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Ho’oponopono –Vorgehensweise in der Gruppe

Möchtest Du Ho’oponopono einmal mit Freunden, deiner Familie oder einer anderen Gruppe ausprobieren?

Nach meiner Erfahrung können an einer 3-stündigen Session, wenn alle mal drankommen wollen,  5 – maximal 6 Personen einschließlich Leiter mitmachen.

Nach einer Begrüßungsrunde trägt der erste Teilnehmer sein Thema kurz vor. Die anderen stellen solange Fragen, bis sie die Situation verstanden haben und sich einfühlen können. Dann entscheidet die Person, ob sie selbst mitmachen, oder den Kreis verlassen möchte, um sich ganz den anderen anzuvertrauen.

Nun schreiben die anderen Teilnehmer auf was ihnen einfällt und bearbeiten alles mit dem Mantra. Genauso wie ich es in den letzten Beiträgen beschrieben habe.

 

Die Grundeinstellung in der Gruppe ist diesmal:

Wenn ich Hans-Georg wäre (Name der Person, für die das Ho’oponopono gemacht wird), was hätte mich dazu bewegt, in diese Sitution zu kommen?

 

Du erinnerst Dich an meine Erläuterung in der Einführung? Wenn alles miteinander verbunden ist, dann muss es einen „Hans-Georg – Anteil“ geben bei allen Teilnehmern der Gruppensession. Und diesen Anteil bearbeiten nun alle in sich. Dadurch werden sie selbst befriedet, und Hans-Georg ebenfalls. Ist das verrückt? Kann sein, aber warum nicht einfach mal ausprobieren? Und vielleicht entdeckst Du danach weitere Erfahrungen in Deinem Leben, wo Du durch Deine Freundlichkeit und Liebe anderen Menschen etwas Gutes getan hast, ohne es zu wollen oder geplant zu haben.

Wenn nun alle Teilnehmer durch sind mit der Bearbeitung, wird der Behandelte in den Kreis eingeladen. Jeder trägt nun vor, welche Gedanken und Gefühle er erlebt hat und was er wahrgenommen hat. Bitte wertet dabei nicht zu stark, sondern sagt so etwas wie „Ich habe starke Angst gespürt als ich die Situation vor mir sah.“ Oder „Bei dem Satz soundso ist mir klar geworden, dass ein Zusammenhang mit alten Wunden besteht.“

Bedenke dabei, dass alles was Dir zum Problem des Anderen einfällt, irgendwie auch etwas mit Dir zu tun hat. Auch das was in der ganzen Gruppe geschieht hat immer irgendetwas mit jedem Teilnehmer persönlich zu tun. Gerade deshalb ist es sehr spannend, in Gruppen zu arbeiten, weil jeder Teilnehmer eine andere Perspektive einbringt. Dadurch können Probleme viel umfassender geklärt werden.

Wenn alle Teilnehmer die wollen ihr Problem bearbeitet bekommen haben, könnt ihr noch eine kurze Befindlichkeitsrunde machen, in der ihr austauscht, wie es Euch insgesamt ergangen ist. Dann könnt ihr die Runde auflösen, oder gemeinsam etwas Neues unternehmen.

So, das waren meine Beschreibungen fürs Erste. Ich habe für mich beschlossen, dass ich diesen wunderbaren Prozess demnächst als Gruppe anbieten werde, darauf freue ich mich jetzt schon!

Und natürlich freue ich mich über Deine Rückmeldung, wie hilfreich meine Beschreibung für Dich war. Und welche Erfahrung Du gemacht hast. Gibt es irgendein Problem, dann schreibe mir eine Mail, ich helfe Dir gerne weiter.

 

Last not least …

… meine persönliche Erfahrung mit dem Gruppenho’o von neulich.

Ich kam mit starken Schulterblattverspannungen an. Von dem Typ, die einen heftigen Stich verursachen wenn man sich zu weit dreht … ich nenne das gerne Energiekater, das ist so ähnlich wie ein Hexenschuss. Die habe ich als Thema gewählt, und die Vorgeschichte erzählt, in welcher Situation die Verspannungen entstanden. 4 Menschen führten für mich die Heilung durch, und alle berichteten später von sehr unterschiedlichen Wahrnehmungen und Sichtweisen, die zum Teil sehr tiefgreifend waren, und andererseits eine Reihe von Ähnlichkeiten und Berührungspunkten hatten. So dass sich mühelos ein sehr vielschichtiges und insgesamt stimmiges Bild meines Zustands auf körperlicher, seelischer und geistiger Ebene ergab.

