Posts Tagged 'Astrologie'

Chiron – Praktische Anwendungen

Mit Mythen wie dem von Chiron lässt sich eine ganze Menge anstellen, um positive Effekte auf die Lebensqualität zu erzielen. Einige möchte ich nun herausgreifen:

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Mit der Geschichte arbeiten

Mythen üben ähnlich wie Märchen und manche Geschichten eine besondere Wirkung auf die Seele aus. Auf die folgende Art kannst Du bewusster mit den Wirkungen solcher heilsamer Geschichten spielen. Sie hilft Dir, das für Dich Wesentliche zu erfassen.

Lies den Text über den Chiron-Mythos durch mit dem Vorsatz, seine für Dich heilsamen Impulse zu erschließen. Lies bewusst und achte auf Deine gefühlmäßigen und körperlichen Reaktionen.

An welchen Stellen fühlst Du Dich besonders bewegt?

Welche Gefühle oder Empfindungen werden angetriggert?

Werden Erinnerungen angeregt? Welche?

Wenn Du den Text einmal gelesen hast, notiere die markanten Stellen und die Antworten zu den obigen Fragen. Notieren ist wichtig, weil Du damit Dein Herz – Gefühle mit dem Verstand verbindest. Denke nach über das was Du notiert hast. Wenn Du magst, drücke nun Deine Gefühle auf kreative Art aus, mit einem Bild, einem Gedicht, singend, tanzend …

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Astrologische Anwendungen

Für Chiron’s Wirkung als astrologisches Symbol sind noch einige astronomische Tatsachen von Bedeutung:

  • Stark elliptische Bahn um die Sonne. In Sonnennähe kreuzt er nahe der Bahn von Saturn, sonnenfern befindet er sich in der Nähe der Uranusbahn. Astrologen deuten ihn somit als Vermittler zwischen Saturn und Uranus. Die erste intensive Lektion tritt ein, wenn der laufende Chiron im Quadrat (90°-Winkel) zum Radix-Chiron steht.  Je nach Geburtsjahr kann dieser Reifungsprozess mit ca. 6 Jahren bis ca. 30 Jahren erfolgen.
  • Manche Astronomen halten Chiron für einen „Besucher“, der von außen in unser Sonnensystem kam, sich nun zeitweise auf seiner Umlaufbahn um die Sonne befindet, und irgendwann vielleicht wieder geht.Wir deuten ihn als neutral, einen Außenstehenden. Chiron haftet nicht an Traditionen (Saturn) oder Vorstellungen / Ideologien (Uranus). Er akzeptiert was ist und öffnet für sinnvolle Veränderungen.

 

Saturn (Kronos) Chiron Uranus (Prometheus)

Vergangenheit

Gegenwart

Zukunft

bewahrend

öffnet für Veränderung

verändernd

Beamter, Technokrat, Lehrer, Richter Lehrer, Heiler, Philosoph, Beobachter Oppositioneller, Erfinder, Wissenschaftler, Revolutionär

konservativ

neutral

reformerisch, visionär, avantgardistisch

angepasst, „man …“

Nimmt bei notwendigen Veränderungen keine Rücksicht auf hindernde Interessen Anderer.

rebellisch, oppositionell, ideologisch, egozentrisch

Langfristige, festigende, strukturbildende Prozesse

Öffnet Türen für sanfte Veränderung, sucht geduldig nach Möglichkeiten für Verbesserungen

Plötzliche, heftige Wandlung, Katastrophe, Revolution, bahnbrechende Entdeckung

 

Soviel ergänzende Theorie… was können wir nun rausziehen, um selbst ein wenig leichter zu leben?

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Sammle Informationen über Deinen Radix-Chiron

Aus den Deutungen seiner Stellung im Tierkreiszeichen und Haus, sowie seinen Aspekten zu anderen Planeten, lassen sich bereits viele Infos entnehmen. Folge Deiner Intuition, ähnlich wie oben beschrieben, was davon Dich antriggert, und bitte auch Unangenehmes einbeziehen.

