Archive for the 'Entspannungsübungen' Category



Ich tanze also bin ich

Meine erste bewusste Tanzerfahrung machte ich mit ca, 12 Jahren in einer Disco für unter 16 Jährige. Das war Anfang der 80er, als die Neue Deutsche Welle ihren Siegeszug durch die deutsche Musiklandschaft antrat. Ich erinnere mich noch bestens an Songs wie Major Tom, Hurrah die Schule brennt, Handtaschenräuber, Da Da Da u.s.w. Der Minimalismus sollte mich auf Dauer prägen, und in meinem Freundeskreis war 2 Jahre davor der Musicalfilm Grease heftig angesagt. Es dauerte etwas, bis ich wirklich Gefallen daran fand. Von 2 oder 3 Geburtstagsfeiern abgesehen war’s das erst mal, bis ich mit 15 in die Tanzschule ging. Richtig schön spießig, wie es sich gehörte! Die meisten meiner Mitschüler waren dabei, sogar einige meiner Mofa-Rocker-Freunde, und ich war zwar traurig aber kein Kind von Traurigkeit. Ich war auch etwas verliebt in meine Abschlussball-Partnerin, traf mich sogar einen Sommer lang regelmäßig mit ihr im Schwimmbad, doch verschenkte sie ihr Herz dann an unseren gemeinsamen Freund, der ebenfalls regelmäßig ins Schwimmbad kam. Nun ja, nicht so schlimm redete ich mir ein, Verzicht und Kummer war ich schließlich gewohnt.

Richtig coole Discos für jemanden wie mich gab es nicht in meiner Heimatstadt. Die Lokations spielten Musik die ich nicht mochte. Ich stand als Teenie vorwiegend auf Rock und Heavy Metal. Das Problem änderte sich, als ich mit meinen neuen Freunden in die nächste Stadt fuhr. Da gab und gibt es auch heute noch einen kleinen Club, der noch immer den selben Stil spielt wie Anfang der 70er. Genau das worauf ich stand: Jimi Hendrix, Pink Floyd, REM, Alanis Morisette, Stones, Cream, Krautrock, etwas Punk, etwas Jazz, R&B, Soul etc., und man konnte in dem Club wirklich so tanzen wie man sich fühlte und wurde dabei nicht doof angeguckt. Das genoss ich sehr und fand darin eine neue Leidenschaft.

Ende der Achtziger bis 1992 spielte ich in einer Rockband E-Gitarre. In dieser Zeit öffnete ich mich extrem für alle möglichen Musikrichtungen, von 70er über Psychedelic zu indischer Klassik, über Black Sabbath und Beatles zu Can, über Sting zu Jazz, bis zu Free Jazz und atonaler klassischer Musik, über Big Band zu Bläsersätzen und sogar zu Bläser – Volkmusik, zu Polka und später dann zu bläserlastigem Balkan-Pop. Über bestimmte Jazzmusiker zu orientalischer Musik, zu Derwish Musik und Oriental Pop.

Doch der wohl wichtigste Einfluss, der meinen Tanzstil am meisten beeinflusst hat, war Minimal-Techno. Ich hatte während meiner Studienzeit das Glück, in einem Club zu arbeiten, in dem gediegener, geschmackvoller Techno geboten wurde. Bei dieser Musik fühlte ich Befreiung in meinem ansonsten so verspannten Körper. Ich konnte darauf stundenlang abtanzen, und erreichte dabei ein Maximum an Koordination von Bewegungen und Empfindungen. Nachdem ich mehrere Jahre lang zumindest 1 mal pro Monat mehrere Stunden darauf abgetanzt habe, kann ich heute dank des damaligen Trainings auf so ziemlich alles abtanzen, was noch irgendwie tanzbar ist.

Tanzen ist ein Stück Lebensqualität, das extrem zu meinem Seelenheil beiträgt. Manchmal tanze ich zu Hause. Ich kann mich damit von schlechter Laune zu wahren Glücksgefühlen emporschwingen, und von Verspannung zu körperlichem Wohlbefínden. Tanzen ist wirklich eine der schönsten Formen von Wellness, und hilft mir auch, Juckreiz und unangenehme Neuroempfindungen abzubauen. Nicht zuletzt hilft mir tanzen, Wut abzureagieren, und meine Energien auf positive Ziele auszurichten, allein durch die positive Körpersprache, z.B. durch emporheben der Hände auf mindestens Brusthöhe, oder noch positiver über den Kopf. Mir ist auch aufgefallen, dass meine Körpersprache bei Vorträgen und Seminaren koordinierter und überzeugender wird, wenn ich vorher getanzt habe.