Das Ergebnis … bereits nach der Behandlung waren die Verspannungen zu ca. 70% weg. Den ganzen Tag über prickelten meine Füße und am Ende des Tages waren die Verspannungen komplett abgebaut.

 

Viel Spaß, tiefen Frieden und gelebte Liebe durch und mit dem Versöhnungsprozess Ho’oponopono!

 

Aloha ❤
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Ho’oponopono ausführlich – Anleitung Teil 2

 

Diese Methode geht schon tiefer als die zuletzt beschriebene, ist wesentlich detaillierter und klärt bzw. erweitert stark das Bewusstsein über die Zusammenhänge, die Dich in die Situation geführt haben.

 

Wir arbeiten mit dem gleichen Mantra wie in Teil 1:

Ich liebe mich. (… Dich)

Ich vergebe mir. (… Dir)

Ich segne mich. (… Dich)

Selbstgewählter Satz, z.B. Danke, Ich danke Dir, Tut mir leid, Ich sorge für mich, Ich bin bei mir (… Dir), Ich halte Dich, Ich kümmere mich etc.

 

In dieser Version bauchst Du Papier und Schreiber. Wir denken wieder an das Problem, am besten eine konkrete Situation oder Symptom, mit der Frage im Hinterkopf:

Was in mir hat zu dieser Situation geführt?

 

Schreibe jetzt spontan auf, was Dir dazu in Sinn kommt. Bearbeite jede Aussage die Dir einfällt mit dem Mantra. Entweder alle Sätze oder einzelne. Nehme dabei die unterschiedlichen Wirkungen der Sätze wahr. Manche bereiten Dir Schwierigkeiten, andere bringen Bewegung in Dein Erleben, oder lösen sogar Blockaden auf. Spüre in Deinen Körper hinein während Du an Deine Aussage oder das Problem denkst.

Wann immer Dir eine neue Aussage einfällt, schreibe sie auf und befriede diesen Teilaspekt mit dem Mantra. Und bewerte die Aussagen nicht. Wenn Dir etwas einfällt, das vordergründig nichts mit dem Problem zu tun hat, schreibe sie trotzdem auf.

Nach einiger Zeit hast Du vielleicht 1, 2, 3 oder mehr Seiten Papier vollgeschrieben. Nach meiner Erfahrung ändern sich die Aussagen mit der Zeit. Die Gefühle verändern sich und Du kommst vielleicht mehr zu Dir, kannst den Anderen so stehen lassen. Oder die Wut lässt nach und Verständnis setzt ein. Was immer, es muss sich auf jeden Fall anders anfühlen als am Anfang.

Nach einer Weile bist Du dann durch. Lass Dir ruhig noch etwas Zeit zum nachspüren, und dann lass alles los. Gebe das Geschriebene dankbar und respektvoll in den Lebenskreislauf zurück, am Besten indem Du es verbrennst, vergräbst, oder als Boot den nächsten Fluss hinunterschickst. Den normalen Müll oder Altpapier empfinde ich für Ritualzugaben wie Deine Notizen nicht für angebracht.

 

Ho’oponopono in einer Gruppe

Zusammen mit anderen ist es eine schöne verbindende Erfahrung. Was immer wir tun im Leben, wir tun immer irgendetwas für Andere und Andere tun etwas für uns. So ist es eine schöne Erfahrung, sich bei einem Ho’oponopono fallen zu lassen und die Arbeit den Anderen zu überlassen, oder mit ihnen gemeinsam Dein Thema zu bearbeiten. Mehr dazu im Nachfolge – Artikel.

 

Der geschützte Raum

Ob allein oder in der Gruppe – arbeite in einem geschützten Raum. Das bedeutet, dass alles was gesagt und geschrieben wird, im Raum bzw. in der Gruppe bleibt und nicht an Andere weitergegeben wird. Dieser Raum ist heilig und zu den göttlichen Kräften des Himmels und der Erde hin geöffnet. Drücke diesen Umstand auf Deine Weise aus, z.B. durch Kerzen, Räucherstäbchen, religiöse Symbole, Blumen, einen Altar etc.