Hier kannst Du Horoskopgraphiken erstellen: www.astro.com

Deine genaue Geburtszeit kannst Du beim Standesamt Deiner Geburtsstadt erfragen.

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Literatur:

Chiron ist noch “jung” und die Literatur wächst zunehmend.  Ich kenne nur einen Teil davon, und empfehle die Bücher folgender Autoren:

Zane B. Stein, Melanie Reinhardt, Liz Greene (“Abwehr und Abgrenzung”), Lianella Livaldi Laun

Eine interessante anthropologische Abhandlung über den Mythos Chirons kannst Du hier herunterladen:    http://www.vingilot.de/myth/Chiron.pdf

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Stelle Dir vor, wie ein Teil von Dir Chiron ist

Dieser Teil ist Dein Innerer Heiler oder Dein Innerer Lehrer, bzw. beides in einer Teilpersönlichkeit. Seine Zeichenstellung sagt etwas aus über sein Haupt-Lebensthema. Seine Hausstellung gibt an, in welchem Lebensbereich er hauptsächlich wirkt.

Die Aspekte zu anderen Planeten sagen etwas über seine Beziehung zu anderen Teilpersönlichkeiten in Dir, und über Deine Beziehung zu bestimmten anderen Personen, wenn Du die Aufgaben und Bedürfnisse zu erfüllen versuchst, die Chiron an Dich stellt.

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Biographiearbeit

Zu welchen Zeiten bildete der laufende Chiron (also der Chiron, der zum jeweiligen Zeitpunkt an einem anderen Punkt im Tierkreis stand, als in Deinem Geburtshoroskop) folgende Aspekte (Winkelbeziehungen) zu Deinem Radix-Chiron? Welche Veränderungen gab es zu diesen Zeiträumen?

Sextil (60°), Quadrat (90°), Trigon (120°), Opposition (180°), Konjunktion (0°, ca. 52. Lebensjahr)

Diese Arbeit kannst Du natürlich noch weiter verfeinern. Z.B. indem Du die Transite der Langsamläufer Saturn, Uranus, Neptun und Pluto über die Radixstellung Deines Chiron untersuchst.

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Was ist das Thema Deines Chiron?

Manche Menschen wissen ziemlich gut, was ihre größte Verletzung ist, und bei welchem Thema sie am verletzlichsten reagieren. Andere wieder nicht. Um dich selbst besser zu verstehen, kannst Du Dich dieser Frage annähern, indem Du aus allen Infomationen, die Dir zu Deinem Chiron zur Verfügung stehen, die allerwichtigsten herausziehst und zu einem Bild, einer Erzählung oder Film zusammenfasst.

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Orakelarbeit:

Du kannst ein oder mehrere Orakel zusätzlich zur Astro-Analyse heranziehen. Ich nutze in meiner Praxis sehr gerne die Synergieeffekte, die aus der Kombination verschiedener Orakel entstehen. Jedes Orakel spricht eine andere Sprache und betrachtet die Welt aus einem anderen Standpunkt. Außerdem kannst Du dadurch tiefe Antworten bekommen, wenn Du Dich mit Astrologie noch nicht so ausgiebig beschäftigt hast. Stelle z.B. die Fragen:

  • Was ist das Thema meines Chiron im Zeichen … und im Haus …?
  • Was ist das Thema meiner tiefsten Verletzung?
  • Wo neige ich dazu, anderen Menschen oder der Gesellschaft die Schuld für mein Los zu geben?
  • In welchen Situationen neige ich dazu, Andere zu verletzen?
  • Bei welchem Thema lehne ich Veränderung am stärksten ab?
  • Bei welchem Thema verhalte ich mich schnell aggressiv, nachtragend oder rachsüchtig (auch gegenüber mir selbst)?
  • Wie kann ich meine Fähigkeit zum Heilen und Lehren in mein Leben integrieren?

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Körperarbeit und Schamanismus

Alles was dazu dient, uns westliche Menschen wieder zu einer stärkeren Integration von Körper und Geist zu bewegen, halte ich für heilsame Praxis im Sinne der Entwicklung des “Inneren Chiron”, also unserer Selbstheilungs- und Heilfähigkeiten. Ohne darauf im einzelnen einzugehen, gebe ich einige Stichworte mit Heiltechniken, die diesem Ziel dienen.

