt sich bestens mit Zielen vereinbaren, die wir uns sinnvoller Weise so setzen, dass sie auch etwas anders werden können oder zu einem anderen Zeitpunkt, als wir es uns vorstellen.

 

Hausapotheke für Veränderungs-Symptome

Zum Schluss möchte ich auf ein paar Mittel hinweisen, die nach meiner Erfahrung helfen bei der Überwindung von Blockaden aller Art gegen sinnvolle Veränderungen. Bei starken Ängsten würde ich professionelle Hilfe durch Psychotherapie, NLP und Hypnose, Homöopathie und Lebensberatung in Kombination mit Energiearbeit und schamanische Sitzungen nutzen. Denn da gibt es tolle Möglichkeiten, die teilweise sehr schnell und sicher zur Besserung führen.

 

Bachblüten

Walnut – stabilisiert, fördert Mut, Veränderungsbereitschaft, Ich-Stärke, Organisationsfähigkeit und sachliches Denken.

Rescue Remedies – Notfalltropfen, bei Stress und Schockzuständen, in die Mitte kommen

Mimilus – bei bestimmten, konkret benennbaren Ängsten (dazu zählt auch Angst vor unsichtbaren Dingen wie z.B. Geistern)

Aspen – bei unbestimmten, nicht konkret benennbaren Ängsten

Pine – heilt Schuldgefühle, die immer dann auftreten, wenn Verantwortung für die eigenen Bedürfnisse übernommen wird (ggf. anstelle der Rücksicht auf die Bedürfnisse Anderer)

 

Heilsteine

Lepidolith – heilt Traumata und hilft so, optimistisch in die Zukunft zu blicken und das Leben auf die Reihe bekommen.

Aragonit – beruhigt die Nerven. Führt bei langfristiger Einnahme als Essenz zu dauerhafter Weiterentwicklung des 3. Chakras, im Sinne von Ich-Stärke, Organisationstalente, konstruktive Machtanwendung und klares sachbezogenes Denken.

Citrin – Optimismus, gute Laune, klares praktisches Denken

Rauchquarz – baut akuten Stress ab

Schwarzer Turmalin (Schörl) – Erdung …. an den vorderen Teil der Füße halten (Zehen bis Ballen). Absolut wichtig für regelmäßigen Gebrauch!

Bergkristall – Klarheit und Stabilität, Vision, Hellsicht. Der Universalstein für praktisch alle Anwendungen, auch in Kombination mit anderen Heilsteinen.

Amethyst – Auflösung von Anhaftungen, zeigt den Sinn des Lebens, regt die Phantasie an, Heilstein bei Neurodermitis, Verarbeitung von Traumata im Traum (einige Zeit unter das Kopfkissen legen, nach wenigen Nächten verstärkte Traumaktivität – oft bewusst, wenn diese nachlässt Kristall wieder zurücknehmen).

Peridot – heilt Schuldgefühle

 

Hara-Meditation

Führt zu emotionaler Stabilität, Zentrierung, Zielgerichtetheit und Durchsetzungsvermögen. Entlastet das 3. Chakra. Hilft, bei sich zu bleiben, auch wenn viel Trubel ist in der Umgebung. Hara-Atmung regelmäßig praktizieren.

 

Muster-Unterbrechung

Wenn Du raus willst aus der allgemeinen Unwilligkeit zur Veränderung, beginne damit, eine beliebige Sache in deinen Gewohnheiten zu ändern. Einfach so – idealer Weise zum Spaß!

Wenn Du ein Problem loswerden willst, verändere irgend etwas in dem Kontext in dem es auftritt – ganz egal was. Fahre fort mit einfachen Veränderungen, ohne zu erwarten dass das Problem sich erledigt hat. So lange, bis es sich erledigt hat.

 

Bewegung

Ein weiterer Schamanentrick, um Veränderung herbeizuführen, ist spazieren gehen, schwimmen, eben körperliche Bewegung aller Art. So viel Bewegung wie möglich, am besten in der Natur, und ohne den Körper auszupowern – eben aerobe Bewegung, die den Sauerstoffgehalt im Körper vermehrt. Im Idealfall zu Zeiten, wo man es sonst nicht tut (s.o. Musterunterbrechung).