Respektiere den geschützten Raum ujnd das Ho’oponopono durch besondere Achtsamkeit. Ansonsten darf in einem heiligen Raum selbstverständlich alles getan werden, was gut tut. Lachen und Scherze machen, trinken, ggf. essen, schweigen, alle Gefühle zeigen, sich berühren und alles was sonst gerade irgendwie notwendig ist. Und natürlich ist Geheimhaltung kein Dogma für Dich. Du kannst selbstverständlich entscheiden, wem Du welche Details aus Deiner eigenen Ho’oponopono-Erfahrung mitteilst.

 

 

Ho’oponopono ganz einfach – Anleitung Teil 1

 

Eine kleine Ergänzung zu meinen Ausführungen im letzten einleitenden Artikel, die mir Alexandra Gravina eben mitgeteilt hat:

Gerne möchte ich hinzufügen, dass es immer wieder darum geht, für den bisher ungeheilten Teil in sich selbst die Verantwortung zu tragen – für andere Menschen und deren Situation, Gefühle, Gedanken…kann und sollte sich niemand verantwortlich fühlen! Denn so entsteht schnell das Gefühl von Überforderung. Aber für die eigenen Gefühle und Reaktionen auf eine Situation dafür kann ich das Bewusstsein entwickeln und werde dadurch frei!

 

Bevor ich mit den Anleitungen starte, möchte ich eine kleine Geschichte aus dem Ho’oponopono-Mythos erzählen. Sie handelt von dem Psychiater Dr. Stanley Hew Len. Er übernahm demnach auf Hawaii die Leitung einer psychiatrischen Klinik für Patienten, die straffällig geworden waren. Als Leiter hatte er ausschließlich organisatorische Aufgaben und bekam die Patienten pratisch nie zu sehen.

Nun hatte er die Idee, dass es irgendwas in ihm selbst geben müsse, das dafür verantwortlich war, dass diese Patienten in sein Leben gekommen waren. Er begann also damit, Ho’oponopono mit all seinen Insassen zu praktizieren, nur anhand der Akten, ohne ihre  persönliche Anwesenheit.

Nun erzählt der Mythos, dass nach ein paar Jahren sämtliche Patienten als geheilt entlassen wurden, selbst ganz schwere Fälle, so dass die Klinik wegen mangelnder Nachfrage geschlossen wurde.

Tatsache ist, dass Dr. Len in seiner Praxis sehr erfolgreich mit der Methode arbeitet, die wahrscheinlich von hawaiianischen Schamanen – Kahunas – entwickelt wurde. Und zwar auf eine ganz bestimmte, effektive Weise, die ich Euch jetzt vorstellen werde.

 

Ho’oponopono mit der Mantra-Methode

Ein Mantra ist ein Satz, der immer wieder wiederholt wird, und dabei eine heilsame Wirkung auf die Person ausübt, die es spricht und für die es gesprochen wird.

Es gibt verschiedene Versionen des Mantras nach Dr. Stanley Hew Len. Wenn Du auf eine andere Version stößt, kannst Du ausprobieren, welche Dir mehr zusagt. Schamanische Praxis ist pragmatisch. Wähle den Weg, der für Dich am besten funktioniert.

Ich stelle Dir jetzt das Mantra vor, das ich von Alexandra Gravina gelernt habe. Sie leitet Gruppen in diesem Prozess ganz ausgezeichnet an.

 

Das Heilmantra von Ho’oponopono:

Ich liebe mich. (… Dich)

Ich vergebe mir. (… Dir)

Ich segne mich. (… Dich)

Selbstgewählter Satz, z.B. Danke, Ich danke Dir, Tut mir leid, Ich sorge für mich, Ich bin bei mir (… Dir), Ich halte Dich, Ich kümmere mich … etc.

 

Zum einstimmen in Dein liebevolles Wesen …

 

Und nun erkläre ich Dir die einfachere von 2 Methoden, wie Du mit dem Mantra wirkungsvolles Ho’oponopono praktizieren kannst:

 

Die ganz einfache Methode

Als Neuling wird es Dir helfen, das Mantra auf einen Spickzettel zu notieren und einfach abzulesen, während Du praktizierst.