  • Wilhelm Reich’s Forschungen bezüglich Körperarbeit, Muskelpanzer etc.
  • Dessen Schüler Alexander Lowen und alle darauffolgenden Generationen, die “Bioenergetik” entwickelten.
  • Weitere daraus entwickelte Körperarbeit wie Esalen-Massage, Alexandertechnik etc.
  • Arbeit mit dem Unterbewusstsein inklusive Wahrnehmungstraining wie Traumarbeit, Märchentherapie, Somatic Experience, Katatymes Bilderleben, Hypnosetherapie, Neurolinguistisches Programmieren
  • Tantra, sinnliche Massage, erotische Selbsterfahrung mit spirituellem Hintergrund
  • Schamanisches Trommeln, Lomi Lomi Massage, Schamanische Reisen, Schamanische Rituale, Rückführungen, Spirituelle Clearings, Kraftplatzarbeit bzw. Feng Shui und Geomantie.

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Wichtig zu bedenken:

Da wo die größte Schwierigkeit und die größte emotionale Schwachstelle liegt, stehen meiner Meinung nach auch die ungewöhnlichsten und besten Mittel und Fähigkeiten zu ihrer Lösung zur Verfügung.

In meiner Welt steht Chiron dafür, uns zu lehren, unsere natürlichen Selbstheilungskräfte zu entfalten. Er lehrt uns also, unser natürliches Wesen zu entdecken und zu leben. Er nimmt sich das Recht, alle Hindernisse aus dem Weg zu räumen, wenn es wirklich notwendig ist, und setzt dann Heilung und Persönlichkeitsentwicklung als oberste Priorität.

Auf diesem Weg bleibt es nicht aus, dass wir uns aus mancher Situation, und von manchem Menschen verabschieden, der nicht zu uns passt. Daraus können Zeiten resulieren, in denen wir allein sind. Gleichzeitig öffnen sich Türen und es entsteht Raum für heilsame Menschen und Beziehungen, die uns auf vielen Ebenen fördern.

Ich habe festgestellt, dass der Drang, sich selbst zu verändern und in heilende Prozesse zu gehen, recht unterschiedlich ausgeprägt ist. Extremer Veränderungsdrang kann dabei ziemlich einsam machen, und wer sich nicht verändert, neigt zu starken Anhaftungen, die das Ego und die Ängste immer stärker aufblähen. Das Glück liegt dabei nach meiner bescheidenen Meinung irgendwo in der Mitte, mit Phasen der Veränderung, die durch ruhige Phasen der Festigung abgelöst werden.

 

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Chiron – Der Mythos

In der modernen Astrologie gilt Chiron, ein 1977 entdeckter Planetoid, als Archetyp des Inneren Heilers. Durch den vergifteten Pfeil seines Schülers und Freunds gilt er als Symbol für die unheilbare Verletzung, die jedes menschliche Wesen in sich trägt. Als Zentaur, ein Mischwesen aus Pferd und Mensch, lehrt er die Integration archaischer bis animalischer Kräfte in die menschliche Psyche. Ich erzähle in diesem Teil den Mythos Chirons, und in einem weiteren Artikel einige Anwendungen, Einsichten und Erfahrungen mit offenen Wunden, vergifteten Pfeilen und meiner Heiler-Teilpersönlichkeit.

 

 Rolf Handke  / pixelio.de

Rolf Handke / pixelio.de

 

Doch solange wir das Wesen unserer Wunde nicht verstehen, können wir sie auch nicht heilen.“ Liz Greene

In alter Vorzeit, noch bevor sich die Götter im Olymp eingefunden hatten, machte der Titan Kronos sich auf den Weg, seinen Sohn Zeus zu finden, den dessen Mutter Rhea vor ihm versteckte. Denn Kronos hatte zuvor bereits alle ihre gemeinsamen Kinder verschlungen, aus Angst, von ihnen entmachtet zu werden. So befanden sich zu dieser Zeit Göttinnen und Götter des späteren goldenen Zeitalters, Hestia, Demeter, Hades, Hera und Poseidon, im Bauch ihres Vaters Kronos.