 

Der magische Tresor

Entlastet die Psyche. Weitere Entspannungstechniken wie autogenes Training, kreatives Visualisieren, Meditation, Reiki, schamanische Reisen, Trancen und vieles mehr sind selbstverständlich ebenfalls bestens geeignet zur Stabilisierung.

Überhaupt hat ist jede Entspannungstechnik, die jemand selbst erlernt hat, eine konstruktive Sache, weil er dadurch selbst für sich sorgen, und seine Psyche selbst regulieren kann. Jeder Mensch ist für sein Wohlbefinden und seine Gefühle selbst verantwortlich, und diese Selbstliebe kann auf dem Weg des Lernens – was auch Lebendigkeit bedeutet – immer weiter ausgebaut werden.

Guten Mut und viele tolle neue Erfahrungen!

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HARA Stabilisierung Teil 3 – Die Power-Meditation

Die folgende Meditation ist nicht ganz einfach, doch sollte sie keine Probleme bereiten, wenn Du schon etwas Erfahrung mit Meditation, autogenes Training, Yoga, Qi Gong etc., oder mit den Übungen in den vorangegangenen Beiträgen gesammelt hast:

https://unterdeinehaut.wordpress.com/2012/12/20/stabilisierung-durch-hara-atmung/

https://unterdeinehaut.wordpress.com/2013/01/14/hara-atmung-teil-2/

Sie ist meiner Meinung nach eine der mächtigsten Übungen, um viel Energie ins Hara zu bekommen. Und damit emotional stabiler, geerdeter und ausgeglichener zu werden. Sie zentriert, wirkt sich beruhigend auf das ganze Bauchgefühl, den Magen-Darm-Trakt und die Nerven aus.

Ich habe gehört, dass sie traditionell von taoistischen Praktikern (Mönchen) angewendet wird.

Beim üben wirst Du feststellen, dass die Energie, die dem HARA zuströmt, immer mehr wird, je länger Du übst. Das kommt daher, weil wir hier direkt das Prinzip anwenden „Die Lebensenergie folgt der Aufmerksamkeit“. Wir bündeln unsere Aufmerksamkeit immer stärker auf das HARA, und deshalb wird der Energiestrom immer intensiver.

 

Basics zu Meditation

Beim meditieren geht es darum, die Aufmerksamkeit auf dem Ziel zu halten, über das Du meditierst. In diesem Fall das HARA oder chinesisch Dan Tien. Seine Lage ist 2 Fingerbreit unterhalb des Bauchnabels, einige cm innerhalb des Körpers.

Im Normalfall wird Deine Aufmerksamkeit oftmals durch Gedanken abgelenkt. Sobald das geschieht, wende dem Gedanken kurz bewusst Deine Aufmerksamkeit zu, bedanke Dich bei ihm für die Möglichkeit für die er steht, verabschiede Dich dann von ihm, und wende die Aufmerksamkeit wieder dem HARA zu.

Ganz wichtig dabei: NICHTS erzwingen!

Die Gedanken beruhigen sich erst nach einiger Zeit merklich. Solange gehe einfach immer wie oben beschrieben vor.

Hier geht es NICHT um Konzentration (=erzwungene Aufmerksamkeit). Stattdessen lass Dich faszinieren wie von etwas oder jemand sehr schönem, anziehenden. Lass Dich einfach anziehen vom HARA, dabei brauchst Du keine Anstrengung!

 

Die HARA – Power-Meditationstechnik

Wie bereits beschrieben ist Deine Aufmerksamkeit bei Deinem HARA. Atme dort hin, und nutze bei jedem oder jedem zweiten Einatmen folgende Vorstellung:

Zu Beginn stelle Dir das HARA als Scheibe oder Ball aus gelb-goldenem Licht vor, in der Größe einer 2 Euro – Münze. Beim nächsten Einatmen stelle es Dir halb so groß vor. Beim nächsten Mal wiederum um die Hälfte verkleinert … und so weiter.

Falls Dir das Verkleinern schwer fällt, dann mache es nur jedes 2. Mal.