Nun wähle ein Thema, das Du befrieden möchtest. Am besten funktioniert es, wenn Du Dich an eine Situation erinnern kannst, in der die Symptome des Problems ganz deutlich auftraten, so dass Du sie wieder in Dir spüren kannst.

Als Thema kannst Du alles nehmen, das irgendwie Unfrieden, Wut, Rachegefühle, Distanz, Scham, Schuldgefühle, Neid, Missgunst, Eifersucht etc. in Dir verursacht. Beziehungen zu anderen Personen oder auch zu Dir selbst. Du kannst Dir z.B. eine Allergie vornehmen, oder den Morgen nach Deinem letzten Neuro-Schub, den Kollegen der Dich dauernd provoziert etc.

 

Führe nun das Ho’oponopono durch, und zwar mit der folgenden Frage im Hinterkopf:

Was in mir bewirkt, dass dieses Problem in mein Leben gekommen ist?

 

Du denkst also an die Person(en) oder die Situation und lässt zu, dass die ganzen Gefühle hochkommen. Nun sprichst Du das Mantra dazu. Sage die Sätze langsam, so dass jeder für sich wirkt, und wiederhole alle Sätze mehrere Male. Der letzte Satz steht zu Deiner freien Verfügung. Vielleicht fällt Dir spontan etwas ein, dann nimm den Satz ohne mit dem Verstand zu zweifeln oder kritisieren. Wenn nicht, lass ihn einfach weg, oder bedanke Dich bei der Person für die Chance zur Weiterentwicklung, die sich durch Euren Konflikt für Dich eröffnet.

Wenn Du eine zeitlang alle Sätze nacheinander gesprochen hast wirst Du vielleicht feststellen, dass manche Sätze schwerer gehen. Das sind Anzeichen von Blockaden in Dir, die Du ja letztlich lösen willst, um fortan freier und leichter mit der Sache umzugehen. Oft kann man die Blockaden auch im Körper oder im Kopf spüren.

Du kannst jetzt auch mit den einzelnen Sätzen spielen. Also z.B. einen einzelnen Satz ganz oft aussprechen, um eine bestimmte Blockade zu lösen.

 

Kribbeln und andere Körpersignale …

Vielleicht spürst Du ein Kribbeln im Körper oder in den Füßen. Kribbeln in den Füßen zeigt an, dass blockierende Lebensenergie gerade in Erde abgeleitet wird. Das ist ein sehr gutes Zeichen, dass es funktioniert. Vielleicht kannst Du auch spontan weinen, oder niesen, oder husten. All das können auch Zeichen sein, dass sich Blockaden auflösen und liebevolle Energien in Dir aktiviert werden.

Führe das sprechen aller oder einzelner Sätze so lange durch, bis Du das Gefühl hast, dass Du mit der Situation nun friedlicher, klarer und mehr mit Dir selbst im Einklang umgehen kannst. Das bedeutet nicht immer, dass Du der Person näher kommen musst. Vielleicht kannst Du nun einen angemessenen Abstand einhalten, der Euch beiden gut tut. Vielleicht wird Dir aber auch bewusst, dass Du eine tiefe Liebe empfindest, und dafür gerne auf etwas verzichtest, oder die Initiative ergreifst, oder einfach mal nur zuhören kannst, ohne zu bewerten.

Es ist ein gutes Zeichen, wenn Du alle Sätze leicht aussprechen kannst, und zwar sowohl die Ich- als auch die Du-Fassung, aber das muss nicht immer der Fall sein. Meiner Meinung nach können wir nicht alle Menschen lieben, aber wir können allen Wesen mit Achtung und Respekt begegnen. Wenn uns das gelingt haben wir schon jede Menge Frieden geschaffen in unserem Teil der Welt.

Und nun …. viel Spaß beim ausprobieren!

 

 

Erfahrungen mit Ho’oponopono

 

Ho’oponopono ist eine Art ‚Versöhnungsprozess, lässt sich einfach erlernen und hilft, alle möglichen Konflikte zu befrieden. Ich erlebe es als große Hilfe im Alltag, eine sehr wirksame Form von Psychohygiene. Das Ergebnis eines erfolgreichen Ho’oponopono ist große Erleichterung und seelische Ausgeglichenheit, die auf Verständnis und Vergebung vergangener Verletzungen oder (eigener und anderer Leute) Schwächen beruht. Der Prozess wird in seinem Ursprungsland Hawaii von vielen Menschen, oft im Familienkreis praktiziert. Einige Therapeuten führen es mit großem Erfolg in ihrer Praxis durch, und lt. einem von mir nicht nachgeprüftem Bericht soll die Methode sogar von Gerichten als Ersatzmaßnahme anstelle von Strafe für straffällige Jugendliche anerkannt sein.