Ich habe mich etwas mit Tanzkonzepten befasst wie 5 Rhythmen, Biodanza und Kontaktimprovisation. In solchen Ansätzen, wo Tanz für bewusste Selbsterfahrung genutzt wird, liegt eine unwahrscheinliche Kraft. In meinen eigenen Ritualen nutze ich schamanische Trancen im Zusammenhang mit Tanz, z.B. beim Krafttiertanz, der eine mystische Erfahrung darstellt und unwahrscheinlich lebendig ist. Ich habe sogar eine Art von Tanzmagie gelernt bei der bestimmte Figuren ganz bestimmte Bewusstseinszustände erzeugen, und damit verbundene Wirkungen bei Tänzer und Zuschauern erzeugen können.

So etwas kann unwahrscheinlich intensiv werden, doch steckt die Erfahrung von Bewusstsein in Bewegungen nach meiner Erfahrung in jeder Art Tanz, die wirklich aufmerksam gefühlt und nicht nur mechanisch ausgeführt wird. Es ist ganz einfach, man muss nur die Aufmerksamkeit auf den ganzen Körper richten, statt nur auf die Schrittfolge. Auf das Erleben der Bewegung, des Raums, der Musik und der anderen Tänzer, falls welche da sind. Statt nur aktiv zu tanzen sollte man beim heilsamen, magischen tanzen eher erleben wie der Körper tanzt, und ihn machen lassen, während die Aufmerksamkeit beim Genuss der Bewegung verweilt.

HARA-Atmung Teil 2

Wie versprochen möchte ich heute die Übung „HARA-Atmung“ durch einige hilfreiche Visualisierungen vertiefen. Durch sie wird die Wirkung sehr verstärkt. Aber egal ob Du einfach nur die Atmung praktizierst oder das ganze Programm anwendest, die nachhaltige Wirksamkeit lebt von der regelmäßigen Anwendung.

Daher nochmal … das Hara (der Punkt 2 fingerbreit unterhalb des Bauchnabels etwas innerhalb des Körpers) ist die Mitte des Körpers. Wenn es gut aufgeladen ist mit Energie, dann ist der Mensch in seiner Mitte, stabil, zentriert. Menschen mit Neurodermitis und andere sensible Menschen sind oft aufgrund ihrer stärkeren Wahrnehmungsfähigkeit und leichteren Beeinflussbarkeit nicht gut zentriert. Sie sind mehr mit der Außenwelt beschäftigt und merken zu wenig, was sich in ihrem Inneren abspielt. Nach meiner Erfahrung sind labile Zustände bis in Schock-Intensität durchaus gängig, ganz heftig z.B. beim anaphylaktischen (allergischen) Schock.

Um also langfristige Stabilität zu erwerben, und damit auch extreme allergische Reaktionen oder Kratzattacken zu vermeiden, solltest Du Dich sehr gut mit dem HARA verbinden. Also häufig und ausgiebig die Aufmerksamkeit dort halten und hineinatmen. Das geht bei vielen Tätigkeiten und ist besonders heilsam bei Spaziergängen in der freien Natur.

Die folgenden verstärkenden Zusatzmaßnahmen kannst Du als meditative Übung machen. Sie sind auch sehr gut wenn es Dir akut schlecht geht, um wieder in Deine Kraft zu kommen.

Nun also zu den Specials. Du kannst sie nach Belieben kombinieren:

  • Grundübung: Aufmerksamkeit auf das Hara, und dort ruhig und tief hineinatmen
  • Aufladen: Stelle Dir vor, wie mit jedem Einatmen frische Lebensenergie durch die Nase und durch alle Poren Deiner Haut ins HARA strömt.
  • … und Entspannen: Entlasse mit jedem Ausatmen Spannung aus deinem Körper (lasse den Körper entscheiden, wo genau die Entspannung jeweils stattfindet)
  • Lege die sich berührenden Fingerkuppen Deiner beiden Mittelfinger mit minimalem Druck auf das Hara. Stelle Dir vor wie ein warmes, goldenes Licht von den Fingerspitzen ausgeht, das sich in Dein Hara und den ganzen Bauchraum hinein ergießt. Bleibe bei der Visualisierung während Du die Atemübung durchführst.
  • Gegen Ende der Übungszeit: Lege die sich berührenden Fingerkuppen Deiner beiden Mittelfinger mit minimalem Druck auf das Hara. Stelle Dir vor, wie sich dort ein Trichter bildet, dessen Mündung ins HARA gerichtet ist. Nun stelle Dir vor, wie aus allen Teilen des Körpers alle freie Energie, die gerade keine sinnvolle Verwendung findet, ins Hara fließt. Spüre wie der Körper ausgeglichener, und das Hara mit Kraft aufgeladen wird.
  • Verstärkung durch Autosuggestion: Lege die sich berührenden Fingerkuppen Deiner beiden Mittelfinger mit minimalem Druck auf das Hara. Stelle Dir vor wie ein warmes, goldenes Licht von den Fingerspitzen ausgeht, das sich in Dein Hara und den ganzen Bauchraum hinein ergießt. Sage nun 4 mal oder öfter die Worte:

    „Ich bin bei mir – Ich spüre mich – Ich bin gut zu mir – Ich liebe mich.“

So, mit diesen Zusatzübungen kannst Du ziemlich intensive Ergebnisse erzielen. Auch als energetische Erste-Hilfe-Maßnahme sind sie hervorragend. Viel Spaß und gute Entspannung!

Stabilisierung durch Hara-Atmung

Unruhe ist ja ein prägendes Element der Neurodermitis. Ich habe festgestellt, dass eine gute Fähigkeit zum Entspannen absolut wichtig ist für alle Betroffenen. Dafür gibt es diverse Möglichkeiten, die man in Kursen oder auch fortlaufenden Trainings erlernen kann. Wichtig ist auf jeden Fall die regelmäßige, am besten tägliche Anwendung. Zu den verschiedenen Formen wie z.B. Autogenes Training, Yoga, Tai Chi, Meditation, kreatives Visualisieren etc. wird hier später mehr kommen.

Ich will Euch hier heute die HARA-Atmung erklären. Das ist eine recht einfach erlernbare Atemtechnik aus dem Qi Gong. Das HARA (indisch) oder untere Dan Tien (chinesisch) ist die energetische Mitte des Körpers. Es sitzt ungefähr 2 Fingerbreit unterhalb des Bauchnabels, ein wenig innerhalb des Körpers.

In diesem Bereich des Bauchs können wir Kraft ansammeln wie in einem Depot. Tatsächlich ist es der einzige Bereich des Körpers wo das unbeschadet – ohne Bildung von Verspannungen – möglich ist. Soviel zur Theorie …

… und so funktioniert die Grundübung. Führe sie am besten regelmäßig morgens nach dem Aufwachen und abends vor dem Einschlafen 5-10 Minuten durch. Außerdem immer dann wenn Du Dich stabilisieren willst oder drohst „aus der Mitte zu kippen“ (also emotional sehr aufgewühlt bist, Dich selber kaum mehr spürst, oder sehr stark von außen beansprucht wirst, oder sonstwie Stress hast und Dich beruhigen willst):

  • Schüttel Dich ein wenig im Stehen, mach Deinen Körper locker.
  • Nimm eine entspannte Haltung im Liegen (auf dem Rücken) oder Sitzen ein.
  • Richte Deine Aufmerksamkeit auf den Unterbauch, den Punkt 2 Fingerbreit unterhalb des Bauchnabels, ein wenig innerhalb des Körpers. Du kannst auch Deine beiden Mittelfinger auf den Punkt legen zur besseren Orientierung.
  • Nun atme ganz bewusst in diesen Bereich hinein. Wenn es Dir nicht sofort gelingt ist das überhaupt nicht schlimm, sondern normal für Anfänger. Atme dann einfach so tief wie Du kannst und bleibe dabei ganz locker. Es ist schließlich eine Entspannungsübung und kein Leistungssport! Richte auf jeden Fall Deine Aufmerksamkeit auf das Hara. Wenn Du abschweifst, kehre einfach wieder dahin zurück und atme einfach weiter.

Das ist schon alles. Es gibt noch einige Tricks für Fortgeschrittene, mit denen die Wirkung der Übung verstärkt werden kann. Die beschreibe ich alsbald an dieser Stelle. Fürs erste hast Du jetzt gut was zu üben mit der Atmung und dem Halten der Aufmerksamkeit im Hara.

Gute Entspannung 🙂


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