Auf seiner Suche verliebte sich Kronos in die Nymphe Phillyra. Da sie jedoch nicht mit ihm schlafen wollte, vergewaltigte Kronos sie. Doch in dem Augenblicklich, als er seinen Samen verströmte, ertappte ihn seine Frau Rhea. Damit sie ihn nicht erkennen konnte, verwandelte sich Kronos in ein Pferd.

Vor Scham, auf frischer Tat ertappt worden zu sein, flüchtete Kronos nach vollzogenem Beischlaf, und verließ Phillyra für immer. Diue Nymphe schämte sich ebenfalls über die erlittene Vergewaltigung. Aus der Zeugung ging Chiron hervor, dessen Erscheinung Phillyra als so hässlich empfand, dass sie ihn verstieß. Denn ihr Kind war ein Kentaur, mit dem Leib eines Pferdes und menschlichem Oberkörper. So lebte Chiron in der Abgeschiedenheit einer Höhle, zusammen mit seiner Frau.

Anders als seine Artgenossen, die sterblichen Kentauren, für ihre Wildheit und schwer zügelbare Triebhaftigkeit berüchtigt, war der göttliche Chiron von sanftmütigem Wesen, hoher Weisheit und gerecht. Er wurde von Apollon in vielen Künsten unterrichtet, um schließlich selbst als Lehrer und Erzieher vieler Helden hohes Ansehen zu erwerben.

So auch Herakles, der nach seiner Erziehung in Chirons Höhle sein königliches Erbe antreten wollte. Als Bedingung stellte sein regierender Onkel ihm mehrere Aufgaben, um sich als König würdig zu erweisen. Auf dem Weg zur Erfüllung seiner vierten Aufgabe, der Jagd auf den erymanthischen Eber, fand sich Herakles wieder in der Heimstatt Chirons, und die beiden Freunde freuten sich sehr über das Wiedersehen.

Der Königsohn war durstig, doch Chiron hatte nur ein Fass Wein, das Dionysos für alle Kentauren gestiftet hatte. Herakles bestand auf den Tropfen, und so öffnete Chiron das Fass und sie tranken. Angelockt vom Duft des Weins fand sich eine Schar Kentauren ein, rasend vor Wut. Herakles tötete viele von ihnen und während er im Wald die Verfolgung einiger Flüchtiger aufnahm, wählte er einen Pfeil, den er mit dem Blut der Hydra vergiftet hatte. Mit ihm durchschoss er den Körper eines Kentauren, und danach fand der Pfeil sein Ziel im Bein seines Lehrers Chiron.

Das Gift der Hydra war tödlich, doch als Unsterblicher musste Chiron unsägliche Schmerzen ertragen. Der bestürzte Herakles versprach dem Freund, alles zu geben, damit er schließlich sterben könne. So lebte Chiron viele Jahre, forschte, experimentierte und entdeckte viele Heilmittel. Er lernte, mit dem Schmerz zu leben und fand Wege heraus, das Leiden zu lindern oder manchmal sogar ganz zu vergessen. Trotzdem kostete ihn die Wunde viel Kraft und er wünschte sich zu sterben, nach seinem langen und erfüllten Leben.

Eines Tages begegnete der reisende Herakles dem Prometheus. Der Titan war seit langer Zeit mit unzerstörbaren Ketten an den Berg Kaukasus geschmiedet, zur Strafe für seinen Raub des Feuers, das er gegen den Willen der Götter dem Menschengeschlecht geschenkt hatte. Zeus‘ Bedingung für seine Befreiung war der freiwillige Tod eines Anderen. Herakles erkannte die Gelegenheit und bot Zeus das Leben des leidenden Chiron an. Der Obergott, mittlerweile besänftigt durch Prometheus‘ lange und qualvolle Gefangenschaft, willigte ein. So kam Prometheus frei, nur noch an den Berg gebunden durch einen Ring, auf dem ein Stück Fels vom Kaukasus gefasst wurde.