Mir begegnete Ho’oponopono erstmals vor ca. 5 Jahren. Ich probierte es in einer ganz einfachen Form, die ich später auch vorstellen werde, und war spontan begeistert. Ich beschloss, es zu verbreiten. Irgendwann verlor ich es wieder etwas aus den Augen, bis ich es vor Kurzem in einer Kleingruppe, von einer Kollegin begleitet, wieder genoss. Jetzt bin ich wieder sehr begeistert davon, insbesondere weil ich es als Gruppenmethode ganz phantastisch und tiefgreifend erlebt habe.

Ich stelle in diesem Blog grundsätzlich Methoden vor, die ich gut finde für umweltsensible Menschen. Selbstverständlich tut Ho’oponopono allen Menschen gut. Speziell wir sensiblen Menschen empfinden Konflikte oft heftiger als andere, weil wir uns allgemein nicht so gut abgrenzen können. Daraus entstehen dann Probleme mit Schuldgefühlen, und Verwicklungen, weil wir so stark die Gefühle der Anderen spüren, und uns schnell für ihr Leid verantwortlich fühlen.

Ho’oponopono hilft, emotionale Probleme aufzulösen, Konflikte freundschaftlich zu beenden, und dadurch wieder in Frieden zu kommen. Man kann es allein oder in der Gruppe praktizieren.

 

Schöne Begleitmusik …

 

Die Idee von Ho’oponopono:

Die Anwender gehen davon aus, dass alle Teile der Welt miteinander verbunden sind. Und zwar sowohl äußerlich, als auch im Inneren. Daraus folgt, dass alles was uns im Außen begegnet, eine Spiegelung unseres Inneren ist, und umgekehrt.

Wir haben im Deutschen das schöne Sprichwort „Wie wir in den Wald hinein schreien, so hallt es zurück.“ Wer sich schon etwas mit den sogenannten Geistigen Gesetzen beschäftigt hat, dem wird vielleicht schon (sinngemäß) der Satz des Hermes Trismegistos „Wie Oben so Unten, wie Innen so Außen“ begegnet sein.

Man kann nun drüber philosophieren, was zuerst da war, unsere Gefühle, Gedanken, Haltungen, Empfindungen, Glaubenssätze, Wünsche, Ziele, oder die greifbaren Strukturen und Situationen im Außen, die all das verkörpern und objektiv wahrnehmbar machen. Neue Hirnforschungen zeigen anscheinend, dass wir tatsächlich bereits ein wenig vorher mit Gefühlen reagieren, bevor das „verursachende“ Ereignis eintritt. Wen das näher interessiert, in der langen Fassung des Films „Bleep – Down the Rabbithole“ werden solche Erkenntnisse vorgestellt.

Ich glaube aber, dass die Reihenfolge für unseren Ho’oponopono-Prozess keine Rolle keine spielt. Einfach deswegen, weil heilsame Interventionen auf beiden Wegen funktionieren. Wir können Situationen im Außen verändern und erreichen damit eine Verbesserung unserer inneren Befindlichkeit und Einstellungen. Gleichwohl können wir durch Gespräche, Nachdenken, bewusstseinsveränderne Mittel (z.B. Homöopathie und Bachblüten), Meditation und Energiearbeit, unser Inneres so verändern, dass uns danach die Veränderung der äußeren Bedingungen sehr leicht fällt oder auch von ganz allein geschieht. Z.B. weil ein Mitmensch plötzlich seine Meinung uns gegenüber verändert hat. Weil z.B. jemand, dem wir verziehen haben, plötzlich weich wird und mitfühlend, oder toleranter, oder flexibler etc. Oder weil plötzlich Karriereangebote von ganz alleine kommen, nachdem wir ein Selbstwertproblem in uns gelöst haben.

