Sprung ins Astroversum – Evolution meiner Gesundung Teil 9

Im Herbst 2000 bekam ich ein Modem geschenkt und hatte so meinen ersten privaten Internetanschluss. Um diese Zeit sandte ich den Gedanken ins Universum, dass ich zwar nun viele Zusammenhänge zwischen meiner Psyche, Geist, Gedanken und Materie begriffen hatte, es nun aber wieder Zeit wäre, eine Form von Spiritualität zu finden, die ich gerne praktizieren würde und die zu meinem Weltbild passte.

Zu Beginn meines Studiums war ich vor allem aus Gründen der verbotenen Lebensfreude, wie ich es empfand, aus der Kirche ausgetreten. Für meine geistige Weiterentwicklung sorgte ich, neben einem musikalischen Projekt, mit populärwissenschaftlichen Schriften über westliche Philosophie und Physik. Besonders das Buch „Eine kurze Geschichte der Zeit“ von Stephen W. Hawking faszinierte mich sehr. Dabei spielte sicher auch eine Rolle, wie Hawking mit der Nervenkrankheit ALS zu leben wusste. In meinen Augen hatte er es trotz der schweren Erkrankung geschafft und lebte seine Berufung. Er war mein Vorbild. Zum anderen hatte ich das Gefühl, dass durch die Quantenphysik ein echtes ganzheitliches Weltbild möglich wurde, in dem alles potentiell erklärbar war. Ich dachte, dass ich Gott als die Instanz, die für alles Verborgene und Unerklärbare herhalten musste, nicht mehr brauchte. Dennoch gab es natürlich tief in mir noch immer den „Glauben“, jedoch in einer anderen als der christlichen Form, als Bewusstsein der Einheit aller Wesen.

 Ich erinnere mich noch, wie ich den Wunsch nach einer passenden Spiritualität ganz bewusst, wie ein Gebet entsandt hatte. Die Reaktion geschah fast unmittelbar, so dass ich erstaunt war. Wenige Tage danach surfte ich im Internet, hatte gerade einige Seiten entdeckt die mir ein Freund empfohlen hatte, und plötzlich kam mir in den Sinn, das Wort „Engel“ in die Suchmaschine einzugeben. Daraufhin fand ich mehrere Seiten, Texte und tolle Bilder über Engel, vor allem ein Künstler aus Ungarn berührte mich sehr mit seinen Engelbildern. Da die mütterliche Linie meiner Familie aus Ungarn stammte, fühlte ich mich zusätzlich verbunden.

Ich wurde völlig fasziniert von Engeln und begann zu merken, dass sie wahrnehmbare Wesen waren. Beim Betrachten der Bilder bekam ich einen Eindruck von einer weiten, mächtigen und gleichzeitig ganz stillen und friedlichen Präsenz. Noch in der gleichen Nacht gab ich das Wort „Astrologie“ in die Suchmaschine ein und stieß auf das astrologische Diskussionsforum „astrologix.de“. In diesem Forum meldete ich mich an und war in den folgenden 11/2 Jahren dort ständig und intensiv lesend und schreibend präsent.

Ich betrieb mit Hilfe der dort anwesenden Astrologen mein autodidaktisches Studium, und eine ausgiebige Selbstanalyse auf astrologischer Grundlage. Das war aus beiden Gesichtspunkten eine effektive Angelegenheit, die mich in ihren Bann zog, denn ich war begierig darauf, mich besser zu verstehen und weiter zu entwickeln. Und so wurde mein Verständnis Tag für Tag besser, ich lernte schnell und konnte bereits nach einigen Monaten recht komplexe Fragestellungen aus den Horoskopen deuten. Und ich fand neue Freunde, mit denen ich wegen unserer besonderen Menschenkenntnis Beziehungen auf einer wohltuend tiefen Ebene führen konnte.

Tatsächlich bewirkte die Astrologie, dass ich mit vielen Aspekten meines Lebens Frieden schließen, und mir selbst vieles verzeihen konnte, was ich früher als Charakterschwäche oder Fehler bewertet hatte. Ich gewöhnte mir einen wohlwollenden Blick auf alle Menschen an, weil mir klar wurde, dass ich niemanden beurteilen kann, in dessen Mokassins ich nicht selbst gelaufen bin. Und dass das Verhalten von Menschen die Summe ihrer Erfahrungen ist, die aus einer Fülle von Lebensumständen, Einflüssen und Kräften resultieren, die nicht selten durchaus widersprüchlich sind. Das kann man aus Horoskopen herauslesen, und wenn sich mir ein Horoskop erschließt, dann sehe ich keine Fehler, sondern Herausforderungen, durchaus auch Widersprüche, und Potential das es zu erschließen gilt.

Da ich selbst einen sehr aktiven inneren Kritiker hatte, war die Selbstanalyse eine wichtige Grundlage für meinen Selbstheilungsprozess. Denn ohne Akzeptanz und Vergebung kann keine Heilung geschehen. Diese Formen von Selbstliebe können wiederum nur dort geschehen, wo ich entsprechende Prozesse wahrnehme, und das ist oft schwierig. Denn der größte Teil dieser Vorgänge läuf unterbewusst ab. Durch Astrologie können diverse unbewusste Anlagen und Konfliktpotential gesichtet werden.