Nach meiner Erfahrung gibt es so einen Moment, wo mein Bewusstsein quasi ins Hara reinrutscht. Ab dann höre ich auf, mich dagegen aufzulehnen, mir den Bruchteil eines Millimeters vorzustellen. Ich muss es nicht mit dem Auge tun. Vielmehr merke ich einfach an der Veränderung der Energie, dass ich den Ball wieder verkleinert habe in der Vorstellung, und wieder…, und wieder …, u.s.w. Und dann wird es einfach und ganz selbstverständlich.

Dauer ab 5 Minuten, gut finde ich 2 mal täglich 10 Minuten. Länger geht natürlich auch. Es ist aber besser regelmäßig kurz als selten und ganz lange. Viel Spaß und gute Entspannung!!!

Neurodermitis ist keine Hautkrankheit

Letztens war ich erstmals bei einem naturheilkundlich ausgebildeten Allgemeinmediziner, von dem ich ungefähr wußte was mich erwartete. Da dieser Arzt vom Bundesverband der Neurodermitiker empfohlen wird, wurde ich auf ihn aufmerksam. Der Bundesverband in Boppard vertritt eine Gangrichtung, mit der die Spezialklinik Neukirchen, und die Kliniken Schloss Frankenburg und Blankenstein komplementärmedizinisch (=Schulmedizin plus Naturheilkunde) therapieren.

Zu meinem Glück ist dieser nicht unsympathische Arzt in einem Vorort von Münster ansässig. So kann ich ohne Reiseaufwand in Kürze mit einem qualifizierten Therapiekonzept den Impuls vertiefen, den ich aus der Klinik Neukirchen, Haus Rötz letzten Herbst mitgenommen habe.

Das Konzept lässt sich zunächst einmal mit dem Satz in der Überschrift beschreiben, dass Neurodermitis keine reine Hautkrankheit ist. Vielmehr sehen die Anhänger dieser Auffassung die Hautentzündungen und den Juckreiz als Symptome, die durch anlagebedingte Störungen des Immunsystems und durch psychischen Stress ausgelöst werden. Die Immunstörung ist demnach wiederum allergiebedingt, was ich an einer erhöhten Zahl von Antikörpern im Blut, insbesondere vom Typ Immunglobulin E (IgE) im Labor nachweisen lässt.

Soweit ich den Arzt richtig verstanden habe, sind Freie Radikale eine Ursache für den erhöhten IgE-Wert. Das sind reaktionsfreudige, toxische Verbindungen, die durch allerlei Umweltgifte in den Körper gelangen oder dort entstehen. Z.B. bilden sich durch eingelagerte Schwermetalle ständig freie Radikale im Körper. Antioxidantien wie Vitamin C neutralisieren die freien Radikale. Jedoch nicht in ausreichendem Maß, wenn mit der Nahrung zu wenig Antioxidantien zur Verfügung stehen.

Deshalb ist ein Teil der Therapie die Verabreichung von stark hochdosiertem Vitamin C über längere Zeit, um die freien Radikale auszuleiten. Zum anderen eine gründliche Ausleitung der Schwermetalle. Als drittes wird das Säure-Basen-Gleichgewicht hergestellt (die meisten Menschen sind übersäuert). Mit dieser Voraussetzung kann dann der Darm saniert werden, also auch dort eingelagerte Umweltgifte und toxische Nahrungsrückstände ausgeleitet. Ebenso werden pathogene Pilze ausgeleitet aus dem Darm. Nach der Ausleitung wird der Darm mit Probiotischen Kulturen aufgebaut.

Die ganze Prozedur mit Entgiftung und Darmsanierung dauert ungefähr 1 Jahr. Ich kann darauf hoffen, dass zumindest der größere Teil der Behandlung von der Kasse bezahlt wird. Mittlerweile habe ich Erfahrung im Umgang mit Krankenkassen. Als Mitglied des Bundesverband der Neurodermitiker bekomme ich erfahrene vorgerichtliche Hilfe, so dass ich denke dass meine Kasse einlenken wird.