Chiron durfte seine Unsterblichkeit abgeben und starb. Zeus war so voll Bewunderung für den Charakter und die Göttlichkeit Chirons, dass er ihm die Unsterblichkeit zurückgab, indem er ihn fortan als Sternbild Schütze den Himmel bewohnen ließ.

 

 

Sprung ins Astroversum – Evolution meiner Gesundung Teil 9

Im Herbst 2000 bekam ich ein Modem geschenkt und hatte so meinen ersten privaten Internetanschluss. Um diese Zeit sandte ich den Gedanken ins Universum, dass ich zwar nun viele Zusammenhänge zwischen meiner Psyche, Geist, Gedanken und Materie begriffen hatte, es nun aber wieder Zeit wäre, eine Form von Spiritualität zu finden, die ich gerne praktizieren würde und die zu meinem Weltbild passte.

Zu Beginn meines Studiums war ich vor allem aus Gründen der verbotenen Lebensfreude, wie ich es empfand, aus der Kirche ausgetreten. Für meine geistige Weiterentwicklung sorgte ich, neben einem musikalischen Projekt, mit populärwissenschaftlichen Schriften über westliche Philosophie und Physik. Besonders das Buch „Eine kurze Geschichte der Zeit“ von Stephen W. Hawking faszinierte mich sehr. Dabei spielte sicher auch eine Rolle, wie Hawking mit der Nervenkrankheit ALS zu leben wusste. In meinen Augen hatte er es trotz der schweren Erkrankung geschafft und lebte seine Berufung. Er war mein Vorbild. Zum anderen hatte ich das Gefühl, dass durch die Quantenphysik ein echtes ganzheitliches Weltbild möglich wurde, in dem alles potentiell erklärbar war. Ich dachte, dass ich Gott als die Instanz, die für alles Verborgene und Unerklärbare herhalten musste, nicht mehr brauchte. Dennoch gab es natürlich tief in mir noch immer den „Glauben“, jedoch in einer anderen als der christlichen Form, als Bewusstsein der Einheit aller Wesen.

 Ich erinnere mich noch, wie ich den Wunsch nach einer passenden Spiritualität ganz bewusst, wie ein Gebet entsandt hatte. Die Reaktion geschah fast unmittelbar, so dass ich erstaunt war. Wenige Tage danach surfte ich im Internet, hatte gerade einige Seiten entdeckt die mir ein Freund empfohlen hatte, und plötzlich kam mir in den Sinn, das Wort „Engel“ in die Suchmaschine einzugeben. Daraufhin fand ich mehrere Seiten, Texte und tolle Bilder über Engel, vor allem ein Künstler aus Ungarn berührte mich sehr mit seinen Engelbildern. Da die mütterliche Linie meiner Familie aus Ungarn stammte, fühlte ich mich zusätzlich verbunden.

Ich wurde völlig fasziniert von Engeln und begann zu merken, dass sie wahrnehmbare Wesen waren. Beim Betrachten der Bilder bekam ich einen Eindruck von einer weiten, mächtigen und gleichzeitig ganz stillen und friedlichen Präsenz. Noch in der gleichen Nacht gab ich das Wort „Astrologie“ in die Suchmaschine ein und stieß auf das astrologische Diskussionsforum „astrologix.de“. In diesem Forum meldete ich mich an und war in den folgenden 11/2 Jahren dort ständig und intensiv lesend und schreibend präsent.

Ich betrieb mit Hilfe der dort anwesenden Astrologen mein autodidaktisches Studium, und eine ausgiebige Selbstanalyse auf astrologischer Grundlage. Das war aus beiden Gesichtspunkten eine effektive Angelegenheit, die mich in ihren Bann zog, denn ich war begierig darauf, mich besser zu verstehen und weiter zu entwickeln. Und so wurde mein Verständnis Tag für Tag besser, ich lernte schnell und konnte bereits nach einigen Monaten recht komplexe Fragestellungen aus den Horoskopen deuten. Und ich fand neue Freunde, mit denen ich wegen unserer besonderen Menschenkenntnis Beziehungen auf einer wohltuend tiefen Ebene führen konnte.