Je besser ich die Astrologie begriff, desto stärker wurde mein Wunsch nicht nur über den Verstand zu heilen, sondern auf einem direkteren Weg, durch Energieübertragungen. Außerdem wollte ich deutlicher mit den Engeln kommunizieren. Mitte 2001 erhielt ich, durch die Empfehlung einer Astrologenfreundin, meine Reiki-Einweihung. Bereits während des Seminars erhielt ich von mehreren Seiten das Feedback, dass ich starke Heilkräfte hätte, und mein Körper sog die Energie auf wie ein Schwamm. Diese Einweihung und mein spiritueller, schamanischer Weg, der mit ihr seinen Anfang nahm, veränderte für immer mein Leben. Ich konnte jetzt jeden Tag das tun, was mir am Toten Meer bewusst geworden war, nämlich mich selbst heilen. Und ich behandelte mich hingebungsvoll, die folgenden Monate praktisch jeden Tag.

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7 Responses to “Sprung ins Astroversum – Evolution meiner Gesundung Teil 9”


  1. 1 fridakopp März 1, 2013 um 8:08 pm

    Einen solchen Sprung ins Astroversum habe ich auch gemacht und es ist eine ausgedehnte Reise daraus geworden. Zuerst fand ich die Astrologie für mich selbst sehr hilfreich, dann war ich sporadisch auch als Astro-beraterin tätig. Damit habe ich es dann zum Glück auch hingekriegt, die astrologische Innenschau zu minimieren – das kann auch zu viel werden. Zur Zeit bin ich mit kreativem Schreiben und gelegentlichem Malen ziemlich ausgelastet.

    • 2 Maracuna März 1, 2013 um 8:55 pm

      Aloha Frida,

      da kann ich Dir nur beipflichten. Beides, Innenschau und Außenorientierung, hat sein Maß, und das hat sich bei mir je nach Lebensphase verändert. Seit einiger Zeit nutze ich Astroanalysen wieder öfter, und seit Jahren als Struktur für spezielle Astro-Energiearbeit. Wollte eigentlich als nächstes Stundenastrologie richtig lernen. Doch nun kam dieser Blog, der mich ähnlich wie mit Deiner Schreibe gut bei der Stange hält. Vielleicht frage ich einfach Dich, wenn ich mal stundenastrologischen Rat möchte?

      • 3 fridakopp März 1, 2013 um 10:57 pm

        Hallo Maracuna,
        tut mir wirklich leid mit der Stundenastrologie, das ist nun gerade einer der wenigen Bereiche, mit denen ich mich nicht so anfreunden konnte. Anonsten hbe ich ja sehr viel gemacht, Partnerschaftsastrologie, sogar Gärtnern im Mondrhythmus, Mundanastrologie…
        Ich finde es sehr erstaunlich, wie viele Paralellen es da bei uns gibt, zum Besipiel die Sache mit dem inneren Zensur, das Interesse an Schamanismus…
        Also, wenn es um andere astrologische Fragen geht: Gern, aber in die Stundenastrologie will ich nicht mehr vertiefen.
        Frida

      • 4 Maracuna März 1, 2013 um 11:53 pm

        Hallo Frida, danke das hört sich doch auch gut an. Geht natürlich gerne zurück, falls Du mal jemanden unbeteiligten schauen lassen willst, gerne. Gärtnern im Mondrhythmus hört sich auch cool an. Ich hab vor 2-3 Jahren ein wenig mit gärtnern begonnen, inzwischen gibt es den Gemeinschaftsgarten nicht mehr (den Garten schon aber die Gemeinschaft hat sich aufgelöst).
        Spannend, in letzter Zeit begegnen mir immer mehr Leute die sich mit Schamanismus auseinandersetzen. Manchen siehst Du das echt nicht an! Ich sag mal, das hat eben Hand und Fuß 🙂 Im ernst, es tut doch nur wohl, mit Spiritualität den Alltag und Lebensqualität konkret zu verschönern, für mich hat das was Greifbares und Nützliches, und das liebe ich am Schamanismus. Und die Praxis macht mir richtig viel Spaß, das darf und soll sie auch!
        LG Andreas

  2. 5 Mythopoet März 1, 2013 um 11:40 pm

    Hallo Andreas,

    => http://www.astrologix.de/forum/ForumID4/342.html#

    Ganz in diesem Sinne

    mit allerbesten Grüßen
    Mythopoet

    • 6 Maracuna März 2, 2013 um 12:14 am

      Aloha Mythopoet,

      das ist ja nett, danke!!! Es gab ein paar Versuche meinerseits, aber irgendwie hakte es schon mehrmals mit der Technik bei der Vergabe eines neuen funktionsfähigen Passworts. Widerstände??? Oder doch was anderes angesagt? Ich weiß es nicht…
      Ganz liebe Grüße, Andreas

      • 7 fridakopp März 2, 2013 um 2:51 pm

        Hallo Maracuna,

        mit dem Gärtnern war dasähnlich wie bei dir; einige Jahre habe ich einem Freund regelmässig in seinem Gartrn geholfen, das war sehr Zeitintensiv, hat mir aber auch viel Freude gemacht und ich habe viel gelernt. Aber irgednwann war dann Ende der Freundschaft…
        Ich finde zwar Schamanismus faszinierend – aber soo greifbar und Nützlich finde ich ihn auch wieder nicht – da gibt es also für mich noch mehr zu entdecken und umzusetzen.
        Frida


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