Technisch läuft Ho’oponopono mehr auf der mentalen Ebene ab, wirkt sich aber auf alle anderen Ebenen aus. Es gibt traditionell verschiedene Formen, wobei meines Wissens eine Art „Familienrat“ schon sehr lange praktiziert wird. Dabei setzen sich die Familienmitglieder an einen Tisch, und es wird reihum vorgetragen, wer mit wem und worüber im Unfrieden liegt. Alle Mitglieder werden gehört und jedes vorgetragene Thema muss besprochen werden. Das läuft dann solange, bis alle Streitigkeiten bereinigt sind. Das kann auch mal mehrere Tage dauern, wenn für manche Sachverhalte Bedenkzeiten vereinbart wurden.

Das war nun schon ein Vorgriff auf die Praxis. Im nächsten Artikel stelle ich dann eine etwas andere, moderne Ausführung vor. Es gibt noch einen letzten Aspekt, der für das Verständnis dieser friedensstiftenden Praxis unverzichtbar ist:

Das Ho’oponopono wirkt umso stärker, je weitreichender das eigene Verantwortungsgefühl für Alles reicht, was uns im Außen und Innen begegnet!

Das mag zunächst hart und gemein klingen, denn warum sollte ich z.B. für meine Neurodermitis verantwortlich sein, wenn ich sie schon als Baby bekommen habe? Oder warum sollte ich verantwortlich dafür sein, dass ein Mitmensch mich anbettelt, um sich was zu Essen zu kaufen oder etwas Alkohol? Warum sollte ich für eine andere Teilnehmerin in einem Ho’oponopono-Workshop die Verantwortung für ihr vorgetragenes Problem übernehmen?

Das ist wirklich nicht ganz leicht zu beantworten, und ich glaube, es ist vor allem eine Entscheidung, die jeder Mensch für sich alleine treffen muss.

Ich sage in Punkto Eigenverantwortung folgendes:

  • Ich kann nur das zum Besseren wenden, wofür ich auch die Verantwortung trage. Wenn ich sie nicht trage, übernehmen sie andere. Dann liegt die Entscheidung, was als nächstes getan wird bei jemand Anderem. Wenn es sich dabei um meine Belange handelt, bin ich von der Person abhängig, die die Verantwortung trägt. Wer sehr häufig die Verantwortung abgibt, hat möglicherweise ein Problem mit Sucht oder Co-Abhängigkeit, bzw. mit Ohnmachtsgefühlen in einer Opferrolle.
  • Es kann in einer Gruppensituation wiederum durchaus wohltuend und heilsam sein, die Verantwortung einmal – in begrenztem Ausmaß – an andere Menschen abzugeben. Besonders für „Kontrollfreaks“, die schwer loslassen können und immer alle Fäden in der Hand halten wollen. Oder für Menschen, die sehr viel für Andere tun und sich selber vernachlässigen. Verantwortung abgeben und sich fallen lassen erfordert in der Regel Vertrauen, und kann heilsam sein für die Harmonisierung von Machtgier, Einzelkämpferdasein, Helfersyndrom und Überforderung.
  • Die Sache mit dem Verantwortung übernehmen wird von einigen hawaiianischen Therapeuten sehr erfolgreich für die Heilung von Klienten angewendet. Ebenso bei Ho’oponopono – Gruppen, bei denen jeweils alle Anderen für eine Person das Ho’oponopono durchführen. Also den Aspekt in sich heilen, der zu der Situation des Menschen geführt hätte, für den gerade praktiziert wird. Es funktioniert einfach, und das ist für mich dann schon Grund genug, diese „radikale Verantwortung“ als interessanten Weg zu sehen.

 

Also, nochmal zusammenfassend … Ho’oponopono arbeitet mit der Tatsache, dass Alle(s) irgendwie miteinander verbunden sind und erhält seine Kraft daraus, dass der Praktiker die volle Verantwortung für seine Probleme und seinen Umgang mit Situationen und Problemen anderer Menschen übernimmt, mit denen er in Kontakt kommt.

 

Soviel zum Hintergrund, im nächsten Artikel schreiten wir dann zur Praxis.

 

Der Groll

Das Folgende hat mir sehr geholfen, Konflikte in Beziehungen zu benennen und aus dem Weg zu räumen. Was zur Entspannung meines Milieus und reichlich mehr Selbstbewusstsein geführt hat.