Tatsächlich bewirkte die Astrologie, dass ich mit vielen Aspekten meines Lebens Frieden schließen, und mir selbst vieles verzeihen konnte, was ich früher als Charakterschwäche oder Fehler bewertet hatte. Ich gewöhnte mir einen wohlwollenden Blick auf alle Menschen an, weil mir klar wurde, dass ich niemanden beurteilen kann, in dessen Mokassins ich nicht selbst gelaufen bin. Und dass das Verhalten von Menschen die Summe ihrer Erfahrungen ist, die aus einer Fülle von Lebensumständen, Einflüssen und Kräften resultieren, die nicht selten durchaus widersprüchlich sind. Das kann man aus Horoskopen herauslesen, und wenn sich mir ein Horoskop erschließt, dann sehe ich keine Fehler, sondern Herausforderungen, durchaus auch Widersprüche, und Potential das es zu erschließen gilt.

Da ich selbst einen sehr aktiven inneren Kritiker hatte, war die Selbstanalyse eine wichtige Grundlage für meinen Selbstheilungsprozess. Denn ohne Akzeptanz und Vergebung kann keine Heilung geschehen. Diese Formen von Selbstliebe können wiederum nur dort geschehen, wo ich entsprechende Prozesse wahrnehme, und das ist oft schwierig. Denn der größte Teil dieser Vorgänge läuf unterbewusst ab. Durch Astrologie können diverse unbewusste Anlagen und Konfliktpotential gesichtet werden.

Je besser ich die Astrologie begriff, desto stärker wurde mein Wunsch nicht nur über den Verstand zu heilen, sondern auf einem direkteren Weg, durch Energieübertragungen. Außerdem wollte ich deutlicher mit den Engeln kommunizieren. Mitte 2001 erhielt ich, durch die Empfehlung einer Astrologenfreundin, meine Reiki-Einweihung. Bereits während des Seminars erhielt ich von mehreren Seiten das Feedback, dass ich starke Heilkräfte hätte, und mein Körper sog die Energie auf wie ein Schwamm. Diese Einweihung und mein spiritueller, schamanischer Weg, der mit ihr seinen Anfang nahm, veränderte für immer mein Leben. Ich konnte jetzt jeden Tag das tun, was mir am Toten Meer bewusst geworden war, nämlich mich selbst heilen. Und ich behandelte mich hingebungsvoll, die folgenden Monate praktisch jeden Tag.

Eigeninitiative – Evolution meiner Gesundung Teil 6

 

Meinen Hautarzt hatte mir ein Architekt empfohlen, bei dem ich im 3. Semester ein Praktikum gemacht hatte. Ihm waren meine Hände aufgefallen, die schon mal einen blutigen Fleck auf dem Plan-Transparent hinterlassen hatten. Das konnte man zwar weg machen, aber es fiel eben auf. Er sagte, dass er mal ein ähnliches Ekzem gehabt hatte, und der Arzt hätte ihm dann eine Salbe verschrieben, die alles wieder in Ordnung machte.

Ich ging hin, und blieb über Jahre hinweg bei dem Hautarzt. Er begrüßte mich immer mit dem Satz „Na Herr Gerner, brauchen Sie mal wieder was?“ Ich sagte Ja, zeigte meine Hände und bekam das Rezept mit der Cortisonsalbe. Das war’s … keine Hinweise, keine Beratung, keine Fragen zu Auslösern oder zum Verlauf der Neuro. Gegen Ende meines Studiums hatte ich keine Lust mehr auf den Menschen. Ich assoziierte seine Begrüßung mit einem Drogendealer und wunderte mich, wie ein gebildeter Mensch so stumpf sein konnte.

Also wechselte ich den Hautarzt, fand auch tatsächlich einen netten, und machte bei ihm einige Allergietests. Nun auch er verschrieb mir Cortison, aber sprach er mich persönlich an und ging auf meine Lebenssituation ein.