Was ich an diesem Ansatz besonders gut finde ist die Aussicht, viel eingelagertes Gift aus meinem Körper zu bekommen. Ich bin zwar bereits vergleichsweise gut entgiftet, aber gerade Schwermetalle und Medikamten-Rückstände können sich über Jahrzehnte hartnäckig im Körper einlagern. Ob es zur Erscheinungsfreiheit führt, wird sich herausstellen. Ich denke, neben solchen stofflichen Ursachen ist die Psychosomatik eine weitere wichtige Komponente.

Last not least sollte meiner Meinung nach jeder Mensch mit Neurodermitis verstehen: dass jede Salbe, jegliche innerliche und äußerliche Immunsuppressiva und Antiallergika nur das Symptom wegdrängen, aber nicht die Ursache behandeln. Auch wenn manche Menschen Glück haben und nach einer Cortisontherapie längere Zeit und womöglich für immer erscheinungsfrei sind – für ursächliche Behandlungen muss entgiftet und der Darm saniert, sowie die Psyche stabilisiert werden (Entspannung, Abgrenzungsfähigkeit etc.). Nach einem, wie ich finde sehr menschenfreundlichen Bild von Erkrankung, ist der Körper und erst recht nicht der Mensch kaputt. Vielmehr macht der Mensch das Beste, das er im Rahmen seiner augenblicklichen Möglichkeiten tun kann. Also helfe ich mir selbst und erweitere meine Möglichkeiten, und irgendwann brauche ich keine Neurodermitis mehr!

HARA-Atmung Teil 2

Wie versprochen möchte ich heute die Übung „HARA-Atmung“ durch einige hilfreiche Visualisierungen vertiefen. Durch sie wird die Wirkung sehr verstärkt. Aber egal ob Du einfach nur die Atmung praktizierst oder das ganze Programm anwendest, die nachhaltige Wirksamkeit lebt von der regelmäßigen Anwendung.

Daher nochmal … das Hara (der Punkt 2 fingerbreit unterhalb des Bauchnabels etwas innerhalb des Körpers) ist die Mitte des Körpers. Wenn es gut aufgeladen ist mit Energie, dann ist der Mensch in seiner Mitte, stabil, zentriert. Menschen mit Neurodermitis und andere sensible Menschen sind oft aufgrund ihrer stärkeren Wahrnehmungsfähigkeit und leichteren Beeinflussbarkeit nicht gut zentriert. Sie sind mehr mit der Außenwelt beschäftigt und merken zu wenig, was sich in ihrem Inneren abspielt. Nach meiner Erfahrung sind labile Zustände bis in Schock-Intensität durchaus gängig, ganz heftig z.B. beim anaphylaktischen (allergischen) Schock.

Um also langfristige Stabilität zu erwerben, und damit auch extreme allergische Reaktionen oder Kratzattacken zu vermeiden, solltest Du Dich sehr gut mit dem HARA verbinden. Also häufig und ausgiebig die Aufmerksamkeit dort halten und hineinatmen. Das geht bei vielen Tätigkeiten und ist besonders heilsam bei Spaziergängen in der freien Natur.

Die folgenden verstärkenden Zusatzmaßnahmen kannst Du als meditative Übung machen. Sie sind auch sehr gut wenn es Dir akut schlecht geht, um wieder in Deine Kraft zu kommen.

Nun also zu den Specials. Du kannst sie nach Belieben kombinieren:

  • Grundübung: Aufmerksamkeit auf das Hara, und dort ruhig und tief hineinatmen
  • Aufladen: Stelle Dir vor, wie mit jedem Einatmen frische Lebensenergie durch die Nase und durch alle Poren Deiner Haut ins HARA strömt.
  • … und Entspannen: Entlasse mit jedem Ausatmen Spannung aus deinem Körper (lasse den Körper entscheiden, wo genau die Entspannung jeweils stattfindet)
  • Lege die sich berührenden Fingerkuppen Deiner beiden Mittelfinger mit minimalem Druck auf das Hara. Stelle Dir vor wie ein warmes, goldenes Licht von den Fingerspitzen ausgeht, das sich in Dein Hara und den ganzen Bauchraum hinein ergießt. Bleibe bei der Visualisierung während Du die Atemübung durchführst.
  • Gegen Ende der Übungszeit: Lege die sich berührenden Fingerkuppen Deiner beiden Mittelfinger mit minimalem Druck auf das Hara. Stelle Dir vor, wie sich dort ein Trichter bildet, dessen Mündung ins HARA gerichtet ist. Nun stelle Dir vor, wie aus allen Teilen des Körpers alle freie Energie, die gerade keine sinnvolle Verwendung findet, ins Hara fließt. Spüre wie der Körper ausgeglichener, und das Hara mit Kraft aufgeladen wird.
  • Verstärkung durch Autosuggestion: Lege die sich berührenden Fingerkuppen Deiner beiden Mittelfinger mit minimalem Druck auf das Hara. Stelle Dir vor wie ein warmes, goldenes Licht von den Fingerspitzen ausgeht, das sich in Dein Hara und den ganzen Bauchraum hinein ergießt. Sage nun 4 mal oder öfter die Worte:

    „Ich bin bei mir – Ich spüre mich – Ich bin gut zu mir – Ich liebe mich.“

So, mit diesen Zusatzübungen kannst Du ziemlich intensive Ergebnisse erzielen. Auch als energetische Erste-Hilfe-Maßnahme sind sie hervorragend. Viel Spaß und gute Entspannung!

Stabilisierung durch Hara-Atmung

Unruhe ist ja ein prägendes Element der Neurodermitis. Ich habe festgestellt, dass eine gute Fähigkeit zum Entspannen absolut wichtig ist für alle Betroffenen. Dafür gibt es diverse Möglichkeiten, die man in Kursen oder auch fortlaufenden Trainings erlernen kann. Wichtig ist auf jeden Fall die regelmäßige, am besten tägliche Anwendung. Zu den verschiedenen Formen wie z.B. Autogenes Training, Yoga, Tai Chi, Meditation, kreatives Visualisieren etc. wird hier später mehr kommen.

Ich will Euch hier heute die HARA-Atmung erklären. Das ist eine recht einfach erlernbare Atemtechnik aus dem Qi Gong. Das HARA (indisch) oder untere Dan Tien (chinesisch) ist die energetische Mitte des Körpers. Es sitzt ungefähr 2 Fingerbreit unterhalb des Bauchnabels, ein wenig innerhalb des Körpers.

In diesem Bereich des Bauchs können wir Kraft ansammeln wie in einem Depot. Tatsächlich ist es der einzige Bereich des Körpers wo das unbeschadet – ohne Bildung von Verspannungen – möglich ist. Soviel zur Theorie …

… und so funktioniert die Grundübung. Führe sie am besten regelmäßig morgens nach dem Aufwachen und abends vor dem Einschlafen 5-10 Minuten durch. Außerdem immer dann wenn Du Dich stabilisieren willst oder drohst „aus der Mitte zu kippen“ (also emotional sehr aufgewühlt bist, Dich selber kaum mehr spürst, oder sehr stark von außen beansprucht wirst, oder sonstwie Stress hast und Dich beruhigen willst):

  • Schüttel Dich ein wenig im Stehen, mach Deinen Körper locker.
  • Nimm eine entspannte Haltung im Liegen (auf dem Rücken) oder Sitzen ein.
  • Richte Deine Aufmerksamkeit auf den Unterbauch, den Punkt 2 Fingerbreit unterhalb des Bauchnabels, ein wenig innerhalb des Körpers. Du kannst auch Deine beiden Mittelfinger auf den Punkt legen zur besseren Orientierung.
  • Nun atme ganz bewusst in diesen Bereich hinein. Wenn es Dir nicht sofort gelingt ist das überhaupt nicht schlimm, sondern normal für Anfänger. Atme dann einfach so tief wie Du kannst und bleibe dabei ganz locker. Es ist schließlich eine Entspannungsübung und kein Leistungssport! Richte auf jeden Fall Deine Aufmerksamkeit auf das Hara. Wenn Du abschweifst, kehre einfach wieder dahin zurück und atme einfach weiter.

Das ist schon alles. Es gibt noch einige Tricks für Fortgeschrittene, mit denen die Wirkung der Übung verstärkt werden kann. Die beschreibe ich alsbald an dieser Stelle. Fürs erste hast Du jetzt gut was zu üben mit der Atmung und dem Halten der Aufmerksamkeit im Hara.

Gute Entspannung 🙂


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