Beziehungen bleiben stabil, wenn sie regelmäßig gepflegt und immer wieder Hindernisse aus dem Weg geräumt werden, die ein offenes und vertrauensvolles Miteinander verhindern. Ein solcher Vorgang der Klärung erfordert manchmal Mut und Aufrichtigkeit, sich dem Gegenüber mit seinen Gedanken und Gefühlen zu offenbaren. Ich habe ursprünglich gelernt, Probleme möglichst mit mir selbst auszumachen, anstatt in die offene und bewusste Kommunikation zu gehen, von der hier die Rede sein wird. In meiner Männergruppe nach dem MRT-Konzept wenden wir regelmäßig eine Vorgehensweise an, die ich hier nun vorstelle. In etwas abgewandelter Form wird diese Form der Konfliktbereinigung auch in der „Gewaltfreien Kommunikation“ nach Marshall B. Rosenberg genutzt.

Es geht dabei um „den Groll“. Damit ist ein Zusand gemeint in dem „eine Schwierigkeit zwischen 2 Personen steht“. Dieser Zustand besteht im Inneren der Person, die den Groll ausspricht (und ihn meist als unangenehm erlebt…).

Warum bringe ich dieses Thema hier an? Sensibilität und Neurodermitis beinhalten Symptome, die enorm durch die Beziehung zur Umgebung beeinflusst werden. In meinem letzten Artikel schrieb ich von den Schwierigkeiten, die durch den Krieg in das Leben getragen wurden. Eine dieser Schwierigkeiten ist die Neigung, Probleme zu verschweigen. Mein Juckreiz, mein Schlaf und mein ganzes Wohlbefinden wird verbessert, wenn ich mit den Menschen in meiner Umgebung im Reinen bin. Dafür gebe ich diese wirklich wohltuende Vorgehensweise hier weiter. Sie hilft, Konflikte in einem ganz frühen Stadium zu bereinigen. Sie stärkt die Selbstwahrnehmung, die Ich-Stärke und das Selbstwertgefühl.

Das Prinzip hinter der Gewohnheit, Groll auszusprechen ist, dass wir alles, was nicht ausgesprochen oder sonstwie ausgedrückt wird, in uns abspeichern. Die Gefühle wie Wut, Angst, Trauer, Enttäuschung etc. werden zu einer Art Farbschicht, die die eigene Wahrnehmung dauerhaft einfärbt. Zudem werden diese Gefühle nonverbal kommuniziert. So wird ein Groll der nicht ausgesprochen wird zu einer Dauerbelastung für einen selbst, und zu einem Dauervorwurf an das Gegenüber.

So funktioniert diese Art konstruktive Groll-Aussprache:

Ganz wichtig ist zunächst einmal der Gedanke, dass die Aussprache eines Grolls ein Geschenk bzw. eine Art von Liebe ist. „Etwas steht zwischen uns, und unsere Beziehung ist es mir wert, dass ich Dir offen und ehrlich meine Gedanken und Gefühle zu der Situation mitteile, in der der Groll entstanden ist.“

Deshalb sagen wir in meiner Gruppe – entsprechend dem Konzept nach dem wir hier vorgehen – „Ich habe einen Groll FÜR Dich“ (und nicht gegen, wie es in der Umgangssprache meist ausgedrückt wird). Ich meine nicht, dass es im Alltag notwendig ist, die folgende Vorgehensweise nach einem starren Konzept mit den immer gleichen Formulierungen zu machen. Zunächst mag es jedoch hilfreich sein, dass Du Dich recht eng daran hälst, bis Du eine Reihe von Erfahrungen damit gesammelt hast, durch die Du selbstsicherer geworden bist in der Aussprache von Groll.

In Gruppensitzungen sehen sich der Grollgeber und -nehmer bei der Aussprache nicht direkt an. Stattdessen wird der Groll an einen Platzhalter kommuniziert (z.B. ein rotes Kissen). Probiere selber aus, wie es für Dich (und Deinen Partner) stimmig ist.

 

Die Aussprache des Grolls besteht aus 4-5 Teilen:

  • Beschreibe die Situation, in der er entstanden ist. Benenne möglichst genau, was Dich im Detail geärgert oder sonstwie beeinträchtigt hat.
  • Benenne Deine Gefühle, die dabei ausgelöst wurden.