Na ch der Abgabe meiner Diplomarbeit fasste ich dann den Entschluss, eine Klimaheilbehandlung am Toten Meer zu machen. Ich ging hin zu dem Hautarzt, der mir dann erklärte dass das ja schön und gut sei, aber die Kasse das nicht übernehmen würde, da die Klinik nicht in Deutschland lag.

Ich ließ mich jedoch nicht abwimmeln, ging direkt zur Krankenkasse und sprach mit meiner Sachbearbeiterin. Damals hatte ich noch eine persönliche Ansprechpartnerin. Sie zog eine Liste heraus mit möglichen Kurorten für Neurodermitis und siehe da, das Tote Meer war dabei. Ich ging also wieder zu meinem Hautarzt und ließ mir ein Attest und einen Kurantrag schreiben.

Innerhalb von 2 Wochen hatte ich die Kostenübernahme schriftlich. Ich war glücklich und aufgeregt. Nie hätte ich gedacht dass eine Maßnahme von dieser Größenordnung so einfach zu bekommen war. Mit den Genehmigungsunterlagen der Krankenkasse kamen auch die Kontaktdaten von Reiseunternehmen, die Kuren am Toten Meer organisierten. Es funktionierte wie die Buchung eines Urlaubs. Ich forderte einen Katalog an, suchte mir ein Hotel aus, lies mich über den besten Zeitpunkt für die Kur beraten und buchte dann die Reise. Alles war komplett organisiert, einschließlich Flug, Flughafentransfer, Behandlung in der Klinik vor Ort.

Bevor es losging hatte ich ein weiteres wichtiges Erlebnis. Ich besuchte meine Schwester in Marburg. Dort lernte ich auch ihren neuen Freund kennen. Dieser Mensch war ein Astrologe. Kein professioneller, aber er kannte sich ziemlich gut aus in der Materie und verfügte über ein Programm, mit dem er das Horoskop berechnen, und schön graphisch ausdrucken konnte. Da ich bereits früher neugierig auf die uralte Wissenschaft gewesen war, hatte ich große Lust mir mein Horoskop erklären zu lassen. Meine genaue Geburtszeit hatte schon vorher in Erfahrung gebracht, und so stand den neuen Erkenntnissen nichts im Wege.

So bekam ich gleich zu Beginn des Wochenendes mein Geburtshoroskop vorgelegt, und der Astrologe erklärte mir im Lauf des Wochenendes immer wieder die einen oder andere Konstellation. Ich war wirklich extrem neugierig und staunte über die vielen zutreffenden Aussagen, die der Mann aus dem Horoskop herauslesen konnte. Ich war so fasziniert dass ich sofort beschloss, selber Astrologie zu lernen. Ich ließ mir Buchtipps geben und stellte Fragen zur Struktur von Horoskopen. Also die allgemeine Bedeutung von Tierkreiszeichen, Planeten, Häusern, Aspekten und Transiten. So wusste ich am Ende des Wochenendes, wie man an die Deutung eines Geburtshoroskops herangeht, und ein paar wichtige Aussagen zu meiner Persönlichkeit. Es schenkte mir Frieden dass man aus dem Horoskop z.B. lesen konnte, dass ich viele Krisen gehabt hatte und immer wieder haben würde, aber auch die Kraft sie zu meistern, und das Interesse, Probleme wirklich tief und gründlich zu lösen. Ja, ich wollte den Dingen auf den Grund gehen.

Mit meinem Horoskop und den Büchern lernte ich in den folgenden Wochen ganz viel über Astrologie und war immer faszinierter. Das hatte nichts mit Hokuspokus zu tun, sondern die Autoren die ich las waren neben ihrer astrologischen Profession ausgebildete Psychologen oder andere wissenschaftlich ausgebildete Leute. Die Sprache und Denkweise war durchdacht und stimmig. Das reichte für meine ausgeprägte Skepsis, denn tief in mir fühlte ich, dass mich das Astrologiestudium entscheidend weiterbringen würde in meiner Entwicklung.


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