 

Also – mit Aussprache der Situation und Deines Gefühls hast Du schon die „halbe Miete“. Es könnte z.B. so sein:

„Schatz ich muss etwas klären mit Dir, hast Du jetzt Zeit?“ „Ja…“ „Vorhin als ich Dir von meinem Stress auf der Arbeit berichtet habe, hast Du dabei die meiste Zeit Kartoffeln geschält. Das hat bei mir so eine unheimliche Wut ausgelöst, ich spür es jetzt immer noch in meiner Magengegend.“

Also konsequent von Dir sprechen (Stichwort ICH-Botschaft). Du beschreibst nur die Situation und das bzw. die Gefühle, die das Verhalten des Gegenübers bei Dir ausgelöst haben. Keine Du-Botschaften in der Art “Deine Kartoffel-Schälerei macht mich wütend!”

… merkst Du den Unterschied?

Die nächsten Schritte führen zur eigentlichen Klärung. Dabei schicke ich hier theoretisch vorweg, was Du dann praktisch und sehr heilsam erfahren wirst, wenn Du diese Art der konstruktiven Kommunikation anwendest:

Die Konflikt-Situation ist lediglich der Auslöser für Deine Probleme – die emotionale Ladung kommt hauptsächlich aus Deiner Vergangenheit.

Das heißt, Dein Gegenüber ist in aller Regel nicht dafür verantwortlich, wenn jetzt z.B. ein überwältigendes Gefühl von Wut und Hass in Dir aufsteigt! Freunde und Partner wollen Dich in der Regel nicht verletzen. Das Folgende schafft so viel Nähe und Verbindung, weil Du den Menschen nun einen Einblick gibst in die Hintergründe Deiner Gefühlswelt.

 

Die nächsten Schritte:

  •  Du teilst mit, an welche Situation(-en) in Deiner Vergangenheit Dich das erinnert. Beschreibe die Situationen, oft sind es Kindheits- und Jugenderinnerungen, oder aus früheren Partnerschaften.
  • Benenne Dein Bedürfnis oder Deinen Wunsch. Das ist oft mehr Nähe oder Gefühlstiefe in der Beziehung. Dieser Schritt ist eine Option, die Du machen kannst aber nicht musst.
  • Wenn Du alles gesagt hast, teilst Du Deinem Gegenüber mit, dass Du den Groll jetzt los geworden bist. Dieser kann Dir jetzt eine Rückmeldung geben, dass er alles wahrgenommen hat (oder ggf., an welcher Stelle er was nicht verstanden hat).

Danach solltet ihr die Sache erst mal auf sich beruhen lassen, und den Groll nicht mit einem Gegengroll beantworten. Denn das könnte die konstruktive Streitkultur, um die es hier geht, wiederum verhindern. Wir wollen keinen Schlagabtausch, sondern eben Mitteilungen äußern, was in uns vorgeht, um dadurch wieder mehr Nähe und Vertrauen entstehen zu lassen.

 

Ich habe durch diese Praxis mit erstaunlicher Leichtigkeit meine alte Gewohnheit ändern können, Störungen in Beziehungen unter den Teppich zu kehren. Und habe festgestellt, dass regelmäßige Aussprachen in dieser Art eine wunderbare Leichtigkeit in der Kommunikation erzeugen, die mir auch im Zusammenhang mit schweren Verletzungen, großer Traurigkeit, großer Wut etc. gelingt.

Die Sache mit der emotionalen Ladung bei Konflikten ist interessant …. es gibt eine sogenannte „90:10 – Regel“ in der Psychologie. Sie besagt, dass 90 % der gefühlten Heftigkeit bei Konflikten aus der Vergangenheit, also aus Erinnerungen an vergangene Verletzungen, stammen. Und nur 10 % aus der tatsächlichen Konfliktsituation, die diese schmerzhaften Erinnerungen angetriggert hat.

In Worten: Dein Gegenüber kann so gut wie nichts für Deine starken unangenehmen Gefühle. Er sollte aber unbedingt wissen, wodurch er sie verursacht, um achtsam mit Dir umgehen zu können. Damit Du Dich auf Dauer mit ihm wohl fühlen kannst.

Wenn Dir dieses Werkzeug gefällt, dann ist vielleicht Ho’oponopono ebenfalls interessant für Dich, um komplexere Konflikte zu bereinigen, ggf. auch ohne persönliche Aussprache mit den beteiligten Personen?

 

 


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